Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

FC ST.: Schönenberger will «Ball flachhalten»

Gallen Nach Martin Schönenbergers Abgang aus dem VR fragt sich: Kann er als Gönnerclub-Präsident noch dahinterstehen, den Club zu unterstützen?
Ralf Streule

Der Entscheid sei ihm schwer­gefallen, sagt Martin Schönenberger. Am Mittwoch hatte er bekanntgegeben, nicht mehr zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat der FC St. Gallen Event AG antreten zu wollen. «Die Arbeit hatte mir immer Spass gemacht, ich hatte in all den Jahren das Gefühl, etwas bewirken zu können. Am Ende galt es aber, einen ehrlichen Entscheid zu fällen», sagte er gestern. Dass Schönenbergers Abgang mit den Veränderungen im Verein in den vergangenen Monaten zu tun hat, liegt auf der Hand. Im Gespräch verzichtet er aber darauf, die neue Führung zu kritisieren. «Was Michael Hüppi im ‹Tagblatt› dargelegt hat, entspricht aber auch meiner Denkhaltung.» Hüppi hatte unter anderem den angeblich weiterhin starken Einfluss von Dölf Früh kritisiert, zudem die Entscheide, die teils ohne Mitsprache des Verwaltungsrats getroffen wurden.

«Zwei ganz unterschiedliche Dinge»

Bereits in einem Communiqué am Mittwoch war Schönenberger zurückhaltend geblieben. Die Abgänge von Hüppi und Pascal Kesseli gab er darin als Hauptgrund für seinen Rückzug an. Seine Zurückhaltung dürfte auch damit zu tun haben, dass er Präsident der Donatorenvereinigung Dienstagsclub bleibt, dem «rein monetär grössten Sponsor des Clubs», wie Schönenberger sagt. Doch wie kann er – bei seiner kritischen Haltung gegenüber den aktuellen Entwicklungen – die Gönner des FC St. Gallen und sich selbst motivieren, finanzielle Unterstützung zu leisten? «Das sind zwei ganz unterschiedliche Dinge – ich möchte im Dienstagsclub weiter meinen Beitrag leisten an den FC St. Gallen, der mir am Herzen liegt.» Zudem würden die Gelder direkt in die erste Mannschaft fliessen. Unabhängig von den Vorgängen im Verein könne man so das Sportliche unterstützen. Wäre es aus Schönenbergers Sicht eine Möglichkeit, die Gönner dazu aufzurufen, ihre Gelder vorübergehend einzufrieren, um ein Zeichen gegen die jüngsten Entwicklungen zu setzen? «Kein Thema», sagt Schönenberger. Er will den «Ball flachhalten»: «Gönner und Fans wollen letztlich einen erfolgreichen Club – ich hoffe, dass sich die Führung der Verantwortung bewusst ist und diese übernimmt.»

Ralf Streule

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.