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ENTSCHEID: Sieben Halbprofi-Schiedsrichter für die Schweiz

Die Swiss Football League SFL führt in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Fussballverband SFV ab dem 1. Januar 2018 für sieben Spitzenschiedsrichter sowie für sechs Assistenten die Halbprofessionalisierung ein.
Er ist einer der Schiedsrichter, die künftig als Halbprofis pfeifen werden: Adrien Jaccottet. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Er ist einer der Schiedsrichter, die künftig als Halbprofis pfeifen werden: Adrien Jaccottet. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Die betreffenden Schiedsrichter werden künftig höchstens noch zur 50 Prozent in ihren angestammten Berufen arbeiten können, die Assistenten höchstens noch zu 60 Prozent. Prioritäres Ziel der Massnahmen, für die SFL und SFV gemeinsam rund 750'000 Franken mehr ins Schiedsrichterwesen investieren, ist in erster Linie eine Steigerung des Niveaus. Das jährliche Gesamtbudget für die Schiedsrichter beträgt künftig zwischen 3 und 3,25 Millionen Franken.

Der vor langem zurückgetretene Massimo Busacca war 2010 als Schiedsrichter an der Weltmeisterschaft in Südafrika im Einsatz. Seither wurde kein Schweizer Referee mehr für eine EM− oder WM-Endrunde aufgeboten. Auch dank den jetzigen Vorkehrungen soll es jedoch ein komplettes Schweizer Referee-Team (Schiedsrichter und zwei Assistenten) an die Weltmeisterschaft 2022 in Katar und danach an die Europameisterschaft 2024 bringen.

Die folgenden sieben Schiedsrichter werden mit Beginn der Rückrunde in Super League und Challenge League künftig als Halbprofis die Spiele leiten: Alain Bieri, Adrien Jaccottet, Stephan Klossner, Fedayi San und Sandro Schärer sowie die neu in den Status des FIFA-Schiedsrichters aufrückenden Urs Schnyder und Lionel Tschudi. Die künftigen Halbprofis unter den Assistenten sind Stéphane De Almeida, Vital Jobin, Raffael Zeder, Remy Zgraggen, Bekim Zogaj und Marco Zürcher.

Der professionelle Einsatz von 50 Prozent für die Schiedsrichter ist mit Bedacht gewählt. 20 Prozent − ein Arbeitstag − macht die Leitung eines Spiels der NFL aus. Weitere 20 Prozent sind für das regelmässige Training gedacht. In den verbleibenden 10 Prozent soll sich der Schiedsrichter auf den jeweils anstehenden Match einstellen und vorbereiten.

Während ein Klub gern über ein eher junges Spielerkader verfügt, ist es im Schweizer Schiedsrichterwesen umgekehrt. Wie SFV-Sportdirektor Laurent Prince und Daniel Wermelinger, der neue Leiter der Spitzenschiedsrichter, an einer Medienkonferenz im Stade de Suisse in Bern sagten, wünscht man sich vor allem auch reife, ältere Schiedsrichter. In den letzten Jahren seien zu viele gute Schiedsrichter vor dem Austrittsalter von 45 Jahren zurückgetreten. Aber nur Ältere könnten über die Erfahrung verfügen, dank der sie als Schiedsrichter für die grossen Turniere in Frage kommen. «Es ist immer schade, wenn ein Schiedsrichter aufhört, der noch im Saft ist», sagte Wermelinger.

Wermelinger löst Cyril Zimmermann ab, der seinerseits in der neuen Struktur die neue Vollzeitstelle des Elite Referee Manager einnimmt.

Der SFV ist nicht der erste europäische Landesverband dieser Grössenordnung, der die Professionalisierung oder Halbprofessionalisierung anpackt. In Belgien ist diese bereits eingeführt. Österreich dagegen hat in dieser Richtung noch nichts unternommen. In der Schweiz wünscht man sich auch wieder mehr Zugpferde, wie sie früher Urs Meier und Massimo Busacca waren. Derzeit ist Sandro Schärer der Schweizer Referee mit dem besten Renommee.

Für die sieben Halbprofis wird das jährliche Fixum von 24'000 auf 41'000 steigen. Für die sechs Assistenten ist die Aufbesserung prozentual höher. Sie wurden bislang mit 4000 bis 6000 Franken entschädigt. Neu bekommen sie knapp über 30'000 Franken.

(sda)

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