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ENGADINER: Tradition mit langem Schnauf

Am Sonntag findet der Skimarathon zum 50. Mal statt. Schon bei der ersten Ausgabe haben knapp 1000 Läuferinnen und Läufer teilgenommen. Heute sind es über 14'000. Ein Blick zurück in Bildern.
Ralf Streule
1969: Schon die erste Austragung wird überrannt: knapp 1000 Personen nehmen am Engadiner teil, 10 Franken kostete damals das Startgeld – heute bewegt es sich, je nach Zeitpunkt der Anmeldung um die 100 bis 120 Franken. Die Premiere gewinnen die Einheimischen Karl Wagenführ und Rita Czech. (Bild: Keystone)

1969: Schon die erste Austragung wird überrannt: knapp 1000 Personen nehmen am Engadiner teil, 10 Franken kostete damals das Startgeld – heute bewegt es sich, je nach Zeitpunkt der Anmeldung um die 100 bis 120 Franken. Die Premiere gewinnen die Einheimischen Karl Wagenführ und Rita Czech. (Bild: Keystone)

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier:<strong><em>www.tagblatt.ch/epaper</em></strong>

Von 10 auf rund 100 Franken stieg das Startgeld, von knapp 1000 auf 14 200 die Teilnehmerzahl. Und die Siegerzeit sank von gut drei auf eineinhalb Stunden – der Engadin Skimarathon ist in jeglicher Hinsicht ein 50-jähriger Steigerungslauf. 1969 feierte er Premiere und fand mit den Einheimischen Karl Wagenführ und Rita Czech ihre ersten Sieger. Aus Ostschweizer Sicht machte 1970 Gust Broger aus Gonten auf sich aufmerksam – er war der erste Sieger, der seine klassischen Ski nur mit Gleitwachs präparierte und die gut 42 Kilometer mit Doppelstockstössen zurücklegte. Etwas, das ihm keiner so schnell nachmachte.

1969: Schon die erste Austragung wird überrannt: knapp 1000 Personen nehmen am Engadiner teil, 10 Franken kostete damals das Startgeld – heute bewegt es sich, je nach Zeitpunkt der Anmeldung um die 100 bis 120 Franken. Die Premiere gewinnen die Einheimischen Karl Wagenführ und Rita Czech. (Bild: Keystone)
1975: Der Gontener Gust Broger gewinnt den Engadiner. Seine Kneissl-Ski wachst er ohne Abstosszone, was den Ski schneller macht. Er muss das Rennen also ohne diagonalen Beinabstoss und ausschliesslich mit Doppelstockstössen absolvieren. Seine Idee wird noch heute in Klassischrennen zuweilen im Weltcup angewandt. Und sie kann als so etwas wie der allererste Vorläufer der Skatingtechnik gesehen werden. (Bild: Keystone)
1976: Schon sieben Jahre nach dem ersten Marathon gehen 10000 Langläufer an den Start. Das Rennen 1976 gewinnt Albert Giger, der den Engadiner fünf Mal für sich entscheidet und später Rennleiter des Wettkampfs wird. (Bild: Keystone)
1980: Eines der letzten Rennen, bei dem konsequent klassisch gelaufen wird. (Bild: Keystone)
1983: Mit dem Siitonen-Schritt kommt die laut diskutierte Frage: Soll die Technik mit seitlichem Abstoss verboten werden? Die hinteren Läufer ärgern sich über kaputte Klassisch-Loipen. (Bild: Keystone)
1991: Die erste und bis jetzt einzige Absage: Ein Wärmeeinbruch und viel Wasser auf dem Eis der Seen verhindert den Start. Immerhin für die Hotellerie kein Beinbruch: Alle Teilnehmer waren bereits angereist, die Absage erfolgt am Samstag vor dem Rennen. (Bild: Keystone)
1987: Die Skatingtechnik setzt sich durch. Erstmals wird sie 1987 offiziell zugelassen. Es werden Loipen für Klassisch und Skating vorbereitet. (Bild: Keystone)
1994: Herve Balland läft den Streckenrekord von 1:16 Stunden. Die Zeit wird nie mehr erreicht: Die spätere Zielverlegung von Zuoz nach S-chanf 1998 und eine Streckenänderung im Stazerwald 2004 machen den Lauf langsamer. 1:30er-Siegerzeiten sind seither die Regel. (Bild: Keystone)
2006: Gefühlte minus dreissig Grad machen diese Ausgabe zum wohl härtesten Rennen. Es gewinnen der Österreicher Mikhail Botvinov und die Schweizerin Natascia Leonardi Cortesi. (Bild: Keystone)
2007: Dario Colognas erster Sieg. Er triumphiert auch 2010 und 2017. (Bild: Keystone)
2014: Viel Wasser im Startgelände auf dem See bei Maloja macht erfinderisch. Aus der Not heraus lassen die Organisatoren am Land starten, aus Warteboxen heraus. Die Idee setzt sich durch, da die Läufer ohne Startschuss, individuell und damit entspannter ins Rennen gehen können. (Bild: Keystone)
11 Bilder

Engadiner Skimarathon


1980er: Skating auf dem schnellen Vormarsch

Ebenfalls nur mit Gleitwachs waren in den 1980ern jene Läufer unterwegs, die auf den Siitonenschritt setzten – und eine Debatte auslösten, ob der spurzerstörende Scherschritt erlaubt sein soll oder nicht. Das Resultat: 1987 wurde das Rennen auch für den Skatingstil zugelassen. Die Rekorde fielen, die alte Strecke mit Ziel in Zuoz schafft der Franzose Hervé Balland 1994 in 1:16 Stunden. Seit der Zielverlegung ein Jahr später sind Siegerzeiten von über 1:30 die Regel.

Eine andere wichtige Änderung gab es 1993, als das Feld beim Start erstmals in Blöcke aufgeteilt wurde – etwas, das bis zuletzt immer wieder verfeinert und angepasst wurde, um Stau zu verhindern. 2014 kam eine Modifikation beim Start dazu. Die Volksläufer werden nicht mehr per Startschuss auf die Strecke geschickt, sondern begeben sich aus Warteboxen individuell auf die Strecke, der Chip misst die Nettozeit. Auch hier ist das Ziel, Staus auf der Strecke zu verhindern. Dennoch: Mit den 14 200 Teilnehmern von diesem Jahr stösst der Lauf an seine Grenzen.

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