Erste Punkte dank guter Moral

Hockey Thurgau zwingt am zweiten Spieltag der NLB-Qualifikation 2014/15 den Aufstiegsfavoriten Langnau in die Knie. Viermal machen die Thurgauer dabei einen Rückstand wett und entscheiden die Partie mit 5:4 nach Penaltyschiessen für sich.

Markus Rutishauser
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Thurgaus Adrian Wichser (rechts) gegen Yannick-Lennart Albrecht. (Bild: Mario Gaccioli)

Thurgaus Adrian Wichser (rechts) gegen Yannick-Lennart Albrecht. (Bild: Mario Gaccioli)

EISHOCKEY. «Die Mannschaft hat viel Charakter bewiesen», analysiert Headcoach Christian Weber die NLB-Partie gegen Langnau, seinen ehemaligen Club. Den Thurgauern gelang mit dem 5:4-Sieg nach Penaltyschiessen, in dem sie gleich die ersten drei Penalties verwerteten, die Rehabilitation für die ungenügende Leistung am Vorabend bei der 3:4-Niederlage gegen die GCK Lions. In Küsnacht verloren sie nach gutem Beginn jedoch den Faden komplett und kassierten im Mitteldrittel gleich drei Gegentore, auf welche sie aber reagieren konnten.

Schwendener als Rückhalt

Dass den Ostschweizern ausgerechnet gegen den Ligakrösus Langnau, der in dieser Saison den Wiederaufstieg anstrebt, der erste Saisonsieg gelang, damit hatte nach dem missglückten Auftritt gegen die GCK Lions niemand ernsthaft gerechnet. Aber Weber tat mit dem Wechsel auf der Goalieposition von Dominic Nyffeler zu Janick Schwendener einen Glücksgriff, denn der 22-Jährige zeigte eine starke und stilsichere Leistung. Er war bei allen Gegentreffern chancenlos. Christopher DiDomenico in der fünften, Adrian Gerber in der zwölften und Claudio Moggi in der 30. und der 46. Minute konnten jeweils völlig freistehend einschiessen.

Viel weiter als vor Jahresfrist

Doch die Thurgauer knickten nicht ein, im Gegenteil. Sie hatten immer wieder eine Antwort bereit. Fadri Lemm, Dylan Weber, Elia-Marius Mettler und Andreas Küng egalisierten jeweils kurz nach den Toren der Langnauer deren Führungstreffer. «Wir sind viel weiter als in der letzten Saison zum gleichen Zeitpunkt», attestiert der langjährige NLA-Trainer Christian Weber, der sich für drei Jahre an Hockey Thurgau gebunden hat, seinen Spielern. Insbesondere in der Defensive sei man stabiler geworden und auch im Boxplay sah Weber grosse Fortschritte.

Morgen gibt mit dem SC Langenthal gleich der nächste Anwärter auf eine Spitzenposition seine Visitenkarte in der Weinfelder Güttingersreuti ab. «Ein ganz starker Gegner. Aber wir sind auch gut drauf», erhofft sich Weber einen weiteren starken Auftritt seines Teams.

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