Ex-Thun-Spieler zieht vor Frau blank

Nick Proschwitz, früherer Stürmer des FC Thun, ist vom SC Paderborn suspendiert worden. Er soll im Trainingslager vor einer Frau in betrunkenem Zustand seinen Penis entblösst haben. Die Betroffene sieht das allerdings nicht ganz so dramatisch.

Drucken
Teilen
Einst spielte Nick Proschwitz für den FC Thun - nun hat er in Paderborn für einen Skandal gesorgt. (Bild: ENNIO LEANZA (KEYSTONE))

Einst spielte Nick Proschwitz für den FC Thun - nun hat er in Paderborn für einen Skandal gesorgt. (Bild: ENNIO LEANZA (KEYSTONE))

Skandal beim SC Paderborn, der in der 2. Fussball-Bundesliga gegen den Abstieg kämpft - und mittendrin ist ein Mann, der in der Schweiz bestens bekannt ist. Der 29-jährige Nick Proschwitz hat sich laut einem "Bild"-Bericht im Trainingslager im türkischen Belek eine Entgleisung der üblen Art geleistet. Gemäss dem Bericht zog der offenbar alkoholisierte Stürmer in der Nacht auf Sonntag in der Bar eines Fünfsterne-Hotels blank: Er zeigte sein Geschlechtsteil der Angestellten jener Sportagentur, welche das Trainingslager für den SC Paderborn organisiert hatte. Laut "Bild" soll Proschwitz' geschmacklose Aktion 20 Sekunden gedauert haben.

Von Vaduz zu Thun
Nick Proschwitz hat eine Vergangenheit in der Schweiz: Nach einem Gastspiel beim FC Vaduz spielte er ab dem Sommer 2010 beim FC Thun. In der Folge unterschrieb er beim FC Luzern - nach einem Trainerwechsel ging er aber noch vor dem Saisonstart im Jahr 2011 zum SC Paderborn - jenem Club, zu dem er nach Gastspielen bei Hull City, Barnsley, Brentford und Coventry City im vergangenen Sommer zurückkehrte.

"Können wir nicht tolerieren"
Der SC Paderborn reagierte umgehend auf den Eklat im Trainingslager: Er suspendierte Nick Proschwitz am Sonntagabend. "Bild" zitiert Clubboss Wilfried Finke wie folgt: "Nick Proschwitz gehört nicht mehr zu unserem Kader. Ich habe mir den Vorfall bestätigen lassen und daraus die nötigen Konsequenzen gezogen. Einen Spieler, der sich als Gast im Ausland vor einer Dame entblösst, können und werden wir nicht tolerieren." Proschwitz' Erklärung, einer seiner Teamkollegen habe an seiner Jogginghose gezogen und er habe darunter keine Unterhose getragen, verfing bei den Paderborn-Verantwortlichen offenbar nicht.

Mittlerweile meldete sich auch die Frau zu Wort, die vom Vorfall betroffen war. Sie sei zu keinem Zeitpunkt sexuell belästigt worden - belästigt habe sie erst die falsche Berichterstattung. "Davon, dass ein Paderborner Spieler eintrat, in zwei Metern Abstand an seiner Hose zog und sofort wieder ging, nahmen wir kaum Notiz", so die Frau zur Deutschen Presseagentur. (red.)

Aktuelle Nachrichten