Ex-HCT-Star Mike Posma spitalreif geschlagen

Sechs Spieler des slowenischen Clubs Jesenice sorgten nach der Meisterparty für einen Skandal. Das Sextett prügelte aus Rache seinen Trainer Mike Posma spitalreif.

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eishockey. Der in der Schweiz als Spieler und Trainer (u. a. Thurgau, Kloten, Langenthal) tätig gewesene Amerikaner habe Spieler gedrängt, ihn und Todd Elik (44) nach der ausschweifenden Meisterfeier vom Karfreitag nach Kranjska Gora zu fahren. Ersatzgoalie Alexander Petrow (19), der das Duo schliesslich nach Hause brachte, baute auf dem Rückweg offenbar wegen Sekundenschlafs einen schweren Unfall, blieb aber wie durch ein Wunder unverletzt.

Im Schlaf verprügelt

Um ihren Teamkollegen zu rächen, drangen die Spieler am Samstagnachmittag ins Haus von Posma ein und prügelten unter anderem mit ihren Stöcken auf den schlafenden Coach ein. Der 42-Jährige erlitt leichte Verletzungen und musste für eine Nacht im Spital bleiben. Jesenices Präsident erklärte, die Verträge mit den Spielern seien sistiert, der internationale Verband (IIHF) informiert worden. Posma verzichtete zunächst auf rechtliche Schritte.

Kein unbeschriebenes Blatt

Wahrscheinlich hat aber auch der Meistertrainer des Vereins aus dem Nordwesten Sloweniens Konsequenzen zu befürchten. Posma war im Februar 2007 mitten in den Playoffs von NLB-Klub Langenthal (nach 0:2-Rückstand im Viertelfinal) entlassen worden. 2005 hatte sich das Duo Posma/Elik im Oberaargau unter Alkoholeinfluss bereits massive Verfehlungen geleistet.

Und Elik hatte auch in seiner kurzen Zeit beim HC Thurgau (2 Monate), den er Ende November 2009 praktisch über Nacht verliess, neben dem Eisfeld keine rühmliche Visitenkarte hinterlassen. (mr/si)

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