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Fabian Frei: «Niemand hat Lust, nur trainieren zu müssen»

Fabian Frei spricht über den Druck gegen Eindhoven und erstmals darüber, dass er nicht Captain geworden ist.
Aufgezeichnet: Céline Feller, Eindhoven

Der FC Basel war in einer so frühen Phase der Saison selten Aussenseiter. Wie geht man damit um?

Fabian Frei: Ja, es ist das erste Mal, dass wir schon in der ersten Runde einen so guten Gegner haben. So war aber die Auslosung. Wenn wir in die Champions League wollen, müssen wir diesen Gegner eben schlagen. Mir ist es aber recht, dass sie noch nicht allzu sehr im Rhythmus sind (die Eredivisie beginnt er am ersten August-Wochenende, Anm.d.Red.) und noch nicht haben loslegen können. Daher ist es besser, sie jetzt zu haben als in der letzten Runde.

Spüren Sie Druck, oder hat der FCB ohnehin nichts zu verlieren?

Einerseits können wir nur gewinnen, andererseits wollen wir ja unbedingt in diese Champions League. Daher ist sicher auch ein gewisser Druck da, aber viel mehr der, den wir uns selber machen. Wir haben letztes Jahr gesehen, was passieren kann, wenn man diese Runde verliert. Darauf haben wir nicht allzu viel Lust. Denn wenn wir jetzt raus fliegen, haben wir extremen Druck. Daher wäre es schön, wenn wir uns jetzt mit einem Ausrufezeichen qualifizieren könnten.

Ist der Druck auch ein anderer, weil letztes Jahr das internationale Geschäft verpasst wurde?

Nicht von aussen, sondern von uns selber, ja. Niemand hat Lust, ein zweites Mal international nicht dabei zu sein und unter der Woche nur trainieren zu müssen. Zumindest geht das mir so, aber ich denke, ich spreche für alle. Darum heisst es Vollgas geben und alles raus hauen. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir unsere Chance haben werden.

Als der FCB an Limassol scheiterte und das europäische Geschäft verpasste, bezogen Sie als Einziger öffentlich Stellung. Jetzt sind Sie nicht Captain geworden. Wo sehen Sie Ihre Rolle mittlerweile?

Ich sehe meine Rolle als genau dieselbe an. Ich werde genauso nach dem Spiel hin stehen und meine Meinung sagen, wenn sie gefragt ist. Ich kann mich erinnern, dass vor einem Jahr kein anderer wollte. Ich finde aber, das gehört zu einem gewissen Teil auch zu unserem Job dazu.

Der Trainer hat Sie nicht zum Captain gemacht. Gehört das auch zum Job dazu, das zu akzeptieren?

Genau so ist es. Es gibt Entscheide vom Trainer, die sind super. Und welche, bei denen man sich Gedanken machen muss. Vielleicht ist man auch leicht enttäuscht. In diesem Fall war das bei mir so und ich habe das dem Trainer auch gesagt. Damit ist die Sache aber gegessen und seit dem Trainingslager überhaupt kein Knatsch-Punkt mehr im Team oder zwischen dem Trainer und mir. Für mich geht es genau gleich weiter. Ich stehe auf dem Platz, habe Verantwortung auf dem Platz und nehme diese auch neben dem Platz wahr.

Sie haben dem Trainer gesagt, dass Sie enttäuscht sind?

Ja, ich habe mit ihm geredet. Man hat mir auch erklärt, warum ich nicht Captain geworden bin und damit ist die Sache für mich erledigt. Das heisst aber nicht, dass ich glücklich aus diesem Büro gelaufen bin und gedacht habe: «Yes, ich bin es nicht.» Aber es ist okay, wie es ist, es ist seine Entscheidung, er ist der Chef und ich kann das absolut akzeptieren. Für mich ist diese Rolle völlig in Ordnung so.

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