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Kommentar

Die überraschende Rückkehr der Barrage: Ein Entscheid für mehr Adrenalin

Die Barrage ist zurück! Das ist eine gute Nachricht für die Zuschauer, eine sehr gute für die Challenge League. Die Super-League-Clubs aber setzen sich damit einem grösseren wirtschaftlichen Risiko aus. Dass viele von ihnen dennoch zustimmten, ist eine positive Überraschung.
Ralf Streule
Der FC St. Gallen (hier mit Francisco Aguirre) stieg 2008 nach zwei Entscheidungsspielen gegen Bellinzona ab. Das Risiko eines Abstiegs via Barrage besteht ab sofort wieder. (Bild: Raph Ribi)

Der FC St. Gallen (hier mit Francisco Aguirre) stieg 2008 nach zwei Entscheidungsspielen gegen Bellinzona ab. Das Risiko eines Abstiegs via Barrage besteht ab sofort wieder. (Bild: Raph Ribi)

Ralf Streule, Sportredaktor

Ralf Streule, Sportredaktor

Aus Sicht des Zuschauers kann man nur eines sagen: Endlich! Die Barrage-Spiele sind zurück. Und damit nicht nur zwei aufregende Partien zum Abschluss der Saison. Aufgewertet wird auch die gesamte Rückrunde. In der Super League hätte sich zuletzt der Abstiegskampf bis in die allerletzte Runde ausgedehnt. Und in der Challenge League hätte sich nicht schon im Februar gähnende Langeweile breitgemacht, als sich Xamax an der Spitze auf und davon machte.

Der Entscheid der 20 besten Clubs des Landes ist im Sinne der Spannung. Dass sich auch Super-League-Vertreter für mehr Adrenalin am Ende der Saison entschieden haben, überrascht jedoch. Es ist ein ungewöhnlicher Schritt in einer Zeit, in der die wirtschaftliche Planungssicherheit im Fussball höher gewichtet wird denn je und sich die bessergestellten Clubs mit allen Mitteln an die Honigtöpfe klammern. Mit den zwei Playoff-Spielen ist eine gewisse Zufälligkeit zurück – welche vor sieben Jahren als Hauptgrund für die Abschaffung der Barrage genannt worden war. In zwei Spielen kann alles verspielt werden: Millionen von Franken, Arbeitsplätze, Goodwill.

Dass nun die meisten Super-League-Clubs darüber hinwegschauen, ist ein solidarisches Zeichen. Es ist gleichzeitig ein Ja zur Ausbildungsliga Chal­lenge League, die man damit aufwertet. Eines aber darf man nicht erwarten: Dass die strukturellen Probleme der Chal­lenge League damit gelöst sind. Der Zuschauerschnitt wird bei einigen Clubs leicht steigen. Damit wird das wirtschaftliche Überleben in der zu wenig beachteten Liga aber nicht schlagartig einfacher.

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