«Es gehört zu meinen Stärken, dass ich meine Mannschaft pushen kann»: Der Thurgauer Dauerbrenner Amir Abrashi nimmt seine sechste Saison in der Bundesliga in Angriff

Mitte 2015 wechselte Amir Abrashi von den Grasshoppers zum SC Freiburg. Seither ist der Bischofszeller ein sicherer Wert im Team des Bundesligisten. Deshalb wurde der Vertrag mit ihm erneut verlängert.

Daniel Good
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Amir Abrashi (in Rot) im Testspiel der Freiburger gegen Karlsruhe.

Amir Abrashi (in Rot) im Testspiel der Freiburger gegen Karlsruhe.

Bild: Philipp von Ditfurth/dpa (Freiburg, 15. August 2020)

Über 100 Spiele hat Amir Abrashi mit Freiburg schon bestritten. Es wären einige mehr, wenn er wegen eines Kreuzbandrisses im Frühling 2018 nicht elf Monate hätte pausieren müssen. Abrashi spielt meistens im defensiven Mittelfeld und immer mit sehr viel Engagement.

Wenn er spielt, ist er bereit

In Freiburg wissen sie, was sie am 30-jährigen Abrashi haben. Mitte Juni wurde der Vertrag mit Abrashi ein weiteres Mal verlängert. Obwohl er schon öfter zum Einsatz kam als in der vergangenen Saison. Aber wenn Abrashi spielte, war er bereit. Überdies sind seine menschlichen Qualitäten in der Kabine für den SC Freiburg sehr wichtig. Abrashi sagte zu seiner Vertragsverlängerung gegenüber dem «Kicker»:

«Es gehört zu meinen Stärken, dass ich meiner Mannschaft Kraft geben und sie pushen kann. Das werde ich auch weiterhin mit viel Motivation für das Team und den Verein tun.»

Wie lange der Vertrag mit Abrashi verlängert wurde, ist nicht bekannt. Die Freiburger kommunizieren die Laufzeit der neuen Vereinbarungen nie.

Torschütze gegen den FC St.Gallen

Begonnen hat die Karriere Abrashis im FC Bischofszell. Via Weinfelden-Bürglen und Winterthur ging es zu den Grasshoppers, bei denen er so gut spielte, dass er einen Vertrag in einer der besten Ligen der Welt erhielt.

Dass sie in Freiburg weiter auf Abrashi setzen, zeigte sich auch am 30. August im Testspiel zwischen St.Gallen und Freiburg. Die Partie im Kybunpark dauerte zweimal 60 Minuten. Abrashi kam ab der 76. Minute zum Einsatz und erzielte in der 107. Minute das 2:1. Freiburg gewann schliesslich 3:1. Sonst zählt das Toreschiessen nicht zu den Stärken Abrashis.

Amir Abrashi (Mitte) mit Albanien in der Nations League gegen Weissrussland. Albanien gewann 2:0. Der Thurgauer bestritt schon 37 Länderspiele.

Amir Abrashi (Mitte) mit Albanien in der Nations League gegen Weissrussland. Albanien gewann 2:0. Der Thurgauer bestritt schon 37 Länderspiele.

Bild: AP (Minsk, 4. September 2020

Auch international machte Amir Abrashi eine ansehnliche Karriere. 37-mal lief er - nach 18 Einsätzen für die Schweizer U21-Auswahl - für die albanische Nationalmannschaft auf. An der EM 2016 spielte er dreimal 90 Minuten - unter anderem gegen die Schweiz und Frankreich. Albanien schied in der Vorrunde aus. Zuletzt gewann Albanien in der Nations League mit Abrashi im Mittelfeld in Minsk 2:0.

In Stuttgart wohl in der Startformation

Zum Bundesliga-Auftakt tritt Freiburg am Samstag, 19. September, auswärts gegen Aufsteiger Stuttgart an. Der zweikampfstarke Abrashi hat gute Chancen, von Beginn an im defensiven Mittelfeld zum Einsatz zu kommen. Der Thurgauer bleibt der Dauerbrenner im Team der Freiburger.

Wohl nicht in der Startformation des SC Freiburg steht am Samstag in Stuttgart der Stürmer Ermedin Demirović, der im Sommer vom FC St.Gallen in den Breisgau wechselte.

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