FC Basel gescheitert

Der FC Basel verpasst die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League. Der Schweizer Meister erreicht nach dem 2:2 im Hinspiel gegen Tel Aviv im Rückspiel in Israel nur ein 1:1 und scheidet aus.

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Der neue Basel-Trainer Urs Fischer muss eine erste grosse Enttäuschung verarbeiten. (Bild: Keystone)

Der neue Basel-Trainer Urs Fischer muss eine erste grosse Enttäuschung verarbeiten. (Bild: Keystone)

"Über die beiden Spiele gesehen ist das schon unglaublich. Unser Goalie musste eigentlich keinen Ball halten." Das sagte Urs Fischer, neuer Trainer des FC Basel, nach dem bitteren Ausscheiden seiner Mannschaft gegen Maccabi Tel Avic. Nach dem 1:1 im Auswärtsspiel, das gleichbedeutend mit dem Out in der Champions-League-Qualifikation war, sagte der Zürcher, sein Team habe in der zweiten Halbzeit nicht gut gespielt, obwohl es alles versucht habe. "Aber wenn man nur durch die Mitte spielt, wird es schwierig."

Zuffis Freistoss
Nach dem enttäuschenden 2:2 im Hinspiel in Basel erwischte der FCB in Tel Aviv einen guten Start. Schon nach elf Minuten lag er in Führung. Luca Zuffi zirkelte einen Freistoss über die Mauer und via Pfosten ins Tor. Damit hatten die Basler das Handicap aus dem Hinspiel früh in einen Vorteil umgewandelt. Der Vorsprung war verdient, weil der FCB schon in der Startviertelstunde das Geschehen klar dominierte. Und dies, obwohl der Captain Matias Delgado und der Mittelstürmer Marc Janko verletzt fehlten.

Ein Gegentor aus dem Nichts
Doch wie schon im Hinspiel wurde Basel aus dem Nichts erwischt. Maccabi hatte dem FCB eigentlich nicht viel entgegen zu setzen. Ausser, dass es mit Erhan Zahavi einen Stürmer mit herausragenden Abschlussqualitäten in seinen Reihen wusste. Nach einem Steilpass enteilte Zahavi dem ungelenkten Basler Innenverteidiger Walter Samuel und traf alleine vor Keeper Tomas Vaclik (24.). Es war nach der Doublette im Hinspiel das dritte Tor im Duell mit dem FCB für den ehemaligen Palermo-Professional.

Kaum gefährliche Szenen
Die Parallelen zum Hinspiel hielten sich auch nach der Pause. Basel hatte mehr Qualität im Aufbau und die besseren Einzelspieler. Aber es fiel auch auf, wie wenig Überraschendes im gegnerischen Strafraum kreiert wurde. Der FCB hatte mehr Ballbesitz, mehr Corner und mehr Abschlüsse. Und doch wurde es für den Maccabi-Keeper Juan Pablo kaum gefährlich. So flog in der zweiten Halbzeit nur ein einziger Basler Schuss auf das Tor.

In der Schlussphase versuchte Trainer Urs Fischer mit der Einwechslung der Stürmer Boëtius, Gashi und Albian Ajeti den Druck zu erhöhen. Es nützte nichts mehr. Der FCB kam zu keiner richtigen Chance mehr. Die einzige Gefahr für Maccabi nach der Pause war ein Weitschuss von Luca Zuffi. Das war in der 62. Minute.

Während sich der FC Basel in diesem Herbst - wie letztmals vor drei Jahren - mit den Gruppenspielen der Europa League zufrieden geben muss, steht Maccabi Tel Aviv erstmals seit 2004 in der Champions League.

"Das ist brutal"
FCB-Offensivspieler Davide Callà sagte nach dem Spiel: "Uns fehlte ein Tor. Das ist brutal, wenn man die zwei Spiele anschaut." Der FCB sei über 180 Minuten die bessere Mannschaft gewesen und hätte zumindest einmal gewinnen müssen. "Doch qualifiziert haben wir uns nicht. Wir haben alles versucht. Die Enttäuschung ist gross", so Callà. Sein Trainer Urs Fischer seinerseits hielt fest, wichtig sei es jetzt, das bittere Ausscheiden aus den Köpfen der Spieler rauszubringen. (si)