EUROPACUP: Gute Perspektiven für St. Otmar

Im Challenge Cup bestreiten die St. Galler Handballspieler heute die erste Achtelfinalpartie auswärts gegen den slowakischen Club Sala.

Drucken
Teilen
St. Otmars Trainer Predrag Borkovic setzt auf Tempo und Abwehrkraft. (Bild: Benjamin Manser)

St. Otmars Trainer Predrag Borkovic setzt auf Tempo und Abwehrkraft. (Bild: Benjamin Manser)

St. Otmars Handballer tanzen auf anderthalb Hochzeiten. In der NLA ist der Zug zwar abgefahren, aber im Europacup können die St. Galler aus dem Vollen schöpfen. Sie treten heute um 18 Uhr in der Slowakei zum Achtelfinal-Hinspiel im Challenge Cup gegen Sala an. Die Chancen, die Viertelfinals zu erreichen, stehen gut. Möglichkeiten zur Korrektur bietet das Heimspiel morgen in einer Woche in der Kreuzbleichehalle.

St. Otmars Trainer Predrag Borkovic hat Sala mit Hilfe von Videoaufnahmen unter die Lupe genommen. 15 offensive Spielzüge und zehn defensive Aktionen der Slowaken haben seine Akteure vorgesetzt bekommen. «Uns kann nichts überraschen», sagt Borkovic. «Aber der Europacup ist speziell. Jeder Treffer zählt, weil es zu einem zweiten Spiel mit umgekehrtem Heimrecht kommt. In der NLA kannst du mit zehn oder einem Tor Vorsprung gewinnen, es gibt immer nur zwei Punkte.» Borkovic will die Slowaken mit Tempo aus den Angeln heben. Denn die meisten Spieler des heutigen Gegners aus der Nähe der Hauptstadt Bratislava sind schon etwas älter.

Zwei Stützen in der Abwehr fehlen

Wie immer im Handball hängt auch heute viel von der Qualität der Deckung ab. Mit Tobias Wetzel und Vedran Banic fehlen St. Otmar wegen Verletzungen die zwei wohl wichtigsten Verteidiger. Das Eigengewächs Wetzel ist ein Aggressivleader, der Kroate Banic der Denker und Lenker in der Abwehr. Der ETH-Student Wetzel sollte im Rückspiel gegen Sala wieder dabei sein. Routinier Banic fällt mindestens vier Wochen aus. In der Meisterschaft hielten sich die Ersatzspieler gegen Gossau gut, gegen Basel weniger. Die Frage ist, wie die zweite Garde mit der internationalen Herausforderung umgeht.

Das 111.Spiel im Europacup

St. Otmar ist der Club mit den meisten Punkten in der Geschichte der NLA. Aber auch der einzige Schweizer Verein, der im Final des Meistercups – heute Champions League – stand. In der Saison 1981/82 mussten sich die St. Galler erst im Endspiel Honved Budapest beugen. 1988 gab es einen weiteren Meilenstein. Die Ostschweizer schalteten als erster Verein aus Westeuropa mit MAI Moskau ein sowjetisches Team aus. Heute bestreitet St. Otmar die bereits 111. Partie im Europacup.

Daniel Good, Sala

Aktuelle Nachrichten