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Interview

Nicola Spirig: «Es ist egal, ob ich die Post verteile oder Olympiasiegerin werde»

Olympiasiegerin Nicola Spirig meldet sich nur elf Wochen nach der Geburt von Sohn Alexis in der Triathlon-Weltspitze zurück und peilt in einem Jahr bei den Sommerspielen von Tokio eine Medaille an. Wie bringt sie alles unter einen Hut?
Rainer Sommerhalder, Simon Häring
Nicola Spirig mit ihrem Ehemann Reto Hug und den drei Kindern. (Bild: ZVG)

Nicola Spirig mit ihrem Ehemann Reto Hug und den drei Kindern. (Bild: ZVG)

Praktisch auf die Sekunde genau taucht Nicola Spirig beim vereinbarten Treffpunkt in St. Moritz auf. Als bedürfe es eines letzten Beweises für ihre aussergewöhnlichen Fähigkeiten beim Zeitmanagement. Die 37-jährige Zürcherin ist dreifache Mutter und zweifache olympische Medaillengewinnerin. Eine einmalige Kombination im Schweizer Sport.

Ihre Kommunikation gegen aussen ist aussergewöhnlich persönlich und selbstreflektierend. Sie geben auf diese Weise viel von sich preis. Was gewinnen Sie damit?

Nicola Spirig: Wenn ich etwas mache, dann will ich es so gut wie möglich tun. Ich bin eine ehrliche Person und ich erkläre mich gerne. Bei Themen wie meiner Fehlgeburt im Frühjahr 2018 überlege ich intensiv, ob und wann ich dies öffentlich machen will. Auch wenn es selbstverständlich ein sehr persönliches Thema war, hatte es viel mit mir als Spitzensportlerin und somit mit meiner öffentlichen Person zu tun. Ich wollte erklären, wieso die Saison 2018 so verlief und wieso ich dann zu einem Zeitpunkt wieder schwanger wurde, den viele Leute wohl als suboptimal im Hinblick auf Tokio 2020 erachteten.

Und was gewinnen Sie?

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Wenn ich offen bin, gibt das auch mir ein gutes Gefühl.

Für viele noch immer ein Tabu war das Reden über Ihre Fehlgeburt. Wie weit gehört so etwas auch zur eigenen Verarbeitung?

Das war nicht der Grund. Reden ist wichtig, aber verarbeiten kann ich ein solches Ereignis in meinem Umfeld. Dafür braucht es die Öffentlichkeit nicht. In den vielen Gesprächen habe ich gemerkt, wie häufig Frauen von einer Fehlgeburt betroffen sind. Dieser Austausch hat mir geholfen. Und es war eine Motivation, mit der öffentlichen Thematisierung vielleicht auch anderen Frauen zu helfen.

Ist es schwierig, ein solches Ereignis nicht als Niederlage zu empfinden?

Es ist als Frau schwierig, sich nicht die Schuld dafür zu geben. Ich und viele meiner Gesprächspartnerinnen haben sich überlegt, ob sie etwas falsch gemacht haben. Mir hat sehr geholfen, dass ich bei jener Schwangerschaft von Anfang an kein gutes Gefühl hatte. Ich wusste, dass irgendetwas nicht stimmt. Mein Frauenarzt hat mir bestätigt, dass viele Frauen das spüren. Letztlich ist es daher gut, dass die Natur für mich so entschieden hat. Es ist ein wahnsinnig trauriges Ereignis, aber eine Niederlage ist es nicht.

Das Zeitwunder

Nicola Spirig ist 37 Jahre alt und verheiratet mit dem ehemaligen Profi-Triathleten Reto Hug. Das Paar wohnt in Bachenbülach und hat drei Kinder: Yannis (6 Jahre), Malea (2 Jahre) und Alexis (4 Monate). Im Juniorenalter gehörte sie zu den grössten Schweizer Leichtathletik-Talenten. Bald wechselte sie zum Triathlon. Ihr grösster Erfolg war der Olympiasieg 2012 in London. Vier Jahre später in Rio gewann Spirig die Silbermedaille. Dazu ist sie sechsfache Europameisterin. Am 31. August startet sie beim Finale der WM-Serie in Lausanne.

