Europäisch weiter auf Kurs

Der FC Zürich erreichte im dritten Gruppenspiel der Europa League bei Steaua Bukarest ein 1:1. Der Challenge-Ligist wahrte damit seine Chancen, europäisch zu überwintern.

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Der erst 19jährige Senegalese Moussa Koné freut sich über den Ausgleichstreffer für den FC Zürich. (Bild: Robert Ghement/EPA)

Der erst 19jährige Senegalese Moussa Koné freut sich über den Ausgleichstreffer für den FC Zürich. (Bild: Robert Ghement/EPA)

Die Zürcher zeigten in Rumänien wie schon bei der 1:2-Auswärtsniederlage gegen Villarreal und dem 2:1-Heimsieg gegen Osmanlispor eine gute Leistung, drohten wegen einer mangelhaften Chancenverwertung aber, auch ihr zweites Auswärtsspiel zu verlieren. Fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit verhinderte Moussa Koné Schlimmeres. Der 19jährige Senegalese, der im Sturm überraschend den Vorzug vor dem ehemaligen St. Galler Dzengis Cavusevic erhalten hatte, verwertete eine Flanke des erst in der 78. Minute eingewechselten Slowenen. Davor war Steaua Bukarest nach einer guten Stunde etwas schmeichelhaft in Führung gegangen.

Nach dem unrühmlichen Abstieg aus der Super League in der vergangenen Saison war das Team von Trainer Uli Forte auch im dritten europäischen Auftritt für positive Schlagzeilen verantwortlich. Im spärlich gefüllten Bukarester Nationalstadion hatte der Challenge-League-Leader zunächst aber Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein. In der dritten Minute führte ein Konter zu einer Grosschance für die Gastgeber, und nach einer Viertelstunde schlenzte Adrian Popa, Steauas Bester, den Ball aus rund 20 Metern an den Aussenpfosten.

Mit Cavusevic kommt wieder Gefahr

Danach aber übernahm der FC Zürich über eine längere Phase das Spieldiktat. Nach der Pause aber hätten sie «die Kontrolle zwischenzeitlich verloren», so Forte. «Der Gegentreffer war die logische Konsequenz.» Nachdem Steauas Mittelstürmer Bojan Golubovic die Gastgeber in Führung gebracht hatte, liessen die Zürcher nicht locker. Indem Forte auf eine Dreierabwehr umstellte und vorne Cavusevic brachte, wurde der FC Zürich aber wieder gefährlicher. Der späte Ausgleich war der verdiente Lohn.

«Wir gaben nie auf, kämpften gut weiter und wurden dafür belohnt», so Forte. Nach der Halbzeit der Gruppenphase belegt der Schweizer Cupsieger in der Gruppe L den guten zweiten Platz. «Unsere Chancen stehen sehr gut», sagt Forte. Kann Zürich die Pace halten, sind die Hoffnungen auf den Einzug in die Sechzehntelfinals auch nach dem 3. November und dem vierten Spiel berechtigt. In diesem kommt es im Letzigrund zur Neuauflage gegen Steaua. «Es wird ein Final für beide», so Forte.

Die Young Boys melden sich zurück

Im dritten Spiel der Europa League errangen die Young Boys den ersten Sieg. Sie bezwangen das zuvor verlustpunktlose APOEL Nikosia in Bern 3:1. Alle Berner Tore erzielte der genesene Guillaume Hoarau. Der Sieg, der den Young Boys alle Chancen wahrt, erstmals seit zwei Jahren in die K. o.-Phase der Europa League vorzustossen, trug die Handschrift des französischen Goalgetters Hoarau, aber auch jene des ebenfalls länger verletzt gewesenen und erstmals wieder von Anfang an spielenden Sekou Sanogo. (sda)