Erste Heimniederlage

HANDBALL. sechsten Spieltag der 1.-Liga-Meisterschaft musste der HSC Kreuzlingen die erste Heimniederlage einstecken. Im Spitzenkampf unterlag er den Seen Tigers mit 29:34.

Markus Rutishauser
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Bis kurz vor der Pause spielte der HSC Kreuzlingen (rot) auf Augenhöhe mit den Seen Tigers, später zogen die Winterthurer davon. (Bild: Mario Gaccioli)

Bis kurz vor der Pause spielte der HSC Kreuzlingen (rot) auf Augenhöhe mit den Seen Tigers, später zogen die Winterthurer davon. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Stärke der Seen Tigers hatte der HSC Kreuzlingen bereits gekannt. Unter der Woche entthronten die Winterthurer beim 28:25 gegen die Kadetten Youngsters Schaffhausen schon einmal den Leader. Nun gelang ihnen dies in der Kreuzlinger Egelseehalle ein zweites Mal innerhalb von nur 72 Stunden. Den Thurgauern unterliefen zu viele Fehler, als dass sie den Lauf der SG Seen Tigers hätten stoppen können. Diese spielten im Windschatten des ehemaligen NLA-Torschützenkönigs Raphael Liniger (acht Treffer) ebenfalls gross auf und präsentierten sich als sehr ausgeglichenes Team.

Ein psychologischer Vorteil

Bis kurz vor der Pause kämpfte der HSC Kreuzlingen noch auf Augenhöhe und lag mehrmals auch vorne, ohne sich aber je absetzen zu können. In den letzten zweieinhalb Minuten schufen sich die Winterthurer einen psychologisch wichtigen Vorteil. Nicht nur gingen sie mit 18:16 in Führung, sondern nützten nach dem Wechsel eine Strafe gegen den HSCK gleich nach Wiederbeginn zu einem erstmaligen Dreitore-Vorteil. Dieser Rückschlag hinterliess bei den Gastgebern deutliche Spuren. In der 47. Minute kassierten sie in doppelter Unterzahl bereits das wegweisende 23:29. Die Zürcher hatten nun das Spiel im Griff. Auch wenn man den Kreuzlingern den Willen zur Wende nicht absprechen durfte, fehlten die Leader, welche das Zepter in die Hand nahmen. So schlitterte der HSCK in seine zweite Saisonniederlage, die ihn die Tabellenführung kostete. Man liegt nun mit 8:4 Punkten einen Zähler hinter der SG Seen Tigers zurück und auf Augenhöhe mit den Kadetten Youngsters und Appenzell.

Thurgauer Derby steht an

Bereits am Samstag um 18 Uhr bietet sich für den HSC Kreuzlingen im Bodensee-Derby gegen den HC Romanshorn die Chance, sich mit einem Heimsieg zu rehabilitieren.