Favoritensiege ohne Hubmann

Orientierungslauf An der Schweizer Langdistanzmeisterschaft dominieren die Favoriten.

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Die Schweizer Langdistanz-Meisterschaft in Ermatingen hätte zu kuriosen Schlagzeilen führen können. Als souveräne Elite-Meister feiern lassen konnten sich Matthias Kyburz und Judith Wyder.

Probleme mit dem Posten Nummer 13

Die Meisterschaft ist nicht ohne Tücken vonstatten gegangen: So sorgte der Kontrollposten Nummer 13 bei den Frauen für Irritation. Nach langem Ratschlagen erklärte das Schiedsgericht das Rennen für gültig – vor allem darum, weil niemand Protest eingelegt hatte. Das Klassement zeigte eine klare Dominatorin: Judith Wyder. Die Leaderin im Nationalteam gewann mit gut dreieinhalb Minuten Vorsprung auf Simone Niggli, die vor zwei Jahren zurückgetretene, 23fache Weltmeisterin.

Matthias Kyburz zeigt starke Leistung

Am frühen Morgen abmelden musste sich aus gesundheitlichen Gründen Daniel Hubmann. Nicht herausfordern konnte er somit Matthias Kyburz, der ihn jüngst an den Weltmeisterschaften und im Frühling bei den Europameisterschaften überflügelt hatte. Und der Fricktaler präsentierte sich auch an der Meisterschaft in Bestform. «Bei diesem Lauf war das Physische sehr wichtig, und diese Komponente konnte ich nochmals in die Waagschale werfen», sagte der 26-Jährige und betonte: «Die Form stimmt noch immer, und es gelang mir, mich nochmals zu motivieren und hart zu kämpfen.» Kyburz gewann vor seinen älteren Brüdern Andreas und Florian Howald. Und damit kürte er sich wie Wyder zum Zweifach-Sieger des Wochenendes. Er, wie auch sie, hatte bereits am Samstag den nationalen Wettkampf für sich entschieden. (jgr)