Eine Familie verlangt punkto Planung und Training mehr Flexibilität. Für eine Sportlerin, deren Leben in der Regel extrem durchgetaktet ist, keine einfache Anpassung?

(lacht) Nein, das war definitiv eine Umstellung. Ich bin in dieser Beziehung typisch schweizerisch, ich plane sehr, sehr gerne. Nun mache ich einfach drei Pläne und hoffe, dass einer von ihnen aufgeht. Man muss sehr flexibel sein, auch mein Trainer und meine Familie.

Sie sind noch in der Stillzeit, trainieren aber bereits wieder drei Mal am Tag und haben noch zwei weitere Kinder. Wie können wir uns Ihren Alltag vorstellen?

Ich bin daran, abzustillen. Damit wird die Familie auch ein wenig unabhängiger von mir. Zuvor musste ich mich einerseits an die Familie anpassen. Zuerst hatte Alexis Hunger, danach konnte ich ins Training. Ich kannte den Trainingsinhalt, Alexis war für die Zeitplanung verantwortlich. Umgekehrt beeinflusste das auch die Familie. Mein Mann und meine zwei älteren Kinder mussten sich an den Zeitplan von Alexis und von mir anpassen. Das machte es für alle Familienmitglieder ein wenig kompliziert – vor allem für mich. Es gibt viele Puzzleteile, die funktionieren müssen, damit ich überhaupt an ein Training denken kann: Alexis muss gesund sein, einigermassen schlafen können und einen Ess-Rhythmus haben. Viele sehen nur die Athletin Nicola Spirig und nicht die Dinge, die dahinterstecken. Gleichzeitig Athletin und Mutter zu sein, ist nicht so einfach. Es gibt dir aber auch neue Perspektiven.

Nicola Spirig entspannt zwischen zwei Trainings am St. Moritzer See. (Bild: Sandra Ardizzone, 29. Juli 2019)

Nicola Spirig entspannt zwischen zwei Trainings am St. Moritzer See. (Bild: Sandra Ardizzone, 29. Juli 2019)

Hilft es auch, wenn man im Sport einen schlechten Moment erwischt?

Ja. Ich komme nach einem schlechten Training nach Hause und habe dort drei Kinder, die mich brauchen. Das ist viel, viel wichtiger. Familie zu haben, macht einige Dinge schwieriger, aber ganz viele Sachen verändern sich positiv. Ich bin heute viel flexibler und ich studiere nicht mehr an schlechten Trainings herum.

Sie wurden in Hamburg Achte, gewannen in Zürich. Man hat das Gefühl, Sie seien nie weg gewesen. Wie empfanden Sie die beiden Rennen und die Tage kurz davor?

Der Start in Hamburg war nie geplant. Ich wollte eigentlich nicht so früh wieder einsteigen, habe aber im Training gespürt, dass ich schon wieder so stark bin, um dem Schweizer Team im Hinblick auf die Olympiaqualifikation helfen zu können. Trotzdem war es ziemlich verrückt, nach der Geburt gleich mit einem Rennen der WM-Serie zu starten. Es war für mich absolut ausserhalb der Komfortzone. Vor dem Wettkampf war ich sehr nervös, weil ich noch nicht die Form hatte, wie sie meinen Ansprüchen genügt. Und die Frage, wann und wo kann ich mein Baby stillen, machten mich fast noch kribbliger.

Wie kann das funktionieren, zwölf Wochen nach einer Geburt bereits wieder sportliche Spitzenleistungen zu erbringen?

