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FC ST.: Die Qual der Wahl und offene Fragen

Gallen Mit 21 Punkten liegen die Ostschweizer auf dem starken vierten Platz. Auf das Publikum scheint der Funke aber noch nicht so richtig übergesprungen. Zudem kommen Fragen auf: Wer soll hinter den Spitzen spielen? Wird Marcel Herzog als Sportchef gehandelt?

Auf das 0:4 der Vorwoche eine Reaktion gezeigt, den Rekordmeister mit 3:1 in die Schranken gewiesen, den vierten Tabellenplatz verteidigt – Herz des FC St. Gallen, was willst du mehr? Der Sieg gegen die Grasshoppers bringt die Ostschweizer in eine gute Ausgangslage für die bis zur Winterpause verbleibenden sechs Super-League-Partien. Es gilt, den vierten Rang zu konsolidieren, allenfalls den punktgleichen FC Zürich auf dem dritten Platz zu kitzeln. Für diese Partien hat Trainer Giorgio Contini am Sonntag neue Inputs erhalten. Plötzlich scheint es seiner Mannschaft möglich, nicht mehr nur auf Ballbesitz zu spielen, sondern auch abzuwarten – und dabei mit nur einer Sturmspitze zu agieren.

Im Sturm ruhen die Hoffnungen auf Buess

Der Weggang Albian Ajetis war ein harter Schlag, weshalb nun die St. Galler Hoffnungen auf Roman Buess liegen, dem Torschützen zum 2:1. Der 25-Jährige ist derzeit klar Stürmer Nummer eins. Zumal bis heute Boris Babic in der Super League und Nassim Ben Kahlifa im FC St. Gallen nicht richtig angekommen sind; dabei hatte man sich gerade von Letzterem viel erhofft. «Das Tor tut mir gut, es ist Balsam für ­meine Seele. Meine harte Arbeit wurde belohnt», sagte der ausgepowerte Buess. Er strahlte nach dem 3:1 in den Katakomben, Danijel Aleksic tat daneben dasselbe. Der Mann des Spiels durfte gegen GC hinter den Spitzen agieren, wo er sich am liebsten aufhält. «Eigentlich ist es egal, wo ich spiele, ich muss in jeder Partie etwas machen.» Der Serbe sagte, früher hätte ihnen oft die Geduld gefehlt, nicht aber gegen GC. «Ich sage den Mitspielern immer, dass wir den Ball auch zehn Minuten lang in unseren Reihen halten können. Bis es eine Lücke gibt.» Einer, der dieses Spiel am Sonntag beherrschte, war Peter Tschernegg. Der Österreicher war im defensiven Mittelfeld der Anker der St. Galler, fast hätte er seine starke Leistung mit einem Tor gekrönt. Doch der Pfosten hatte etwas dagegen.

In nächster Zeit dürfte Contini vor der Qual der Wahl stehen. Eigentlich ist die zentrale Position im offensiven Mittelfeld für Tranquillo Barnetta reserviert. Oft vergisst man, dass der Ur-­ St. Galler in früheren Zeiten auf der Seite brillierte. Heute agiert Barnetta lieber im Zentrum, weil er dort seine Stärken am ehesten ausspielen könne. Auch wenn er als Einwechselspieler gegen GC getroffen hat, sagt er: «Ich bin ­sicher nicht der geborene Joker. Von daher hoffe ich schon, dass ich am nächsten Wochenende wieder mehr spielen kann – oder gar von Anfang an.» Bleibt zu wünschen, dass auch das Publikum Fahrt aufnimmt. Noch ist davon wenig zu spüren. Ausserhalb des Fansektors ist es zu ­ruhig – und der Besucherschnitt liegt weit unter jenem des Vorjahres. Woran das liegt?

Christian Brägger

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