FC St.GAllen
Mit einem 4:0 gegen Lustenau geht der FC St.Gallen in die Kurzferien

Der FC St.Gallen besiegt in einem internationalen Testspiel Austria Lustenau gleich mit 4:0. Sutter, Schubert, Traorè und Duah treffen. Nun haben die Spieler ein paar Tage frei.

Christian Brägger
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Der St.Galler Tim Staubli behauptet den Ball.

Der St.Galler Tim Staubli behauptet den Ball.

Bild: Manuel Nagel

Länderspielpausen mögen sie nicht so sehr im FC St.Gallen. Zwar sind sie ideal, Blessuren auszukurieren oder in alle Ruhe an Taktik und Technik zu feilen. Aber es fehlen die an die Auswahlen abgestellten Profis (diesmal Zigi, Fazliji, Stergiou, Besio), zudem geht auch die Anspannung etwas verloren. Also hat es sich Trainer Zeidler angewöhnt, in solchen Wochen wenigstens den Rhythmus hochzuhalten für die Nicht-Internationalen und die Reservisten in der Meisterschaft.

Das führt dann zu Testpartien wie gestern am frühen Abend gegen Austria Lustenau, vor allem führt es zu Startformationen, die es in der Super League niemals geben wird. Und selbst wenn es den wenigsten gelingt, sich in solchen Spielen für die Meisterschaft zu empfehlen, gibt es immerhin Spielpraxis auf Wettkampfniveau.

St.Galler wurden in der ersten Halbzeit fahriger

Gegen Lustenau, geografischer Nachbar und deutlicher Leader in der zweithöchsten Liga Österreichs, war es dann Patrick Sutter, der mit einem herrlichen 35-Meter-Distanzschuss von der Seite bereits in der siebten Minute die Weichen auf Sieg stellte. Davor hatte Goalie Eres mit dem Kopf ausserhalb des Sechzehners nur ungenügend geklärt.

Es war noch die frühe Phase, in welcher die Vorarlberger in ihrem Reichshofstadion, das einst weitherum bekannt war für rauschende Feste, mit dem Pressing der Schweizer Mühe bekundeten. Allein, diese Phase dauerte nicht lange, und mit Fortdauer der ersten Halbzeit wurden die St.Galler fahriger. So kam Lustenau, das eher mit einem A-Team (mit dem Schweizer Topskorer Tabakovic) als einem B-Team angetreten war, zu Möglichkeiten.

Test verlief teils aggressiv

Nach dem Pausentee zeigte dann der für Guillemenot eingewechselte Schubert, weshalb er eigentlich zum FC St.Gallen gekommen war: Nicht einmal eine Zeigerumdrehung dauerte es nach Wiederanpfiff, ehe der Österreicher auf Pass von Diarrassouba eiskalt von der Strafraumgrenze zum 2:0 traf. In der Folge waren die Lustenauer nahe dem Anschlusstreffer, einmal musste Nuhu auf der Linie klären für den geschlagenen Watkowiak.

Das 3:0 in diesem intensiven, teils aggressiven Test fiel dann aber doch noch durch Traorè nach schnellem Passspiel, das Lustenau überforderte. Schliesslich besorgte Duah nach einem Konter das standesgemässe 4:0. Zeidler sagte: «Wir haben nun ein paar Spiele nicht gewonnen. Das Ergebnis nehmen wir mit in die Kurzferien. Es war ein guter Test.» Der Trainer, der laut eigener Aussage erstmals in seiner Karriere drei Tage frei gibt während der Meisterschaft, erwartet am Montag die Spieler zurück bei der Arbeit.

Austria Lustenau - St.Gallen 0:4 (0:1)

Reichshofstadion – 500 Zuschauer

Tore: 7.Sutter 0:1. 46.Schubert 0:2. 80.Traorè 0:3. 84.Duah 0:4. 
St.Gallen: Watkowiak; Cabral (72. Lüchinger), Nuhu, Stillhart (62.Diakité), Traorè; Sutter (46. Jacovic), Staubli (62. Görtler), Schmidt (72.Kempter); Diarrassouba (62.Youan); Guillemenot (46.Schubert), Duah.
Bemerkungen: Stergiou, Fazliji, Zigi, Besio (alle Nationalteams), Babic, Ruiz, Münst (alle angeschlagen).

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