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ERDULDET: Für Savchenko sind aller guten Dinge fünf

Bei ihrer fünften Teilnahme an Winterspielen holt die deutsche Paarläuferin Aljona Savchenko mit Bruno Massot erstmals Gold. Es ist die Krönung einer alles anderen als einfachen Karriere.

Es gibt Geschichten, die selbst ein Schriftsteller nicht besser erfinden kann. Eine solche ist die von Aljona Savchenko. Die 34-jährige gebürtige Ukrainerin gewann mit ihrem ehemaligen Partner Robin Szolkowy fünfmal den WM- und viermal den EM-Titel, der Olympiasieg blieb dem Duo aber verwehrt. 2010 und 2014 mussten sie sich nach Fehlern von Szolkowy jeweils mit Bronze begnügen. Nach dem WM-Triumph 2014 trennten sie sich im Streit. Kurz vor dem Ende der Titelkämpfe war bekannt geworden, dass Savchenko künftig mit dem Franzosen Bruno Massot zusammenläuft. Das Bauchgefühl sagte ihr, dass dieser der Richtige ist. Wegen des Nationenwechsels von Massot durften die beiden erst in der Saison 2015/16 Wettkämpfe bestreiten. Bezüglich der Teilnahme an Olympia wurde es aber knapp, da Massot dafür im Besitz des deutschen Passes sein musste. Diesen erhielt er erst Ende des vergangenen Novembers, weil er zuvor mehrmals die deutsche Sprachprüfung nicht bestanden hatte.

«Ein Leben, das ich mir gewünscht habe»

Savchenko wechselte nicht nur den Partner, sondern auch den Trainer, verliess den streitbaren Ingo Steuer und ging zu Alexander König. Neu trainiert sie in Oberstdorf statt in Chemnitz. Das zahlte sich auch privat aus, lernte sie dort doch den Briten Liam Cross kennen, den sie 2016 heiratete. Der Neuanfang machte aus ihr quasi einen neuen Menschen, sie ist nun entspannter. «Das ist das Leben, das ich mir schon lange gewünscht habe, aber nie hatte», sagte Savchenko einst. Zwar habe sie mit Szolkowy viele Erfolge gefeiert, sie hätten diese aber nicht geniessen können. Der Olympiasieg kann als Gerechtigkeit nach den schwierigen Zeiten bezeichnet werden, betrug doch der Vorsprung auf die Chinesen Sui Wenjing/Han Cong winzige 0,43 Punkten. Nach dem Kurzprogramm hatten die Deutschen lediglich den vierten Rang belegt.

Doch in der Kür, bei deren Choreografie die britische Eistanz-Legende Christopher Dean mithalf, zeigten die beiden einen makellosen Auftritt, der mit der Rekordpunktzahl von 159,31 belohnt wurde. Als der Sieg feststand, brach das Duo in Tränen aus. Vor der kleinen Zeremonie in der Eishalle hob Massot seine Partnerin aufs Podest. (sda)

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