FAUSTBALL: Wieder Wigoltingen?

Am Wochenende beginnt die NLA-Feldsaison. Titelverteidiger Wigoltingen gilt bei den Männern erneut als Favorit, wird jedoch von Diepoldsau herausgefordert. Bei den Frauen gehört Kreuzlingen zu den Aussenseitern.

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Die Wigoltinger, Dominatoren der vergangenen Saison, sind in diesem Jahr angeblich noch stärker. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Wigoltinger, Dominatoren der vergangenen Saison, sind in diesem Jahr angeblich noch stärker. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Feldsaison 2016 war eine Machtdemonstration des STV Wigoltingen. Das Team von Trainer Raphael Michel gewann nicht nur den Schweizer Meistertitel dank eines überlegenen 4:0-Finalsiegs gegen Diepoldsau. Die Thurgauer holten sich auch den Cupsieg und den Titel im Europacup. Es überrascht deshalb wenig, dass die Wigoltinger vor der neuen Saison als Titelkandidat Nummer eins gehandelt werden. Nationaltrainer Oliver Lang glaubt sogar, «dass Wigoltingen noch dominanter sein wird als im Vorjahr».

Ein erster Hinweis darauf, ob die Konkurrenz nicht doch zu Wigoltingen aufschliessen konnte, wird bereits die erste Spielrunde von morgen Samstag liefern. In Diepoldsau kommt es zum Kräftemessen zwischen den beiden letztjährigen Finalisten sowie Widnau, das ebenfalls zu den Anwärtern auf einen Platz am Final Four zählt.

Elgg-Ettenhausen weckte in der Halle Erwartungen

Gespielt wird morgen auch in Vordemwald. Dort misst sich der Gastgeber mit Aufsteiger Olten und Elgg-Ettenhausen, dem Überraschungsteam der vergangenen Hallensaison. Elgg-Ettenhausen holte sich in der Halle die Bronzemedaille, was natürlich Erwartungen für die Feldsaison weckte. Gespannt darf man sicher auf das Auftreten des jungen Angreifers Jakob Heitz sein. Er spielte eine starke Hallenmeisterschaft und trug massgeblich zum Erfolg der Equipe von Trainer Markus Fehr bei.

Nationalspielerin verstärkt Satus Kreuzlingen

Am Sonntag beginnt die NLA-Feldsaison der Frauen. Hinter dem grossen Favoriten Jona, der seit dem November 2015 unbesiegt ist, rückte die Konkurrenz enger zusammen. Trotzdem stellt sich die Frage, ob überhaupt jemand die Equipe vom Zürichsee besiegen kann. Geht es nach Nationaltrainer Anton Lässer, kommt dafür nur ein Team in Frage: Oberentfelden-Amsteg. Wenn alles nach Papierform läuft, kämpfen die restlichen NLA-Teilnehmerinnen um die weiteren beiden Plätze am Final Four, der im September in Jona über die Bühne geht. Und dieser Kampf verspricht spannend zu werden. Die routinierten Teams von Embrach und Schlieren erhalten Konkurrenz von den jungen Equipen aus Neuendorf und Satus Kreuzlingen. Nationalspielerin Rahel Hess verstärkt die Aufsteigerinnen aus dem Thurgau im Angriff. Diepoldsau, Zweiter der Hallenmeisterschaft, muss derweil auf seine stärkste Schlägerin Tanja Bognar verzichten und wird daher nicht so stark sein wie zuletzt. Die erste NLA-Runde der Frauen wird komplett in Schlieren ausgetragen.

Rickenbach-Wilen strebt Wiederaufstieg an

Morgen beginnt auch die NLB-Saison. Als Aufstiegskandidaten gelten Neuendorf und Rickenbach-Wilen. Nach dem Abstieg im vergangenen Herbst und dem NLA-Aufstieg in der Halle sind sich Spieler und Trainer einig, dass auch in der Feldsaison 2017 nur der Wiederaufstieg das Ziel sein kann. Jedoch kann Schlagmann Philipp Jung, der schon in der Halle mit einer Fussverletzung ausfiel, wohl erst in der zweiten Saisonhälfte wieder spielen. Benjamin Meile, der seinen Trainerjob nach sieben Jahren abgeben wollte, wird das Team weiterhin betreuen, weil noch kein Nachfolger gefunden wurde – allerdings mit reduziertem Pensum.

Am Sonntag in Schlieren eröffnen auch die Frauen ihre NLB-Saison. Mit von der Partie ist unter anderen die Equipe von Rickenbach-Wilen. (mül/brä/sfa)

Hinweis

Weitere Infos zu den Spielen unter www.swissfaustball.ch.