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«Es gab beim FC St. Gallen Niedergangsrisiken»

Nachgefragt

Der Verwaltungsrat und Finanzchef des FC St. Gallen, Christoph Hammer, hat mit Wirtschaftsprüfern die Geldströme innerhalb des FC St. Gallen untersucht.

Die vergangene Saison schloss der FC St. Gallen mit 2,6 Millionen Franken Verlust ab, und auch in der ersten Saisonhälfte 2017/18 gab es einen Verlust von 358000 Millionen Franken. Was lief schief?

Das Defizit wäre in dieser Saison schon weit höher, wenn wir nicht die 1,6 Mil­lionen Franken Einnahmen aus dem Albian-Ajeti-Transfer hätten. Wir haben alle Positionen durchgerechnet und ­kamen zum Schluss: Der Club hätte auch in diesem Jahr mit einem Defizit von 2,5 Millionen Franken gewirtschaftet.

Machte die frühere Führung Fehler?

Es gab Ausgaben, bei denen man sagen musste: Die sind nicht zum Wohle des Clubs. Bei gewissen Vertragsunterzeichnungen kann man sich fragen, ob sie sinnvoll waren. Strafrechtlich gesehen sind aber keine Fehler gemacht worden.

Es soll finanzielle Ausschweifungen gegeben haben. Und man sprach von Positionen, bei denen nicht klar ist, wohin das Geld floss …

… und was die Gegenleistung war. Das ist richtig. Wir haben diese Zahlungen ­geprüft und unsere Schlüsse gezogen. Die Sachen sind behoben. Genaueres kann ich dazu nicht sagen.

Konkret hiess es, dass im Nachwuchs hohe Gelder flossen.

Das Nachwuchsprojekt ist etwa zur Hälfte verantwortlich für den Verlust. Und ja, da ging es auch um hohe Löhne. Das wollen wir langfristig korrigieren.

An der Pressekonferenz hiess es, dass zwei Verträge von Nachwuchsspielern zu hoch dotiert waren.

Das war unsere Ansicht, ja. Die Frage musste man sich stellen: War das wirklich im Interesse des Clubs? Wir haben im Nachwuchs Lohnmuster, die wir konsequent anwenden wollen.

Ist es überhaupt denkbar, dass man irgendwann schwarze Zahlen schreibt mit dem Fussballclub?

Wenn wir die richtigen Hebel betätigen, bin ich überzeugt, dass das gelingen kann. Per Ende 2018 wollen wir die ­Balance wieder haben.

Wie waren die Reaktionen der ehemaligen Verwaltungsräte und anderen Verantwortlichen auf Ihre Untersuchungen?

Wir haben mit den Leuten geredet, die Sachlage erläutert. Und ich glaube: Die einen haben es eingesehen, die anderen schlichtweg nicht. (rst)

Hinweis

Lesen Sie das ausführliche Interview unter www.tagblatt.ch/5230296.

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