ENTSCHEIDUNG: Gossau in der Aussenseiterrolle

Der FC Gossau empfängt heute Abend im Hinspiel des Aufstiegs-Playoffs das Team aus Yverdon. Die Romands sind ein schwerer Brocken: Sie waren überlegener Sieger der starken 1.-Liga-Westgruppe.

Karl Schmuki
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Für Gossau steht heute ein weiteres Nervenspiel an. Gegen Münsingen vergab Andrea Lo Re einen Elfmeter – ohne Folgen. (Bild: Michel Canonica)

Für Gossau steht heute ein weiteres Nervenspiel an. Gegen Münsingen vergab Andrea Lo Re einen Elfmeter – ohne Folgen. (Bild: Michel Canonica)

Karl Schmuki

Heute ab 20 Uhr bestreitet der FC Gossau auf der Sportanlage Buechenwald sein allerletztes Heimspiel der Saison: Im Hinspiel der 2. Runde der Aufstiegspoule zur Promotion League empfangen die Fürstenländer das Team aus Yverdon. Das Gambino-Team möchte sich eine gute Ausgangslage fürs Rückspiel verschaffen, das am Samstag ab 17.30 Uhr im Waadtland ausgetragen wird.

Yverdon: Nur drei Niederlagen aus 28 Spielen

Wie gut das vom ehemaligen Servette-Trainer Anthony Braizat trainierte Yverdon sein muss, lässt die Saisonstatistik erkennen: Das Team aus der Stadt am Südwestende des Lac de Neuchâ­tel wurde mit der Rekordpunktzahl von 62 Zählern überlegener Gruppensieger der Westgruppe der 1. Liga, die sich in der 1. Runde der Aufstiegsrunde besonders auszeichnete. Neben Gossau sind alle drei Westgruppen-Vertreter (Yverdon, Stade Lausanne, Lancy) noch im Rennen um die beiden Aufstiegsplätze in die Promotion League dabei. In 28 Spielen gab es für die mit Spielern aus sieben Nationen zusammengesetzte Truppe aus der Expo-Stadt von 2002 nur drei Niederlagen. Eine davon musste Yverdon im Hinspiel der 1. Aufstiegsrunde in Solothurn einstecken, und im Rückspiel konnten die Solothurner beim 1:3 bis zum Schlusspfiff auf eine Qualifikation hoffen. Die Gossauer Trainercrew kennt den FC Yverdon nicht, ist sich aber gemäss Goss­aus Trainerassistent Stefano Polati im Klaren, «dass die Favoritenrolle, aber auch der Druck bei unserem Gegner liegt. Wir können eigentlich nur gewinnen.» In der «Solothurner Zeitung» hob Solothurn-Trainer Bidu Zaugg den «brutal hohen Spielrhythmus» und die schnellen und «spritzigen Offensivkräfte» der Waadtländer heraus. Einer der Angreifer ist der gefährliche Ruander Quentin Rushenguziminega, mit dem Gossau auch schon bei den Aufstiegsspielen vor zwei Jahren Bekanntschaft machte, ein anderer Alexandre Khelifi, Zwillingsbruder von Selim Khelifi, dem Stürmer von Braunschweig.

Erholung über die Pfingsttage

Die Gossau-Spieler konnten sich nach dem Münsingen-Spiel über die Pfingsttage etwas erholen. Gestern stand das Abschlusstraining an. Im Vergleich zum Samstag kann Trainer Giuseppe Gambino wieder auf Florian Steiger zählen, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Fehlen werden die Langzeitverletzten Daniel Bruggmann und Enzo Todisco.

In der Challenge League trafen Gossau und Yverdon mehrmals aufeinander. Die letzten Partien in der Saison 2009/10 entschied Gossau mit 1:0 für sich: Murat Ural (zurückgetreten) und Claudio Holenstein (bei Wacker Innsbruck) hiessen die Gossauer Torschützen. Zwei aktuelle Goss­auer Kaderspieler haben schon gegen Yverdon gespielt: Enzo Todisco und Thomas Knöpfel.