Es braucht ganz viele Voraussetzungen. Ich konnte während der Schwangerschaft gut trainieren und mir damit eine sehr gute Ausdauerbasis erhalten. Selbstverständlich kann man in dieser Zeit keine intensiven Trainings machen. Die zweite Voraussetzung ist, dass die Geburt gut verläuft. Ich konnte natürlich und ohne Schmerzmittel gebären. Das trägt auch dazu bei, dass sich der Körper danach besser erholt. Ein gesundes Kind ist wahnsinnig wichtig. Wir haben uns bei Alexis viel mehr Gedanken gemacht als bei den ersten beiden Kindern. Ein gesundes Kind zu haben, ist ein grosses Glück und nicht selbstverständlich. Sehr wertvoll für den Wiedereinstieg waren auch die Erfahrungen der ersten beiden Schwangerschaften und die gute medizinische Betreuung.

Selbstverständlich ist es noch immer nicht.

Es kommen ganz viele kleine Details dazu. Für mich ist Zeit wahnsinnig kostbar. Ich bin nicht die Mutter, die nach der Geburt jeden Abend noch eine halbe Stunde hinsitzt und ein wenig Rückbildungsturnen macht. Entweder habe ich Training, die Kinder oder Korrespondenz. Und wenn ich nichts mehr habe, bin ich todmüde. Deshalb war der Tipp meiner Hebamme, das Beckenbodentraining mit dem Stillen zu kombinieren, Gold wert. Ich war auch sehr motiviert, wieder zu trainieren. Wertvoll war auch, dass wir nun erstmals eine Nanny engagiert haben.

Sie hatten also keinen Baby-Blues?

Nein, überhaupt nicht. Ich glaube, man hat nach der Geburt sogar hormonelle Vorteile. Sie sorgen dafür, dass man neben dem Training noch die Energie hat, um zwei, drei Mal in der Nacht aufzustehen. Das ist für mich als Athletin eigentlich unvorstellbar. Drei Trainings pro Tag und gleichzeitig während Wochen nicht durchzuschlafen. Das geht normalerweise nicht. Hier haben Frauen nach der Geburt so etwas wie eine Superpower.

Es gibt in der Schweiz verschiedene Athletinnen, die nach der Geburt in den Spitzensport zurückgekehrt sind. Gibt es dazu eigentlich eine Gebrauchsanleitung?

Das ist tatsächlich eine Marktlücke. Als ich mein erstes Kind zur Welt brachte, gab es extrem wenig Studien oder Erfahrungen, an denen man sich beim Wiedereinstieg hätte orientieren können. Generell verstehen Sportärzte nicht viel von Schwangerschaften und Frauenärzte nicht viel von Spitzensport. Mir hat es extrem geholfen, dass ich beispielsweise mit OL-Läuferin Simone Niggli, die als Mutter zurück in die Weltspitze lief, Kontakt aufgenommen habe.

Also tauscht man sich untereinander aus?

Ja, und ich habe das wahnsinnig geschätzt. Es gab mir viele Anhaltspunkte für das Comeback. Die Athletinnen waren auch extrem offen. Später hat sich zum Beispiel Biathletin Selina Gasparin während ihrer Schwangerschaft bei mir gemeldet für Ratschläge. Auch für Hobbysportlerinnen ist es ein sehr spannendes Thema, was an Sport während der Schwangerschaft möglich und sinnvoll ist.

Dann wäre es an der Zeit, einen solchen Ratgeber in die Trainingslehre zu integrieren?

Auf jeden Fall. Sibylle Matter, Sportärztin in Bern, die als frühere Profi-Triathletin und als zweifache Mutter alle Seiten kennt, ist daran, für Swiss Olympic ein solches Dossier zusammenzustellen. Auch ich habe gespürt, dass es für viele Frauen ein grosses Bedürfnis ist. Hobbysportlerinnen, die mich über Facebook kontaktieren, haben gefragt, ob ich nicht ein Buch darüber schreiben wolle. Natürlich muss ich vorsichtig sein mit Tipps, denn Hobbysportlerinnen sind nicht Spitzenathletinnen.

Wie hat sich ihr Körperbild verändert? Haben Sie durch ihre Schwangerschaften ein noch besseres Gefühl für ihren Körper und dessen Bedürfnisse entwickelt?

