Erste Niederlage für Kreuzlingen

Nach einem 23:9-Kantersieg in Basel mussten die Kreuzlinger am Tag darauf im NLA-Spitzenkampf die erste Saisonniederlage hinnehmen. Sie verloren daheim gegen Horgen mit 9:11.

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WASSERBALL. Basel hat als dritter der NLA-Rangliste Kreuzlingen im Gartenbad St. Jakob empfangen. Gehörten die Gastgeber bislang zu den positiven Überraschungen der Meisterschaft, haben sie gegen die Grenzstädter weder Widerstandskraft noch Spiellust versprüht. Die Gäste hatten leichtes Spiel, gingen früh entscheidend in Führung und kontrollierten anschliessend nach Belieben die Partie. Ohne jemals die Kraftreserven anzapfen zu müssen, spielte der SCK den SVB vor allem in der zweiten Hälfte an die Wand. So erzielte Kreuzlingen zwischen der 22. und der 31. Spielminute neun Tore, ohne auch nur ein einziges einstecken zu müssen.

Von einem «Schuss vor den Bug» war die Rede, von einer «heilsamen Niederlage» und sie käme gerade zur richtigen Zeit, so oder ähnlich tönte es bei Spielern und Fans im Anschluss an die erste Saisonniederlage gegen Horgen. Das gegenseitige Mut zusprechen war auch nötig, denn die Leistung des Tabellenführers war über weite Strecken der Partie geradezu indiskutabel. Der SCK war auf die aggressive Gangart der Zürcher scheinbar nicht vorbereitet und fand in der ersten Halbzeit auch keine Gegenmittel. Auf der Tribüne rieb man sich jedenfalls beim Zwischenstand von 3:9 ungläubig die Augen. So desolat hatte man die Gastgeber in dieser Meisterschaft jedenfalls noch nie gesehen.

Zwar verkleinerten die Thurgauer die Tordifferenz in der restlichen Spielzeit sukzessive, nie erhielt man aber den Eindruck, der Bann könne doch noch gebrochen werden. Die Hafenstädter werden in der Nachbearbeitung dieses missglückten Auftritts die Lehren ziehen und auch ein spezielles Augenmerk auf die mentale Matchvorbereitung legen müssen.

Die erste Saisonniederlage, die Kreuzlingen gegen den Tabellenzweiten aus Horgen ausgerechnet zu Hause einstecken musste, wird höchstwahrscheinlich keine Auswirkung auf den Ausgang der Qualifikationsphase haben. Trotzdem schmerzt der Klecks im Reinheft. Da vermag auch der 23:9-Kantersieg am Tag zuvor gegen Basel nicht darüber hinwegzutrösten. (Ke)