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EVZ-Verteidiger Alatalo: «Ich hoffe, Almquist muss für den brutalen Check an Suri bezahlen»

Der Zuger Stürmer Reto Suri hat sich beim brutalen Check von Adam Almquist verletzt und wird am Samstag kaum zur Verfügung stehen.
Sven Aregger

Im Nachgang des ersten Playoff-Finalspiels (4:1 für Zug) gab vor allem eine Szene zu reden: In der 49. Minute fuhr der SCB-Verteidiger Adam Almquist den EVZ-Stürmer Reto Suri in hohem Tempo um. Nach diesem Check gegen den Kopf blieb Suri blutend und benommen liegen, er konnte das Spiel nicht beenden. Almquist wurde unter die Dusche geschickt.

Reto Suri wird nach dem brutalen Check von Adam Almquist noch auf dem Eis behandelt. (Bild: Keystone/Anthony Anex (Bern, 11. April 2019))

Reto Suri wird nach dem brutalen Check von Adam Almquist noch auf dem Eis behandelt. (Bild: Keystone/Anthony Anex (Bern, 11. April 2019))

Experten und Medien waren sich schnell einig: Der Schwede leistete sich ein Foul der hässlichen Sorte. Der Verband hat Almquist vorsorglich für die Partie am Samstag gesperrt und ein Verfahren eingeleitet. Es ist gut denkbar, dass noch weitere Spielsperren folgen werden. «Ich kenne Almquist aus Schweden, er ist kein dreckiger Spieler», sagt der Zuger Trainer Dan Tangnes. «Aber das war ein böser Check. Eine solche Aktion könnte noch viel schlimmere Konsequenzen haben.» Verteidiger Santeri Alatalo sieht es ähnlich: «So etwas hat im Eishockey nichts verloren. Ich hoffe, Almquist muss dafür bezahlen.»

Trainer Tangnes missfällt Roes Theatralik

Suri hat am Freitag nicht trainiert und wird im zweiten Finalspiel kaum zur Verfügung stehen. Laut Tangnes hat er mehrere Verletzungen erlitten, auch Zähne wurden beschädigt. «Reto Suri ist ein Leader und ein wichtiger Spieler für uns. Wenn wir Glück haben, kommt er bald aufs Eis zurück.» Für Gesprächsstoff sorgte auch der Zuger Center Garrett Roe, der sich nach einem Beinstellen von Beat Gerber theatralisch fallen liess. Gerber erhielt dafür eine Zweiminutenstrafe, Roe blieb zum Unmut des Berner Publikums verschont. Trainer Tangnes betont zwar, dass die Strafe für das Beinstellen berechtigt war. Aber dem Verhalten seines Stürmers kann er nicht viel Gutes abgewinnen. «Roe sollte schneller aufstehen», monierte der Norweger. «Wir sind nicht stolz darauf. Solche Sachen müssen wir aus unserem Sport verbannen. Das beginnt schon bei den Coaches.» Roe, der später den vorentscheidenden Treffer zum 3:1 markierte, wurde fortan von den Berner Fans bei jeder Aktion ausgepfiffen. Und die Schiedsrichter liessen sich wohl zu einem Kompensationsentscheid hinreissen: Bei einem Stockschlag von Ramon Untersander wanderte auch Roe auf die Strafbank – wegen einer angeblichen Schwalbe beziehungsweise Vortäuschung.

Die Emotionen in der Postfinance-Arena gingen bisweilen hoch. «Es braucht Emotionen, auch wenn es vielleicht zu viele waren», meint Alatalo. Und Tangnes sagt in Hinblick auf das zweite Spiel: «Besonders verbessern können wir uns, indem wir weg von der Strafbank bleiben.»

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