Erster Sieg für Ciriaco Sforza –
der FC Wil setzt sich in Kriens durch

Der FC Wil gewinnt in Kriens mit 2:1. Die Ostschweizer zeigen zwei Gesichter. Bis in die Schlussphase kontrollieren sie die Partie, müssen dann aber doch noch um die drei Punkte zittern.

Gianluca Lombardi, Kriens
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Der Krienser Edmond Selmani (vorne) im Kopfballduell mit Wils Magnus Breitenmoser im Stadion Kleinfeld in Kriens. (Bild: Philipp Schmidli)

Der Krienser Edmond Selmani (vorne) im Kopfballduell mit Wils Magnus Breitenmoser im Stadion Kleinfeld in Kriens. (Bild: Philipp Schmidli)

Beim Auswärtsspiel in der Zentralschweiz stellte Ciriaco Sforza erneut um. Er setzte auf ein klassisches 4-4-2 mit zwei Stürmern. Eine Änderung, die den Wilern zu gefallen schien, vor allem die Stürmer konnten überzeugen und stellten die Krienser Abwehr immer wieder vor Probleme. ­Wenig überraschend gehörte die erste Chance den Gästen. Nach einem Eckball stieg Nikki Havenaar am höchsten, sah seinen Kopfball aber vor der Linie geklärt werden.

Während von Kriens nur wenig zu sehen war, übernahmen die Ostschweizer immer mehr die Spielkontrolle und erarbeiteten sich dabei einige gute Torchancen. Nach einem Kopfball von Sergio Cortelezzi musste der Luzerner Torhüter Simon Enzler eine Glanzparade auspacken, um die Gästeführung zu verhindern. Beim anschliessenden Corner war aber auch der Goalie machtlos. Etienne Scholz brachte die Gäste aus Wil in Führung. Die Krienser fanden nach dem Gegentor kaum mehr in die Partie. Sie kamen nur zu einer guten Tormöglichkeit, dies ebenfalls nach einem stehenden Ball. Die Wiler hingegen waren die ­spielbestimmende Mannschaft, ­verpassten es aber, auf 2:0 zu ­erhöhen.

Spannende Schlussphase

Nach der Pause bekamen die rund 1200 Zuschauer im Kleinfeld ein kaum verändertes Bild präsentiert. Kriens bekundete im Spielaufbau weiter Mühe und gestand den Wilern viele Räume zu. In der 53. Minute nutzte Dominik Schmid diese Freiheiten aus und setzte einen strammen Distanzschuss an den Pfosten. Sergio Cortelezzi reagierte am schnellsten und staubte den Abpraller zum 2:0 für die Gäste ab.

Nur weil erneut Cortelezzi wenige Minuten später einen Abschluss an die Latte setzte, war die Partie noch nicht frühzeitig entschieden. Zu dominant waren die Wiler in dieser Phase, zu wenig gefährlich die Krienser auf der anderen Seite. Aber weil der FC Wil in der Schlussviertelstunde einen Ball nicht klären konnte, fiel überraschend der Anschlusstreffer für die Gastgeber. Es war ein Tor mit einem grossen Effekt, die Wiler taumelten nun dem Schlusspfiff entgegen, während der SC Kriens eine zweite Luft bekam.

Die Zentralschweizer warfen nochmals alles in die Waagschale. Zum Ausgleich reichte dies aber nicht mehr, dafür hatten die Luzerner zu spät in diese Partie gefunden.

Erster Wiler Sieg seit acht Spielen

Die Wiler schafften es damit gleich zwei Serien zu brechen. Zum ersten Mal seit acht Spielen holten sie wieder die volle Punktzahl und erzielten zum ersten Mal seit einem halben Jahr mehr als ein Tor in einer Partie. Auch für Ciriaco Sforza war es eine Premiere, er feierte seinen ersten Sieg als Wiler Trainer, sah dies aber bescheiden als alleinige Leistung seiner Mannschaft.