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FC St. Gallen: Auf Achterbahnfahrt zum deutlichen Sieg gegen Xamax

Der FC St.Gallen dominiert, gerät dann in Unterzahl unter Druck, gewinnt am Ende gegen Neuenburg Xamax dennoch souverän mit 3:0. Dies dank einer reifen Leistung – und einem Quäntchen Glück.
Ralf Streule
Vincent Sierro, Majeed Ashimeru und Tranquillo Barnetta (von links) jubeln nach dem Tor zum 3:0. (Bild: Andy Mueller/freshfocus)

Vincent Sierro, Majeed Ashimeru und Tranquillo Barnetta (von links) jubeln nach dem Tor zum 3:0. (Bild: Andy Mueller/freshfocus)

Nicht schon wieder ein solches Spiel! Ein Spiel, in dem der FC St. Gallen den Ton angibt, mit Lust nach vorne spielt – und dann dennoch in die Bredouille gerät. Schon mehrmals in dieser Saison gab es in St. Gallen solche Spiele zu sehen, zuletzt bei der Niederlage gegen Thun. Und auch gestern in der Partie gegen Xamax drohte den Ostschweizern Ähnliches zu widerfahren. Warum es am Ende doch ganz anders kam? St. Gallens Trainer Peter Zeidler lieferte die erklärenden Stichworte eine halbe Stunde nach dem Schlusspfiff gleich selber. Sein Team habe dank «einer geschlossenen Mannschaftsleistung» gewonnen. Und dank «Glück in den Schlüsselmomenten.»

Stojanovics Ausflug schwächt die St. Galler

Schiedsrichter Adrien Jaccottet schickt Goalie Dejan Stojanovic unter die Dusche. (Bild: Andy Mueller/freshfocus)

Schiedsrichter Adrien Jaccottet schickt Goalie Dejan Stojanovic unter die Dusche.
(Bild: Andy Mueller/freshfocus)

Wenig deutete nach gut zwanzig Minuten auf einen brisanten Nachmittag hin. Die St. Galler kombinierten sich mit Leichtigkeit durch eine tief stehende Neuenburger Abwehr, kamen auf ­engem Raum immer wieder zu Abschlussmöglichkeiten. Eine dieser Ballstafetten führte nach 21 Minuten zum 1:0. Andreas Wittwer bediente Majeed Ashimeru, dieser lancierte den Torschützen Jérémy Guillemenot mit einer präzisen Hereingabe.

Auch nach der Führung liessen die Ostschweizer Angriffe folgen, sodass Xamax-Trainer Stéphane Henchoz danach von «einem schwierigen Spielbeginn» sprach. Und hätte Ashimeru kurz nach dem 1:0 alleine vor Xamax-Goalie Laurent Walthert das Tor und nicht die Latte getroffen, wäre es für die Neuenburger noch viel schwieriger geworden.

So aber kam die 36. Minute, als plötzlich Kemal Ademi, der Herisauer in Neuenburger Diensten, alleine auf Dejan Stojanovic losstürmte. Der Goalie versuchte den Ball abzulaufen, verschätzte sich, kam zu spät – und behalf sich mit einem Notbremsefoul. Stojanovic sah die rote Karte. Zeidler sagte hinterher:

«Die Fehler, die zu dieser Situation führten, sind anderen anzukreiden.»

Tatsache war, dass die St. Galler, die schon zuvor etwas an Überlegenheit eingebüsst hatten, zu zehnt plötzlich unter Druck gerieten. Die Romands versuchten die Unsicherheiten bei den Ostschweizern auszunützen, kamen zu Flanken, zu Freistössen – und zu Chancen. In eben diesen «Schlüsselmomenten» nahmen die St. Galler das erwähnte Glück in Anspruch. Ein wohl penaltywürdiges Foul an Raphaël Nuzzolo wurde nicht geahndet. Und einmal rettete die Latte für den bereits geschlagenen Daniel Lopar, der erstmals seit Mitte Dezember unverhofft zu einem Einsatz kam. «Ein 1:1 hätte uns das Leben sehr schwer gemacht», sagte Zeidler später.

St.Gallen wird plötzlich zur Kontermannschaft

Vor dem Spiel hatte der Trainer vor der Neuenburger Konterstärke gewarnt. Am Ende waren es aber die St. Galler, die mit Bakayoko, Ashimeru, Dereck Kutesa und Tranquillo Barnetta den Unterschied mit einem schnellen Gegenstoss machten. Barnetta, der kurz nach der Pause für den angeschlagenen Nicolas Lüchinger ins Spiel kam, schloss einen Konter nach einem Corner der Xamaxiens kaltblütig ab. Kurz darauf traf Vincent Sierro per Penalty, nachdem Dereck Kutesa gefoult worden war.

Der Widerstand der Neuenburger war gebrochen – die kurzzeitig wilde Achterbahnfahrt nahm ein geruhsames Ende. Und so bleibt der Eindruck einer reifen St. Galler Mannschaft haften. Einer Mannschaft, die in Unterzahl «noch solidarischer wirkte als sonst», wie Zeidler es formulierte. Die Ostschweizer haben zum ersten Mal seit Anfang November kein Gegentor erhalten und den höchsten Saisonsieg errungen. Als Lohn stehen sie auf dem vierten Platz. Diesen gilt es zu verteidigen: In einer Woche im Auswärtsspiel gegen Luzern.

Emotionen, Geschichten und Stimmen zum 3:0 des FCSG gegen Xamax zum Nachlesen gibt es hier:

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