Erneut gegen Leader gepunktet

Zum zweiten Mal in Folge holt sich Hockey Thurgau beim 2:3 nach Penaltyschiessen gegen Leader SCL Tigers einen verdienten Punkt. Weil auch die GCK Lions nach Verlängerung verlieren, bleibt es beim Rückstand von fünf Punkten auf den letzten Playoffplatz.

Markus Rutishauser
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Die Thurgauer boten dem Gast aus Langenthal einen harten Fight. (Bild: Sports-Media.ch/Andrina Gerster)

Die Thurgauer boten dem Gast aus Langenthal einen harten Fight. (Bild: Sports-Media.ch/Andrina Gerster)

Im Vergleich zum 1:7 vom Sonntag in Visp zeigte sich das Tabellenschlusslicht deutlich verbessert. Nach einem verhaltenen Start spielten die Thurgauer auf Augenhöhe mit dem souveränen Leader aus dem Emmental. Sowohl in der Verlängerung als auch im Penaltyschiessen stand der HCT dem zweiten Punkt näher.

Mit 0:1 gut bedient
Die Thurgauer kamen schon nach 19 Sekunden und einem Offensivfoul von Claudio Moggi in den Genuss einer Überzahlchance. Aber irgendwie schienen sie noch nicht parat zu sein, denn Gästekeeper Lorenzo Croce musste keinen einzigen Schuss abwehren. Nach überstandener Strafe überraschte Verteidiger Julien Bonnet den Thurgauer Schlussmann mit einem Distanzschuss. Das 0:1 muss Dominic Nyffeler auf seine Kappe nehmen. Zumindest machte er seinen Fehler in der Folge mehrfach wett, hatte es der defensiv wenig stabile HCT doch primär seinen Paraden zu verdanken, dass die Emmentaler aus ihrer Überlegenheit nicht mehr herausholten. Bei den Ostschweizern blieb in der Offensive vieles Stückwerk.

Der Start ins zweite Drittel gelang den Thurgauern viel besser. Schon nach 67 Sekunden zappelte die Scheibe im Netz, weil Aurelio Lemm mit einem Handgelenkschuss genau in den Winkel getroffen hatte. Das 1:1 beflügelte die Gastgeber und sie standen in der Folge dem Führungstreffer näher. So traf Reto Schmutz nur den Pfosten (28.). Als der Leader gleich zwei Strafen innert gut einer halben Minute hinnehmen musste, nützten die Gastgeber diese doppelte Überzahl zum 2:1. Adrian Wichser verwertete in einen Querpass von Rückkehrer Danny Irmen aus spitzem Winkel. Die Freude bei den HCT-Fans dauerte allerdings nur zweieinhalb Minute, dann nutzte der Berner Topskorer Christopher DiDomenico einen Fehler der Thurgauer Abwehr zum 2:2 (37.).

Spurgeon mit Matchpuck
Trotz dieses Rückschlages blieb das Team von Christian Weber am Drücker. Irmen und Rohner brachten die Scheibe innerhalb einer Minute aber nicht am starken Croce vorbei. Eine dritte Unterzahl überstand der HCT in der Folge problemlos. In der Schlussphase verflachte das Spielniveau zusehends. Während dem Leader spielerisch kaum mehr etwas gelang, hielt Thurgau primär mit Leidenschaft und Kampf dagegen. So kam es wie schon beim letzten Duell in der Güttingersreuti zur fünfminütigen Verlängerung. Dort hatte Spurgeon den Matchpuck 27 Sekunden vor Schluss auf dem Stock, doch scheiterte er solo am einmal mehr ausgezeichneten Croce.