Nächster Anlauf in Aarau – der FC Wil vor dem Start in die neue Saison

Für den FC Wil beginnt am Samstag um 18.30 Uhr in Aarau die Challenge-League-Saison. Die Ostschweizer scheinen erneut viele talentierte Spieler verpflichtet zu haben.

Gianluca Lombardi
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Wils Neuzugang Samuel Ballet (rechts) im Cupspiel vor einer Woche im Brügglifeld gegen Aaraus Flavio Caserta.

Wils Neuzugang Samuel Ballet (rechts) im Cupspiel vor einer Woche im Brügglifeld gegen Aaraus Flavio Caserta.

Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Aarau, 12. September 2020)

Im Kader des FC Wil ist in diesem Sommer kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Das tönt zwar nach Chaos, ist aber vielmehr der Lohn für eine gute Arbeit. Viele Wiler Akteure haben den Verein in Richtung Super League verlassen. Was die neue Mannschaft kann, hat sie vor einer Woche angedeutet.

Erreicht das Team das Niveau der Vorsaison?

Das Cupspiel gegen Aarau war keine leichte Aufgabe für den neuen Wil-Trainer Alex Frei. Nur gerade fünf Tage standen ihm zur Verfügung, um seine Mannschaft vorzubereiten. Trotz der Niederlage im Penaltyschiessen ist ihm das gut gelungen. Dahinter steckt aber mehr als nur gute Arbeit des Trainergespanns.

Alex Frei coachte Wil vor einer Woche erstmals. Im Cup setzte es in Aarau eine Niederlage im Penaltyschiessen ab.

Alex Frei coachte Wil vor einer Woche erstmals. Im Cup setzte es in Aarau eine Niederlage im Penaltyschiessen ab.

Marc Schumacher/Freshfocus

Dem Verein scheint es erneut gelungen zu sein, vielversprechende Talente zu holen. Die ersten Eindrücke sind, dass die neue Mannschaft in den nächsten Wochen das Niveau der Vorsaison erreichen wird. Doch das sind bis jetzt alles nur Spekulationen, die auf Beobachtungen beruhen.

Anspruchsvolles Auftaktprogramm

Am Ende liegt die Wahrheit auf dem Platz. Wenn der FC Wil erfolgreich starten will, muss er bereits ab diesem Wochenende einen Gang höher schalten. Denn das Auftaktprogramm hat es in sich: Aarau auswärts, Thun zu Hause, die Grasshoppers auswärts – drei Aufgaben, die viele Möglichkeiten offenlassen.

Weil der FC Wil seinen Weg als Ausbildungsverein konsequent weitergehen möchte, wird man wohl vor jeder Saison grosse Personalrochaden verzeichnen müssen. Das ist mitunter ein Grund, warum die Ostschweizer wohl nicht zu den Aufstiegsanwärtern gehören. Mit dem Abstieg werden sie aber auch nichts zu tun haben.

Die Wiler Jugend könnte aber auch diese Saison wieder den einen oder anderen Grossen ärgern. So waren es die Grasshoppers, die vergangene Saison in Wil ihren Aufstieg verspielten. Dass das Kapitel Schweizer Cup für die St.Galler bereits beendet ist, ist angesichts dieser Tatsache schade.

Die Grasshoppers sind Favorit auf den Aufstieg

Sollte Wil diese Saison wieder zwischen Platz drei und sechs abschliessen, darf man von einer gelungenen Meisterschaft sprechen. Favorit auf den Aufstieg sind die Grasshoppers. Dahinter werden gleich mehrere Vereine um die Teilnahme an der Barrage kämpfen. Thun, Aarau, Schaffhausen, Winterthur und Xamax gehören mitunter zu diesen Kandidaten. Und wer weiss, vielleicht mischt auch wieder ein Kleiner wie Kriens oder Wil mit.