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Erleichterung für Ewan – Alaphilippe weiterhin in Gelb

Tourneuling Caleb Ewan gewinnt die 11. Etappe, Julian Alaphilippe verteidigt Gelb.
Tom Mustroph, Toulouse
eCaleb Ewan (Mitte) sprintet als Sieger ins Ziel. (Bild. Yoan Valat/EPA, 17. Juli 2019)

eCaleb Ewan (Mitte) sprintet als Sieger ins Ziel. (Bild. Yoan Valat/EPA, 17. Juli 2019)

Der Boulevard Lascrosse in Toulouse brachte Caleb Ewan die Erleichterung. Um Reifenstärke nur bezwang der Australier den Niederländer Dylan Groenewegen und holte sich so seinen ersten Touretappensieg.

«Das ist das Rennen, von dem ich immer träumte, es zu gewinnen, seit ich ein Junge war. Und jetzt hat sich dieser Traum realisiert. Ich kann es noch gar nicht fassen», meinte der 25-Jährige, der übrigens letzten Donnerstag seinen Geburtstag bei der Tour gefeiert hatte.

Noch stärker bewegt als der Sieger selbst schien sein Anfahrer. «Ich habe ja nicht oft Tränen in den Augen», sagte der hünenhafte Roger Kluge – und drückte sich schnell das Wasser aus den Augen. Kluge, acht Jahre älter und viele Rennkilometer erfahrener als sein junger Sprint-Captain, hatte an diesem Tag viel zu arbeiten. «Bei Kilometer 15 war Caleb durch den Sturz aufgehalten worden. Wir mussten dann die Lücke schliessen. Es war harte Arbeit. Bei Kilometer 3 waren wir dann dran, bei Kilometer 2 war er am Zug von Jumbo-Visma, und dann hat er alles allein und auch ganz richtig gemacht», so Kluge.

Von einem ähnlichen Szenario hatte man auch bei Sunweb geträumt. Den Deutschen fehlt weiter ein Etappensieg – das Minimalziel jedes World-Tour-Rennstalls bei der Tour.

Dass es nicht klappt, liegt auch an der misslungen Vorbereitung vom etatmässigen Captain Tom Dumoulin. Der Niederländer sollte nicht nur die Kastanien aus dem Feuer holen. Alle anderen hatten sich auch als Anheizer, also als Helfer, vorbereitet. Selbst Sprinter Michael Matthews, 2017 noch Gewinner des grünen Trikots bei der Tour, hatte sich für Helferdienste am Berg präpariert. «Ich habe mich darauf vorbereitet, Tom Dumoulin zu helfen und deshalb beim Training viel Aufmerksamkeit aufs Klettern gelegt. Wie gut meine Bergbeine sind, hat man bei einigen Etappen ja auch gesehen», meinte der Australier. Seine Sprintfähigkeiten hat das etwas eingeschränkt. Matthews wirkt weniger spritzig als erwartet.

Am Mittwoch, auf der 11. Etappe von Albi nach Toulouse, war er dann von seinen Sprintpflichten befreit. Statt für ihn fuhr Sunweb für den Tourneuling Cees Bol. «Wir haben früh entschieden, dass wir auf verschiedene Karten bei dieser Tour setzen werden. Heute haben wir für Cees gearbeitet. Für einen Tourneuling ist es grossartig, was er da geleistet hat», meinte Teamkollege Nikias Arndt. Bol wurde immerhin Achter. Und Arndt bemühte sich auch, das Glas bei dieser Tour für das Team eher halbvoll als halbleer zu sehen. «Als Team arbeiten wir gut zusammen. Das Zeitfahren war sehr gut, und bei den Sprintfinals sind wir immer mit vorn dabei», meinte er.

Dennoch bleibt es Fakt, dass das einstige Erfolgsteam bei dieser Tour eher blass wirkt. Der Rennstall schickte eine Equipe aus Helfern an den Start, denen aber ein Vollender fehlt.

Spekulationen darüber, dass Dumoulin generell auf dem Absprung ist, heben die Stimmungslage auch nicht unbedingt. Steigt Dumoulin tatsächlich vorzeitig aus dem Vertrag aus und wechselt zu Jumbo Visma, dann wäre er schon der vierte Star, der die Flucht ergreift.

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