Olympia-Aus?
Enttäuschter Pius Schwizer verzichtet auf den CSIO St.Gallen

Der Solothurner reitet statt im Gründenmoos in Holland. «Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb ich nicht für die Equipe vorgesehen bin, was gleichzeitig wohl das Olympia-Aus für Tokio bedeutet», sagt Pius Schwizer.

Peter Wyrsch
Drucken
Teilen
Pius Schwizer auf Courtney Cox am CSIO 2019.

Pius Schwizer auf Courtney Cox am CSIO 2019.

Gian Ehrenzeller/Keystone

Seit Jahren ist Pius Schwizer aktiver und erfolgreicher Reiter am CSIO St.Gallen. Nicht aber vom 3. bis 6. Juni in diesem Jahr. Der 58-jährige Solothurner verzichtet auf eine Teilnahme.

«Statt in St. Gallen reite ich am CSI Valkenswaard in Holland in der Global Champions Tour», bestätigt der zweifache Olympiateilnehmer, dreifache Schweizer Meister und siebenfache Schweizer Cup-Sieger. «Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb ich nicht für die Equipe vorgesehen bin, was gleichzeitig wohl das Olympia-Aus für Tokio bedeutet.»

Sorg benennt Equipe am 25. Mai

Der erfahrene Reiter aus Oensingen weist darauf hin, dass er immerhin seit Jahren der drittbeste Schweizer in der Weltrangliste und wohl mit Balou Rubin und seinen zwei zehnjährigen Zukunftshoffnungen Casallino und Delilah ebenso gut beritten sei wie andere Kandidaten, klammert dabei aber die für die Mannschaft gesetzten Steve Guerdat, Martin Fuchs und Schweizer Meister Bryan Balsiger aus.

Der ehemalige Weltranglistenerste und Team-Europameister von 2009 hat in diesem Monat den GP von Nancy trotz eines Sturzes und einer Hirnerschütterung drei Tage zuvor gewonnen. Allerdings war dieser Erfolg auf dem erprobten Balou Rubin ein GP auf Zwei-Sterne-Niveau und «nur» über 145 cm.

Equipenchef Michel Sorg wird das fünfköpfige Schweizer Team für den ersten Nationenpreis dieses Jahres in der europäischen Spitzenliga am 25. Mai an der Medienkonferenz in St.Gallen benennen.

Aktuelle Nachrichten