Favoriten setzen sich durch

GOLF. Der Bottighofer Stefan Weigle konnte seinen Titel an den Thurgauer Golfmeisterschaften verteidigen. Bei den Frauen gewinnt die am stärksten eingestufte Studentin Sarah Baumann.

René Stauffer
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Stefan Weigle ist mit einem Handicap von 0,0 der beste Amateurgolfer im Kanton. (Bild: pd/Philipp Meier)

Stefan Weigle ist mit einem Handicap von 0,0 der beste Amateurgolfer im Kanton. (Bild: pd/Philipp Meier)

Stefan Weigle hatte zehn Jahre lang auf seinen zweiten Titel als Thurgauer Golfmeister warten müssen. Der dritte kam dafür umso schneller: Der Favorit im Männerturnier verteidigte am Wochenende über die zwei Runden in Erlen und Lipperswil seinen Titel vom Vorjahr erfolgreich. Auch bei den Frauen siegte die am stärksten eingestufte Spielerin, die 23jährige Frauenfelder Studentin Sarah Baumann.

Der 40jährige Weigle aus Bottighofen überholte am Sonntag auf seinem Heimplatz in Lipperswil den 14jährigen Joël Birrer, der in Erlen überraschend drei Schläge Vorsprung herausgespielt hatte. Der zwei Meter grosse Sieger ist mit einem Handicap von 0,0 der beste Amateurgolfer im Kanton. Dennoch war er nicht sonderlich zufrieden. Tatsächlich lag sein Gesamtskore zwölf Schläge über jenem des Vorjahres.

Ein Eagle als Höhepunkt

Der Höhepunkt von Weigles Runde am Sonntag war ein Eagle (zwei Schläge unter der Vorgabe) an der elften Spielbahn in Lipperswil. «Ich war mir lange gar nicht bewusst, dass mein Resultat zum Sieg reicht», sagte Weigle, der für seine weiten Abschläge bekannt ist. Er hatte warten müssen, bis die letzte Spielgruppe ihre Runde beendet hatte. Letztlich hatte er mit drei Schlägen Vorsprung aber klar gewonnen, da Joël Birrer auf seinem Heimplatz lediglich eine 82er-Runde gelang. Das reichte gerade noch für den geteilten 2. Rang, zusammen mit Marco Hürzeler vom GC Erlen.

Der zweite Titel für Baumann

Für einmal war das Resultat der Siegerin besser als jenes des Siegers – 154 gegenüber 156. Verantwortlich dafür war Sarah Baumann, die mit einem Handicap von 1,9 ihrer Favoritenposition gerecht wurde. Mit zwei Runden von 77 Schlägen erspielte sie sich ihren zweiten Kantonaltitel nach 2010 mit 14 Schlägen Vorsprung auf Michèle Knorr, die zwei der letzten drei Titel geholt hatte. Hätte sie nicht auf der allerletzten Spielbahn noch eine 8 geschrieben, wäre Sarah Baumann sogar mit einer Par-Runde ins Clubhaus von Lipperswil zurückgekehrt.