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Enge Rennen in weiten Hosen

Die kleine Sportfrage
Ralf Streule

Hautenge Rennanzüge machen schnell. Weshalb fahren Skicrosser dennoch mit flatternden Hosenbeinen?

Das FIS-Reglement will es so: Der Abstand zwischen Bein und Skihose des Skicrossathleten muss mindestens acht Zentimeter betragen. An den Armen sind sechs Zentimeter erlaubt. Sähen windschlüpfrige Rennanzüge in der Modesportart schlicht zu uncool aus? Tatsächlich ist dies ein Teil der Antwort, wie der Schweizer Freestyle-Cheftrainer Christoph Perreten erklärt. «Die Skicrossrennen waren ursprünglich von Firmen wie Salomon organisiert. Die Athleten mussten handelsübliche Anzüge tragen, die sich auch dem jungen Publikum verkaufen liessen.» Als die Rennen professionalisiert wurden, die FIS 2002 einstieg und die Sportart 2010 olympisch wurde, wurde dies beibehalten. «Man wollte sich nach wie vor vom Look her unterscheiden.»

Inzwischen aber haben sich die Anzüge professionalisiert – der Stoff ist so dünn wie jener von ­Alpin-Rennanzügen, nur wird er «flattrig» getragen. Damit habe das Verkaufsargument längst ausgedient. Deshalb pochte unter anderem Swiss Ski im Frühjahr auf eine Regeländerung. «Wir finden: Entweder man kehrt zu herkömmlichen Skianzügen zurück – oder man startet im Rennanzug. Auf der Hand liegt zweites», sagt Perreten. So kurz vor Olympia aber habe eine Regeländerung wenig Chancen gehabt. Ohnehin gebe es ein Gegenargument, das genau geprüft werden müsste: Im Skicrosszirkus sei man unsicher, ob hautenge Anzüge die Rennen so stark verschnellern würden, dass man die Kurse anpassen müsste. «Noch fehlen Referenzwerte.» Die Geschichte ist aber nicht fertig geschrieben.

Ralf Streule

Weshalb tun die das? Die Welt des Sports steckt voller kleiner Rätsel. Einigen zentralen und weniger zentralen Fragen aus der Welt der Profis geht die Sportredaktion in dieser Rubrik nach.

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