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Beim EV Zug herrscht wieder Eiszeit

Am Montag fand in der Zuger Bossard-Arena das erste offizielle Mannschaftstraining des EV Zug statt. Im Fokus der anschliessenden Pressekonferenz Stand vor allem Goalie Leonardo Genoni.
René Barmettler

Der Gastronomiebetrieb in der Zuger Bossard-Arena hat noch bis zum 4. August Betriebsferien. Das Eis ist aber aufbereitet, und am Montag, pünktlich um 10.30 Uhr, betraten die ersten Spieler des EV Zug das Eis für das erste offizielle Teamtraining. Zunächst liefen sie gemächlich über das Glatteis, doch als Trainer Dan Tangnes, der sein zweites Jahr in Zug in Angriff nimmt, die erste Übung abhalten liess, ist die Intensität sofort hoch: Beim EVZ herrscht wieder Eiszeit. Drei gegen drei in der Mittelzone, die Spieler hatten auf engstem Raum den Puck zu behaupten. Einige Schaulustige, ausgerüstet mit Smartphones, hielten diese ersten Aktionen in Bild und Ton fest.

Die erste Lektion dauerte inklusive Unterbruch durch eine Eisreinigung zwei Stunden. Danach standen erste Pressetermine an. Im Fokus von fast allen stand Leonardo Genoni (31), der momentan beste Schweizer Torhüter, der vom Meister Bern in die Zentralschweiz gewechselt hat. Neue Reizpunkte wolle er hier setzen, noch besser werden, und das in allen Belangen, so eines seiner ersten Statements. Stillstand sei ihm ein Gräuel. «Ich will hier mit Zug ein grosses Ziel erreichen. Ein schwieriges Ziel, aber es ist eine neue Herausforderung.» Auch wenn der fünfmalige Schweizer Meister mit Davos und Bern nicht das Wort Meistertitel in den Mund nahm, er kann nur das gemeint haben. Denn Zug erreichte in den letzten drei Jahre auch ohne den absolut Besten auf der Goalieposition zweimal den zweiten Rang. Der im zürcherischen Kilchberg wohnhafte Genoni soll in der kommenden Saison einfach noch ein paar Gegen­tore mehr verhindern als sein Vorgänger Tobias Stephan. Das ist die allgemein hohe Erwartung, die in ihn gesetzt wird.

Leonardo Genoni wird von seinen Teamkollegen Yannick-Lennart Albrecht (links) und Livio Stadler geprüft. Bild: Maria Schmid (Zug, 29. Juli 2019)

Leonardo Genoni wird von seinen Teamkollegen Yannick-Lennart Albrecht (links) und Livio Stadler geprüft. Bild: Maria Schmid (Zug, 29. Juli 2019)

Ein Quartett spielt Golf statt Eishockey

Ähnlich viel erwartet man in Zug von Grégory Hofmann (26), dem anderen Königstransfer. Der Topstürmer, der von Lugano an den Zugersee wechselte, hat erste gute Eindrücke von seinem neuen Arbeitgeber erhalten. «Ich habe mich in Steinhausen gut eingelebt, die Wohnung ist tipptopp», sagte der gebürtige Neuenburger. Er freue sich auf das Riesenprojekt «On your marks», dem Trainings- und Ausbildungszentrum, das derzeit in Cham gebaut wird. «Ich hoffe, dem Team, das bereits jetzt schon gut aufgestellt ist, mit meinen Qualitäten helfen zu können.» Das hofft auch Trainer Dan Tangnes. Ob er schon Ideen habe, wie die Formationen im ersten Testspiel vom kommenden Samstag gegen das hauseigene Team EVZ Academy aussehen könnten, blieb der Norweger noch vage. «Die erste Sturmformation könnte Martschini, Hofmann und Kovar heissen», liess er sich dennoch entlocken. Kovar ist der Wunschtransfer aus Tschechien, den EVZ-Sportchef Reto Kläy nach langem Tauziehen doch noch tätigen konnte. Jetzt ist auch er hier, die Ausstiegsklausel für die NHL ist inzwischen verfallen. Das erste Training mit dem Gros der Mannschaft «stellt mich zufrieden. Die Spieler sind ambitioniert, sind happy, wieder zurück auf dem Eis zu sein. Mit dem Timing bei den Übungen tun sie sich allerdings noch etwas schwer», so Tangnes mit einem Schmunzeln.

Nach den zuletzt wochenlangen Schindereien im heissen Kraftraum tut die Abkühlung auf dem Eis gut. Allerdings steckten gestern Morgen nicht ganz alle in der Eishockeyausrüstung: Santeri Alatalo, Carl Klingberg, David McIntyre und Yannick Zehnder befanden sich auf einem Golfplatz in der Region. Nicht zum blossen Vergnügen, sondern für einen guten Zweck. Und Jérôme Bachofner (23), der Stürmer, der von den ZSC Lions kam, weilt derzeit bei der Nationalmannschaft. Patrick Fischer, Coach der Nationalauswahl, hat Bachofner für einen ersten Zusammenzug im Heim-WM-Jahr zusammen mit 22 anderen U25-Spielern aufgeboten.

Hinweis

1. Testspiel. Samstag, 3. August, 19.00: Zug – EVZ Academy (Bossard-Arena). Der Eintritt ist frei.

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