Sicher ein weiteres Mal die Erkenntnis, dass es sehr wichtig ist, auf das eigene Körpergefühl zu hören. Man lernt den eigenen Körper auch anders kennen. Mein Respekt vor der Leistungsfähigkeit des Körpers ist noch einmal gewachsen. Er ist zu wahnsinnig viel fähig. Schon nur, dass ich gleichzeitig hart trainieren und alle drei Stunden stillen kann.

Nimmt ihr ältester Sohn Yannis Sie bereits als Spitzensportlerin wahr oder könnten Sie beruflich genauso gut jeden Tag die Post verteilen?

Es ist eigentlich egal, ob ich die Post verteile oder Olympiasiegerin werde. Mir ist wichtig, dass mich Yannis in erster Linie als bestmögliche Mutter wahrnimmt. Mir ist viel wichtiger, dass ich bei all seinen Besuchstagen und Aufführungen dabei bin, als dass er einen Wettkampf von mir schauen kommt. Aber natürlich bekommt er mit, dass wir ein spezielles Leben führen und dass dies mit meinem Beruf zu tun hat. Wenn ich an einem Event Autogrammkarten signiere, so sass er früher neben mir und hat auch einige Striche auf die Karte gemalt und sie verteilt. Heute realisiert er, was ich beruflich mache. Mir ist nicht wichtig, dass er weiss, dass ich Olympiasiegerin bin. Sondern, dass man bei jener Tätigkeit, die man gerne macht, wahnsinnig viel erreichen kann, wenn man daran glaubt und alles dafür gibt. Diese Einstellung möchte ich ihm vermitteln.

Wie sehr haben Sie den Wettkampf vermisst?

Lustigerweise nicht sehr. Ich habe im Grunde nur Spass am Wettkampf, wenn ich wirklich gut in Form bin. Während der Schwangerschaft war die Einstellung eine andere. Da trainierte ich nicht, um in Form zu kommen, sondern für die Gesundheit und um eine Basis zu behalten. Ich bin eine Frau, die nicht so gerne schwanger ist. Ich fühle mich in dieser Phase nicht leistungsfähig, sondern extrem müde. Entsprechend fehlt die Lust auf Wettkämpfe.

Sie sagen, dass Sie nächstes Jahr in Tokio, Ihren insgesamt fünften Olympischen Spielen eine Medaille gewinnen möchten.

Nochmals eine Medaille zu gewinnen, ist wahnsinnig schwierig. Einmal abgesehen davon, dass ich älter geworden bin und drei Kinder habe (lacht). Ich reise sicher nicht nach Tokio, um dort Ferien zu verbringen. Mein Ziel ist es, absolut topfit an den Start zu gehen und unter den Medaillenanwärterinnen zu sein. Das können aber gut und gerne zehn andere Athletinnen auch sein.

Welche Bedeutung hätte ein solcher Erfolg für Sie?

Mein Mann und ich sind nach allen Olympischen Spielen zusammengesessen und haben besprochen, ob eine Fortsetzung meiner Karriere für alle stimmt. Ich kann das nur machen, wenn die Familie einverstanden ist. Dazu kam die Diskussion, ob wir noch ein drittes Kind wollen und ob wir dieses vor oder nach Tokio wollen. Uns war der Zeitpunkt nach 2020 zu spät. Ein drittes Kind war für uns viel, viel wichtiger als eine dritte Medaille. Diese Priorität haben wir schon vor Jahren gesetzt. Jetzt noch einmal eine Medaille zu gewinnen, wäre unglaublich, würde mein Leben aber nicht verändern.

Sie haben in Tokio nichts zu verlieren, trotzdem werden es wohl Sie selbst sein, die sich rund um Olympia den grössten Druck aufbaut. Eine mentale Zwickmühle?

Einerseits ist die Situation wunderbar. Ich habe alles erreicht, was ich mir im Leben erträumte. Alles was jetzt noch kommt, kann ich geniessen. Ich betreibe Spitzensport, weil ich ihn gerne mache. Aus keinem anderen Grund. Andererseits bin ich eine Person, die im Wettkampf sehr hohe Erwartungen an sich selber hat. Dieser Druck wird in Tokio nicht anders sein, als bei all meinen Olympiateilnahmen.

