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Emotionaler Bless feiert Heimsieg am Appenzeller Kantonalschwingfest

Nach einer Niederlage zum Auftakt kämpft sich Michael Bless in Stein mit vier Siegen doch noch in den Schlussgang. Dort lässt er gegen Markus Schläpfer nichts mehr anbrennen.
Ives Bruggmann
Michael Bless (links) setzt im Schlussgang gegen Markus Schläpfer zum entscheidenden Schwung an. (Bild: Urs Bucher/TAGBLATT)

Michael Bless (links) setzt im Schlussgang gegen Markus Schläpfer zum entscheidenden Schwung an. (Bild: Urs Bucher/TAGBLATT)

Nach dem Sieg über Markus Schläpfer im Schlussgang platzte es kurzzeitig aus Michael Bless heraus. «Es ist sehr emotional für mich», sagte er. Bless ist nur 50 Meter vom Schwingplatz in Stein entfernt aufgewachsen, ging hier zur Schule. Nun feiert er auf der Schulhauswiese seinen achten Kranzfestsieg, den ersten in dieser Saison.

Noch am Morgen deutete wenig auf eine Schlussgangqualifikation von Bless hin. Den ersten Gang verlor er gegen den Thurgauer Gast Domenic Schneider. Danach liess er sich jedoch viermal die Maximalnote zehn notieren. Weil die anderen Appenzeller die weiteren Favoriten gemeinsam zurückbanden, ebnete sich der Weg für Bless doch noch. «Es war eine tolle Leistung der Appenzeller. Mein Sieg ist auch ein Teamerfolg», sagte Bless.

Der vierte eidgenössische Kranz ist das Ziel

Die Leistungen von Bless waren in dieser Saison schwankend. Er wurde Anfang Jahr zum zweiten Mal Vater und schloss die Weiterbildung zum Eidgenössisch diplomierten Finanzplaner ab. Deshalb musste er - aus durchaus nachvollziehbaren Gründen - das Schwingtraining vermehrt vernachlässigen, was sich auch auf die Leistungen an Ernstkämpfen spiegelte. «Nun kann ich den Fokus wieder voll aufs Schwingen legen», sagt Bless. Zeigt seine Formkurve weiterhin nach oben, ist der vierte eidgenössische Kranz ein realistisches Ziel für ihn.

Die Appenzeller dominierten ihr Kantonalfest in Stein. Am Ende gewannen sie 12 von 23 Kränzen und damit mehr als die Hälfte. Für die Gäste blieben nur 11 Kränze übrig, die sie wie folgt unter sich aufteilten: Thurgau 5, St.Gallen 2, Graubünden 2, Zürich 2.

(Quelle: esv.ch)

(Quelle: esv.ch)

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