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FC ST.GALLEN: FCSG-Aleksic kann wieder lachen

Unter Trainer Giorgio Contini ist Mittelfeldspieler Danijel Aleksic wieder aufgeblüht. Dabei dachte der 26-Jährige noch vor wenigen Monaten darüber nach, St. Gallen zu verlassen.
Patricia Loher
Zehn Spiele – vier Tore: St. Gallens Danijel Aleksic trifft wieder. (Bild: Walter Bieri/Keystone (Zürich, 9. September 2017))

Zehn Spiele – vier Tore: St. Gallens Danijel Aleksic trifft wieder. (Bild: Walter Bieri/Keystone (Zürich, 9. September 2017))

Patricia Loher

Danijel Aleksic ist wieder der Alte. Die Worte sprudeln – so wie früher. Auf dem Platz bereitet er Tore vor oder trifft selber – so wie früher. Am Sonntag war er in Sitten mit zwei Vorlagen massgeblich am 2:1-Sieg seiner Mannschaft beteiligt. Aleksic half mit, aus einer durchschnittlichen St. Galler Leistung das Optimum herauszuholen. Noch in der vergangenen Saison war der Serbe unter Joe Zinnbauer zwischen Stuhl und Bank gefallen. Die Palette präsentierte sich vielfältig. Einmal spielte Aleksic von Beginn weg, dann wurde er eingewechselt, um einige Wochen später gar nicht mehr zum Einsatz zu kommen. Der Spieler wirkte verschlossener und auf dem Platz zurückhaltender als zu seiner Anfangszeit. Dabei hatte er vorerst unter Jeff Saibene und dann auch unter Zinnbauer in seiner ersten ganzen Super-League-Saison zu den Entdeckungen des Schweizer Fussballs gehört, mit seinen Freistössen entzückt und war am Ende gar St. Gallens bester Torschütze.

Der 26-Jährige mag nicht über die vergangene Saison sprechen. Er sagt nur: «Ja, es war schwierig.» Und natürlich gab es während jener unsicheren Monate, als er kaum spielte, den Gedanken, St. Gallen zu verlassen. «Man will ja nicht dauernd auf der Tribüne sitzen», sagt Aleksic, fügt aber an: «Trotz allem habe ich nicht verbissen nach einem Verein gesucht. Der FC St. Gallen ist mir ans Herz gewachsen.»

Einer der dienstältesten St. Galler Spieler

Unterdessen ist der Serbe hinter Daniel Lopar, Marco Aratore und Yannis Tafer St. Gallens dienstältester Spieler. Die Ostschweizer haben sich in den vergangenen Jahren nicht nur hinter den Kulissen verändert, sondern auch auf dem Platz. Weil Aleksic sich aber durchgebissen hat, gehört er zu einer Konstante im Club. Noch nie in seiner Karriere, während der er in seiner Heimat, in Italien, Deutschland, Frankreich und Polen spielte, hat Aleksic derart lange einem Verein die Treue gehalten. «St. Gallen ist fast meine Heimat geworden», so Aleksic, der im Dezember erstmals Vater wird.

Der Fussballer wurde im Februar 2015 vom damaligen Sportchef Heinz Peischl und Trainer Saibene als sogenannter Perspektivspieler geholt. Aleksic verfügte über viel Talent, der Durchbruch war ihm trotz eines Länderspiels für Serbien mit 17 Jahren aber nicht gelungen. In St. Gallen machte Saibene aus Aleksic einen Leistungsträger, einen Regisseur, der das Spiel lenken konnte, feine letzte Pässe spielte und treffsicher war. Aleksic wurde umworben, trotzdem verlängerte er seinen Vertrag bis 2020. Dem Spieler wird nachgesagt, einen regen Austausch mit dem Trainer zu brauchen, um sich wohl zu fühlen. Unter dem neuen Coach Giorgio Contini hat sich Aleksic aus dem Loch gekämpft. «Contini erklärte mir beispielsweise, weshalb er mich in Lugano zur Pause ausgewechselt hat. Ich habe schlecht gespielt, aber trotzdem setzte er mich in der nächsten Partie wieder ein. So etwas gibt Vertrauen», so der Mittelfeldspieler, der anfügt: «Aber natürlich, dauerhaft schlecht sollten die Leistungen nicht sein.»

«Wir haben keine Lust mehr, Punkte abzugeben»

In zehn Spielen in dieser Saison hat der Serbe bereits viermal getroffen und zwei Tore vorbereitet. Das sind jetzt schon mehr Skorerpunkte als in der gesamten vergangenen Meisterschaft, als er 24-mal zum Einsatz kam. «Wir spielen wieder Fussball, die Mannschaft erfährt nur noch wenig Änderungen. Die Freude ist bei allen spürbar», sagt der Mittelfeldspieler. Und: «Wir wollen nun endlich einmal etwas erreichen.» Die Zeiten, als der Blick nur gegen hinten gerichtet war, sollen der Vergangenheit angehören. «Wir haben in den ersten elf Spielen dieser Meisterschaft gesehen, dass wir über ein grosses Potenzial verfügen.» Mit zwei Siegen in den kommenden zwei Heimspielen gegen Lausanne und die Grasshoppers kann sich St. Gallen in der Spitzengruppe festsetzen. «Wir heben nicht ab, aber wir haben keine Lust mehr, zu Hause Punkte abzugeben», sagt Aleksic. Bald also soll alles wieder so sein wie früher.

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