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Es wirkt ein wenig besser

Ein Viertel der Saison ist in der Super League gespielt, und der FC St. Gallen ist längst nicht so weit, wie er und Trainer Joe Zinnbauer das gerne hätten. Doch die Sorgenfalten waren schon grösser.
Christian Brägger
Marco Aratore lässt sich nach seinem Tor gegen Basel an der Seitenlinie feiern. (Bild: Benjamin Manser)

Marco Aratore lässt sich nach seinem Tor gegen Basel an der Seitenlinie feiern. (Bild: Benjamin Manser)

Auch am Tag nach dem aufwühlenden Samstagabend gegen den FC Basel waren nicht alle Wogen geglättet. Jene plakativen Sätze, die im Fussball an der Tagesordnung sind und jeweils mit «hätte, wenn und aber» beginnen, hatten Hochkonjunktur. Aus St. Galler Sicht waren sie für einmal in den Diskussionen um die 1:3-Niederlage erlaubt und den Ostschweizern nachgesehen. Nun denn: «Hätte der Schiedsrichter ausnahmsweise zugunsten des kleinen Clubs entschieden und Roy Gelmis Eigentor zum 1:2, das am Ende ausschlaggebend war, bloss nicht gegeben. Insbesondere wenn Seydou Doumbia, im passiven Abseits stehend, den St. Galler Innenverteidiger derart aktiv irritiert. Und vor allem wenn der Linienrichter doch die Fahne hochhält.» Und so weiter.

Die Liga wäre zwar nicht spannender geworden mit einem 1:1 des FC St. Gallen gegen den verlustpunktlosen Leader Basel – oder mit einem nicht einmal unverdienten St. Galler Sieg. Doch es hätte dem Gebotenen entsprochen und damit dem Aufwärtstrend, den die Ostschweizer zuletzt mit Siegen gegen Luzern, Le Mont und Thun gezeigt hatten. Einzig die Heimniederlage gegen Lugano in dieser Phase passt da so überhaupt nicht ins Bild.

Durchzogene Bilanz mit neun Punkten

Nach einem Viertel der Super-League-Saison 2016/17 fällt die Bilanz des FC St. Gallen durchzogen aus. Neun Punkte aus neun Spielen, dazu ein Torverhältnis von 9:14. Im Vorjahr hatte St. Gallen zum selben Zeitpunkt zehn Punkte auf dem Konto (Torverhältnis 6:9), in der Saison 2014/15 totalisierte er zwölf Zähler und damit einen weniger als im Jahr davor. Aber was war, zählt ohnehin nicht. Der achte Tabellenrang und drei Siege sind gewiss zu wenig, selbst wenn das kommunizierte Ziel Ligaerhalt heisst. Trainer Joe Zinnbauer sagt: «Uns fehlen realistischerweise drei bis vier Zähler – dann wären alle zufrieden. So aber sind wir das nicht.» Präsent ist ausserdem ein Gefühl des Versagens gegen vermeintliche Gegner auf Augenhöhe wie Vaduz oder eben Lugano; dazu aber auch das Gefühl, bei besonders grossem Druck Leistung zeigen zu können wie in Thun, gegen die Grasshoppers oder Luzern – oder auch gegen die Basler; dazu das langsame Herantasten des Coachs an eine Stammformation – Zinnbauer schickte erstmals dasselbe Team aufs Feld wie am Spieltag zuvor; dazu mit Karim Haggui und Toko endlich Leaderfiguren, die in den Reihen der Ostschweizer spielen. Und damit die Fragen: Was und wo ist der FC St. Gallen wirklich?

Zinnbauer sagt: «Die Entwicklung stimmt. Punkte haben wir in Vaduz oder nun gegen Basel liegenlassen. Wenn wir aber weiter so gut arbeiten, werden unsere Chancen kommen, solche Spiele zu gewinnen.» Auch hätten die vielen Neuzugänge ihre Zeit gebraucht. «Wir könnten vielleicht weiter sein, aber das hätte man so niemals fordern dürfen.» Zinnbauer weiss, dass keine Zeit bleibt, sich auszuruhen. Spätestens zur Winterpause wird man wissen wollen, was und wo der FC St. Gallen wirklich ist.

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