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Früher spielte Giuseppe Gambino mit Ivan Zamorano in St.Gallen, heute trainiert er den FC Gossau

Mit dem FC Gossau durchlebt Giuseppe Gambino derzeit als Trainer keine einfache Zeit. Doch die Erfahrungen, die er als Profi sammelte, helfen ihm, auch in schwierigen Phasen positiv zu bleiben.
Ives Bruggmann
Seit November 2012 ist Giuseppe Gambino als Trainer des FC Gossau tätig. (Bild: Benjamin Manser)

Seit November 2012 ist Giuseppe Gambino als Trainer des FC Gossau tätig. (Bild: Benjamin Manser)

Wo Giuseppe Gambino bisher als Trainer arbeitete, war der Erfolg nicht weit. Sechs Jahre ist er nun beim FC Gossau. In dieser Zeit erreichte der ehemalige Profi des FC St.Gallen zweimal die Aufstiegsspiele und etablierte die Mannschaft als Topteam der 1. Liga. Zuvor hatte er auch als Trainer des FC Herisau reüssiert, erreichte 2006 gar die Aufstiegsspiele in die NLB, wo aber Servette eine Nummer zu gross war.

In dieser Saison muss der 50-jährige Flawiler erstmals eine Krise bewältigen. Der FC Gossau steht bloss auf dem zwölften Platz. Aus elf Spielen resultierten gerade einmal zwei Siege und insgesamt acht Punkte. Zu wenig für die Ansprüche des Trainers, aber auch des Vereins. «Wir müssen in den letzten drei Spielen vor der Winterpause alles dafür tun, um zu punkten», sagt Gambino. Er ist überzeugt, dass das Team die Wende schaffen kann.

Erfahrungen aus der Zeit bei St.Gallen

Für die bisher schwierige Saison hat der Coach mehrere Gründe ausgemacht. Zum einen hätten mehrere gestandene Spieler den Verein verlassen, während eher junge, noch zu entwickelnde Akteure geholt wurden. Zum anderen lief die Vorbereitung aufgrund von Verletzungen und Ferienabwesenheiten nicht optimal. «In den ersten vier Wochen der Meisterschaft mussten wir kämpfen», sagt Gambino. Danach hat sich die Equipe wieder gefangen und in vier Spielen nacheinander gepunktet. Doch die Phase zu Beginn habe wohl doch zu viel Energie und auch Selbstvertrauen gekostet, so Gambino. Denn zuletzt setzte es wieder drei Niederlagen ab, zwei in der Meisterschaft, eine im Cup. «Es braucht Zeit, bis die Spieler wieder Vertrauen finden. Das ist wie bei einem geprügelten Hund.»

«Beim FC St.Gallen waren wir wie eine grosse Familie. Das war die schönste Zeit in meiner Spielerkarriere.»

Gambino, der von 1986 bis 2003 insgesamt 399 Spiele in den höchsten beiden Schweizer Ligen absolvierte, kennt solche Situationen aus der eigenen Karriere, in der er hauptsächlich als Defensivspieler agierte. Zum Beispiel aus seiner neunjährigen Zeit im FC St.Gallen, als er sowohl Krisen als auch die erfolgreiche Zeit mit dem inoffiziellen Titel des Wintermeisters in der Saison 1989/90 miterlebte. «Das war die schönste Zeit in meiner Karriere», sagt Gambino. «Beim FC St.Gallen waren wir wie eine grosse Familie.» Die Zeiten seien aber auch andere gewesen vor knapp 30 Jahren. So fungierte der gebürtige Italiener für die spanischsprechenden Legionäre Iván Zamorano, Hugo Rubio, Patricio Mardones oder José Cardozo teilweise auch als Übersetzer. Auch wenn er der spanischen Sprache zunächst kaum mächtig war. Auch in der schwierigen Zeit in St.Gallen mit dem Abstieg 1993 war Gambino dabei. Es folgte jedoch der sofortige Wiederaufstieg. «In schlechten Phasen zeigt sich, wie gut eine Mannschaft funktioniert», so Gambino. «Wenn man diese Zeiten durchsteht, bringt das einen nur weiter.» Später wechselte der Defensivakteur zum FC Zürich, danach zu Schaffhausen und zu Wil, wo er seine Spielerkarriere als Profi beendete.

Zur Schule mit Petković und Forte

Als Trainer stieg er beim FC Wil als Assistent ein. Danach wechselte er zum FC Herisau, wo er als Spielertrainer fungierte. Gambino ist im Besitz des UEFA-A-Diploms, das er gemeinsam mit Uli Forte, Vladimir Petković und Urs Fischer erlangte. Im Gegensatz zu den heutigen Profitrainern wählte Gambino die «Variante Sicherheit», wie er sagt. Im Beruf als Verkaufsberater in der Autobranche hatte er schon nach seiner Spielerkarriere Fuss gefasst.

In der Heimpartie des FC Gossau morgen um 17 Uhr gegen Winterthur II erwartet Gambino von seinem Team, dass es «das Maximum» herausholt. «Entscheidend ist für mich die Einstellung, die Leistung und das Auftreten.» Der Trainer will sich bewusst nicht zu sehr auf die Punkte fixieren, auch wenn diese am Ende das Ziel seien.

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