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FC ST.GALLEN: Zeiten des Aufbruchs

Gallen Die neue Führung greift weiter durch. Die Ostschweizer trennen sich von Nachwuchschef Marco Otero. Der 43-Jährige war seit März 2015 technischer Leiter von Future Champs Ostschweiz.
Christian Brägger, Patricia Loher
Noch im Trainingslager war Marco Otero als Assistenztrainer dabei. (Bild: Andy Müller/Freshfocus (Sotogrande, 15. Januar 2018))

Noch im Trainingslager war Marco Otero als Assistenztrainer dabei. (Bild: Andy Müller/Freshfocus (Sotogrande, 15. Januar 2018))

Christian Brägger, Patricia Loher

Wie schnell sich doch das Gefühl für ­einen Club verändern kann. Weil Worten Taten folgen. Seit Matthias Hüppi am 12. Dezember das Amt des Präsidenten im FC St. Gallen übernommen hat, herrscht Aufbruchstimmung. Damit umgibt den FC St. Gallen wieder eine Aura des Positiven, wobei Hüppis aus dem TV bekannte Stimme ja schon immer für ­Euphorie stand. Gestern nun, um 17 Uhr, drang an die Öffentlichkeit der nächste Paukenschlag. Mitgetragen hatte ihn Sportchef Alain Sutter, abgesegnet der Verwaltungsrat. Noch am Wochenende hatte dieser in einem Sitzungsmarathon das nächste Sorgenkind verhandelt: Es wurde entschieden, die Auflösung des Clans um den Spielerberater Donato Blasucci und Marco Otero, den technischen Leiter von Future Champs Ostschweiz (FCO), weiter voranzutreiben, auch wenn die Führungsriege dies nicht so formulieren wollte.

Simon Storm soll zurückkehren

Nach dem Wechsel auf der Position des Talentmanagers trennt sich St. Gallen per sofort von Otero, der nicht nur im Nachwuchs viel Unruhe und Missmut gebracht hat. Zudem muss auch Konditionstrainer Harry Körner gehen, wie Otero ebenfalls Blasucci nahestehend und seit Anfang der Saison Bestandteil des Teams von Giorgio Contini. Ebenso wird der Leiter Physiotherapie, Benjamin Bubeck, freigestellt. Wie die vakanten Positionen besetzt werden, wird die Vereinsführung in Kürze bekanntgeben. Im Bereich Physiotherapie besteht aber die feste Absicht, den ehemaligen Leiter dieser Abteilung, Simon Storm, für ein neuerliches Engagement zu gewinnen.

Hüppi sagte gestern Abend an der ausserordentlichen Generalversammlung der FC St. Gallen AG: «Nach der Analyse im Trainingslager kamen wir überein, dass ein Neustart sein muss. Der Entscheid ist uns nicht leicht gefallen.» Hüppi sprach davon, dass eine Nähe entstehen soll zwischen Publikum und der grün-weissen Ostschweizer Fussballbewegung, ein Miteinander im Reden und Handeln. «Wir wollen eine Kultur, in der Respekt, Wertschätzung und Anstand herrscht.» Ferruccio Vanin, der Geschäftsführer von FCO, bleibt im Amt. Verwaltungsrat Peter Germann sagte: «Wir schauen genau hin, wie er seine Aufgaben wahrnimmt. Diese muss er einfach erledigen.»

Die Nachwuchsabteilung FCO, der Otero seit 2015 vorstand, hat den Verantwortlichen im Verwaltungsrat zuletzt Kopfzerbrechen bereitet. Obwohl das Budget von 4,4 Millionen Franken stattlich ist, wurde es um 400 000 Franken überzogen. Das Nachwuchsprojekt muss künftig wohl mit weniger Geld auskommen. Immer wieder ist zu hören, dass im FCO hohe Löhne bezahlt würden. Zwar gilt das Nachwuchsprojekt im Schweizerischen Fussballverband als vorbildlich und professionell aufgegleist. Die Erfolge sind aber noch immer bescheiden.

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