Was sind die grössten Klippen in den kommenden 12 Monaten?

Das Zeitmanagement ist ein riesiges Thema. Wenn ich mir etwas wünschen könnte, wäre es ein Tag, der dreimal so viele Stunden hat. Mein Tag ist zu kurz für alles, was ich machen möchte. Ich gehe ständig Kompromisse ein. Diese Herausforderung wird nicht kleiner. Ich habe zum Glück ein super Umfeld und einen sehr verständnisvollen Trainer. Er passt das Training meinen familiären Bedürfnissen an.

Wenn Sie im Sport Weltklasse sein wollen, dann können Sie punkto Training aber nicht allzu viele Kompromisse eingehen.

Seit ich Familie habe, bin ich extrem effizient geworden. Wenn ich trainiere, dann gebe ich absolut 100 Prozent, weil es Zeit weg von den Kindern ist. Es gibt keine schlechten Trainings mehr, weil ich mental nicht bei der Sache bin oder weil ich das Gefühl habe, heute bin ich ein wenig müde. Wenn ich weg bin, dann ergibt sich daraus ein gutes Training. Das bin ich den Kindern schuldig. Und ich trainiere weniger als früher und weniger als andere Athletinnen. Da profitiere ich von meiner 20-jährigen Basis.

Und trotzdem geht es sportlich auf?

Mein Trainer sagt, die absolute Verpflichtung, viel zu trainieren, braucht es nicht über drei Jahre. Diese braucht es über 20 Wochen. Sie gehören dann im Frühjahr 2020 mit aller Konsequenz der Vorbereitung von Tokio. Dieses Verständnis bringt die Familie auf.

Wo plagt Sie das schlechte Gewissen mehr: Wenn Sie an einem Tag dem Training oder den Kindern nicht gerecht werden können?

Die Familie hat die höchste Priorität. Das Privileg unserer Situation ist, dass die Kinder viel Zeit mit mir verbringen können, obwohl ich ja einen 100-Prozent-Job habe. Ich kehre nach jedem Training nach Hause zurück. Meine Erholungszeit verbringe ich dann halt mit Lego-Klötzen. Und mein Mann ist daheim und trägt die Hauptverantwortung für die Kinder. Deshalb gibt es keinen Grund für ein schlechtes Gewissen. Selbstverständlich gibt es Situationen, wo ich ins Training muss und die Kinder möchten unbedingt, dass ich da bleibe. Aber das kennen alle erwerbstätigen Mütter.

Sie haben manchmal Schwierigkeiten, alles unter einen Hut zu bekommen. Spüren sie auch eine Angst, nicht zu genügen?

Damit dies nicht passiert, gibt es für mich jeden Tag eine Liste von Prioritäten. Dann streiche ich bei Zeitmangel von hinten her weg. Vielleicht genüge ich dann halt nicht beim Beantworten von Mails.

Wie reagieren Sie, wenn Sie punkto Schlaf und Erholung an Ihre Grenzen gelangen?

Erholung ist für mich als Spitzensportlerin und dreifache Mutter ein Balanceakt. Ich komme diesbezüglich immer wieder ans Limit. Das Wichtigste ist, dass ich mich dann gegenüber den Kindern immer noch genau gleich verhalte, wie wenn ich ausgeruht bin. Wenn ich das nicht mehr könnte, müsste ich etwas ändern. Ich spüre auch sehr gut, wenn ich punkto Erholung ein Defizit habe. Dann sind ganz einfach die Trainings qualitativ nicht mehr gut. Der Körper erteilt mir sehr rasch eine Retourkutsche. Und selbst wenn ich behaupten würde, es gehe schon, dann steht da mein Trainer und sieht, dass es nicht geht. In solchen Momenten beginnt er damit, Trainings aus dem Programm zu streichen.

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