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«Es war kein Kniefall»: Weshalb der HC Thurgau nun doch wieder mit seinem geschassten Marketingleiter zusammenarbeiten will

Die Trennung von Marketingleiter Paul Kaiser hat im Umfeld des HC Thurgau so hohe Wellen geworfen, dass Kaiser per 1. Juni wieder für den Swiss-League-Club arbeiten wird. Dies allerdings nur noch auf Mandatsbasis.
Matthias Hafen
Wieder für den HC Thurgau im Einsatz: Paul Kaiser. (Bild: Reto Martin)

Wieder für den HC Thurgau im Einsatz: Paul Kaiser. (Bild: Reto Martin)

Es war eine Art Krisensitzung, als der HC Thurgau am Samstag seine Sponsoren einlud. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde während dreier Stunden über die sofortige Trennung von Marketingleiter Paul Kaiser diskutiert, die der HCT am 14. Mai – nach einem einstimmigen Entscheid des Verwaltungsrats – bekanntgegeben hatte.

Zuvor hatte Kaiser für den Club 20 Jahre lang Sponsoren an Land gezogen und betreut. Einige dieser Sponsoren stärkten Kaiser nun den Rücken, wollten Genaueres über die Umstände wissen.

Hansjörg Stahel, Präsident des HC Thurgau, hatte vor der Krisensitzung von nicht eingehaltenen Verhaltensregeln gesprochen, die aber nie benannt wurden. Kaiser schwieg zur Sache gänzlich. Angeblich soll Kaiser in Gesprächen mit Sponsoren teils negativ über einzelne Personen des HCT gesprochen haben.

Hansjörg Stahel, Präsident HC Thurgau. (Bild: pd)

Hansjörg Stahel, Präsident HC Thurgau. (Bild: pd)

Nicht mehr der HCT bezahlt Kaisers Lohn

Die Krisensitzung schien ihre Wirkung nicht zu verfehlen. «Alle anwesenden Sponsoren haben den verantwortlichen Personen der Thurgauer Eishockey AG ihre volle Unterstützung für die Saison 2019/20 zugesichert und dem gesamten Verwaltungsrat ihr Vertrauen ausgesprochen», steht in einem Communiqué, das der HC Thurgau am Dienstagabend verschickte. Darin heisst es weiter:

«Zudem wurde mit Paul Kaiser, dem freigestellten Marketingmitarbeiter, eine einvernehmliche Lösung getroffen.»

Die Lösung ist, dass Kaiser per 1. Juni wieder als Marketing-Mitarbeiter des HC Thurgau angestellt wird, den Lohn aber nicht mehr vom Club erhält und so auch nicht mehr so stark in dessen Geschäfte integriert sein wird.

«Für alle das Beste, dass ich zurückkomme»

Wer Kaisers Mandat übernimmt, wird nicht erwähnt. Die Vermutung liegt nahe, dass es ein Sponsor ist, der Kaiser gut gesinnt ist. Für den langjährigen Marketing-Mitarbeiter ist das ein Glück.

«Es ist für alle das Beste, dass ich zurückkomme», sagt Kaiser, der gegenüber dem HCT keinen Groll hege. «Ich bin top motiviert und werde jetzt noch mehr Gas geben als zuvor», sagt der 63-Jährige. Natürlich sei er mit der Freistellung im Stolz verletzt worden, doch er versuche nun, die Geschichte auszublenden. «Mir geht es einzig darum, das Produkt HC Thurgau weiterzubringen. Und ich bin überzeugt, dass ich dem HCT noch viel helfen kann.»

Wohl keine Veränderung im Verwaltungsrat

Die Wiederanstellung von Kaiser sieht HCT-Präsident Stahel pragmatisch. «Es war kein Kniefall – vor niemandem. Der Fall wurde sachlich ausdiskutiert.»

Rund zwei Monate vor der Generalversammlung, an der ein satter Gewinn ausgewiesen wird, ist rund um den HC Thurgau wieder Ruhe eingekehrt. So kann auch davon ausgegangen werden, dass sich der Verwaltungsrat in globo zur Wiederwahl stellen und das Gremium nicht aufgestockt wird.

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