FC Sion verliert Streit um Cup-Einnahmen

Der FC Sion und der FC Aarau lagen im Streit um Einnahmen beziehungsweise Verluste aus dem Cupspiel vom vergangenen Frühling. Nun hat der Fussballverband ein Urteil gefällt - gegen den späteren Cupsieger aus dem Wallis.

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Sion-Präsident Christian Constantin wird wegen einer falschen Abrechnung zur Kasse gebeten. (Bild: Keystone)

Sion-Präsident Christian Constantin wird wegen einer falschen Abrechnung zur Kasse gebeten. (Bild: Keystone)

Wenn im Schweizer Cup zwei Teams aufeinander treffen, werden Gewinne respektive Verluste aus der Partie zwischen den beiden Vereinen aufgeteilt. Nach der Partie Sion - Aarau vom vergangenen 4. März in Sittener Tourbillon erstellte der FC Sion eine Abrechnung, die einen Verlust von rund 6000 Franken auswies. Dies teilt der FC Aarau in einem Communiqué mit. Die Mittelländer hätten dem FC Sion nach Abzug der Reisespesen somit 649 Franken überweisen sollen. Der FC Aarau stellte Fehler in der Abrechnung fest und ersuchte den Schweizerischen Fussballverband (SFV) als Veranstalter des Cups, diese zu prüfen.

Aarau bekommt Geld
"Mit definitivem Entscheid vom 25. September kommt der Zentralvorstand des SFV zum Schluss, dass die Abrechnung vonseiten des FC Aarau zu Recht beanstandet wurde", schreibt der FC Aarau in seinem Communiqué. Der FC Sion habe in einer mangelhaften Abrechnung den Einnahmen von 86'000 Franken Ausgaben von 93'000 Franken gegenübergestellt. "Der SFV stellt jedoch fest, dass Einnahmen von 139'119 Franken Ausgaben in der Höhe von 82'476 Franken gegenüber zu stellen sind", schreiben die Aarauer. Es habe somit ein deutlicher Gewinn resultiert. Nach Einbezug der Reisespesen stehen den Aarauern laut dem Urteil somit 30'571 Franken zuzüglich Verzugszinsen zu. Der FC Sion muss zudem die Verfahrenskosten von 2500 Franken übernehmen.

"Umfangreiche Berechnungen nötig"
"Um Einnahmen und Ausgaben, insbesondere die für die Gewinnrechnung relevanten Zahlen, zu ermitteln, sind umfangreiche Berechnungen nötig. Kosten, zum Beispiel für Organisation, Ticketing und Durchführung, werden unterschiedlich gewertet", schreiben die Aarauer in ihrem Communiqué abschliessend. (pd/red.)