Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Dem EV Zug gefällt’s ennet dem Gotthard

Der EV Zug besiegt Lugano zum zweiten Mal innert drei Tagen, diesmal mit 1:0. Die Zentralschweizer müssen unnötig bis fast zur Schlusssekunde zittern.
René Barmettler, Lugano
Zug-Stürmer Yannick Zehnder (rechts) beschäftigt Luganos Thomas Wellinger. (Bild: Pablo Gianinazzi/Keystone (Lugano, 23. Oktober 2018))

Zug-Stürmer Yannick Zehnder (rechts) beschäftigt Luganos Thomas Wellinger. (Bild: Pablo Gianinazzi/Keystone (Lugano, 23. Oktober 2018))

Die Schlussphase hatte es in sich. 1:47 vor Schluss nimmt Lugano eine Auszeit. Nimmt den Torhüter heraus. Kann mit sechs gegen vier Feldspielern agieren. Doch die Überzahl verstrich. Die Zuger konnten den Puck in die gegnerische Zone tragen. Carl Klingberg suchte nicht den schwierigen Torabschluss, sondern trug Sorge zum Puck. Und so brachten die Zentralschweizer den knappen 1:0-Sieg über die Runden. «Das war ein Kampf der Defensiven, beide Teams standen hinten sehr gut», sagte Santeri Alatalo, der EVZ-Siegtorschütze.

Vor diesem Spiel stellte sich die Frage: Gelingt es den Zugern, aus den müden Beinen nochmals das Beste herauszuholen? Schliesslich trugen sie die siebte Partie innert 14 Tagen aus. Die erhofften Comebacks von David McIn­tyre, Viktor Stalberg und Johann Morant blieben aus, somit trat Zug mit derselben Equipe an, mit der sie das Cupspiel vom Samstag, ebenfalls in Lugano, 4:3 gewinnen konnten – dem EVZ scheint es im Tessin zu gefallen. Das Team erzeugte im Startdrittel mächtig Druck. Vor allem die Verteidiger kamen zu Topchancen: Zuerst scheiterte Thomas Thiry am Pfosten (4. Minute, von Sven Senteler noch abgelenkt), danach traf Dominik Schlumpf die Latte (12.). Dann aber erzielte Santeri Alatalo das 1:0 (13.), Lino Martschini bewies in dieser Situation viel Übersicht.

Die Verunsicherung auf Seiten der Luganesi kam wenig überraschend. Das Onlineportal «mattino online» berichtete nach der Partie vom Samstag fast schon verzweifelt: «Das war die übliche Amnesie. Lugano macht das Spiel, am Ende gewinnen die anderen. Dieses Cupspiel ist das Spiegelbild der Saison. Viele Abwehrfehler, ein absolut ungenügendes Powerplay und dann noch das Tor in Unterzahl gegen den EVZ ...» Und dann wurde es fast poetisch: «Die Bianconeri sind dazu bestimmt, in einer Jagdmeisterschaft zu leiden, in der niemand auf jemand wartet.» Und sei es nicht schon Schmach genug: Ambri-Piotta, der Tessiner Rivale enteilt den Südtessinern in der Rangliste immer mehr und hat bereits acht Zähler Vorsprung auf die Luganesi. Das heisst vor allem für Trainer Greg Ireland nichts Gutes, sollte die Wende nicht unmittelbar eintreten – auch wenn im gestrigen Spiel gegen Zug die Defensivabteilung ihren Job gut machten, aber die Offensive diesmal zu harmlos blieb.

Tobias Stephan strahlt stoische Ruhe aus

Noch stimmt auch die Moral bei den Tessinern. Nachdem sie zwischen der 29. und 31. Minute zweimal eine doppelte Unterzahl schadlos überstanden hatten, erwachte die «Curva nord», und mit ihr auch das Team. Nun waren es die Zuger, die unter Druck standen. Sie konnten sich gegen das nun aggressiv angreifende Heimteam kaum mehr erwehren. Mal für Mal stand nun Goalie Tobias Stephan im Brennpunkt, der aber eine stoische Ruhe ausstrahlte. Die Sirene zur zweiten Pause ertönte für den EVZ sicher nicht im falschen Moment.

Quelle: MySports

Im letzten Spielabschnitt hätten sich die Gäste das Leben etwas leichter gestalten können: Fabian Haberstich vergab nach einem Konter vor Torhüter Merzlikins. So blieb bis zur Schlussminute viel Hektik im Spiel.

Nun steht am Samstag die vierte Reise ins Tessin an. Diesmal geht es in die Leventina zu Ambri-Piotta, auch dort hat Zug beim Saisonstart gewonnen. Das bedeutet vier Tage Pause. «Ich hoffe, der Coach gibt uns am Mittwoch frei, damit wir uns ab Donnerstag wieder gut auf dieses Spiel vorbereiten können», sagte Alatalo mit einem verschmitzten Lächeln. Trotzdem wird es den Zentralschweizern nicht ungelegen kommen, dass mit dem Trio Stalberg/McIntyre/Morant aller Voraussicht nach sechs frische Beine zum Team stossen werden.

Lugano – Zug 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)

5887 Zuschauer. – SR Eichmann/Oggier, Fuchs/Obwegeser.
Tor: 13. Alatalo (Martschini) 0:1.
Strafen: je 5-mal 2 Minuten.
Lugano: Merzlikins; Wellinger, Loeffel; Vauclair, Chorney; Chiesa, Jecker; Ulmer, Ronchetti; Bürgler, Lapierre, Haapala; Walker, Sannitz, Hofmann; Fazzini, Cunti, Jörg; Vedova, Romanenghi, Reuille.
Zug: Stephan; Schlumpf, Zgraggen; Diaz, Stalder; Thiry, Alatalo; Lammer, Albrecht, Simion; Haberstich, Senteler, Schnyder; Martschini, Zehnder, Suri; Klingberg, Leuenberger, Widerström.
Bemerkungen: Lugano ohne Lajunen (krank), Sartori, Bertaggia, Morini, Riva und Klasen. Zug ohne Stalberg, Roe, McIntyre, Zryd und Morant (alle verletzt). – Pfostenschüsse: 4. Senteler, 7. Schlumpf, 45. Senteler. – Time-outs: Zug (30.); Lugano (59.). – Lugano ab 58:13 ohne Goalie. – 47. Cunti verletzt ausgeschieden.

Quelle: MySports

National League

Dienstag: Lugano – Zug 0:1. SCL Tigers – Lausanne 4:3. Fribourg-Gottéron – Ambri-Piotta 3:2 n. V. ZSC Lions – Biel 3:6 Rapperswil-Jona Lakers – Genève-Servette 4:3.

Die nächsten Spiele

Freitag, 19.45: Bern – Fribourg-Gottéron. Biel – Lausanne. Lugano – Davos. Rapperswil-Jona Lakers – ZSC Lions. Samstag, 19.45: Ambri-Piotta – Zug. Genève-Servette – SCL Tigers. Davos – Lugano. Fribourg-Gottéron – Bern. Lausanne –Biel.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.