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Kommentar

EM-Qualifikation der Schweizer Handballer: Ein erster Höhepunkt

Sportreporter Stephan Santschi zur ersten EM-Teilnahme der Schweizer Handballnationalmannschaft seit 14 Jahren.
Stephan Santschi
Stephan Santschi

Stephan Santschi

17. Januar 2016: Die Schweiz verliert in Holland mit 21:34 und scheitert kläglich in der WM-Qualifikation. Die Nationalmannschaft verschwindet auf der internationalen Handballkarte im Niemandsland. 16. Juni 2019: Die Schweiz schliesst die Qualifikation auf dem zweiten Rang ab und wird an der EM 2020 erstmals seit 14 Jahren wieder an einem grossen Turnier teilnehmen.

Zwischen dem Kollaps und dem Triumph liegen 41 Monate. Und rückblickend zeigt sich: Der Tiefpunkt war gleichzeitig ein Wendepunkt. Michael Suter, der erfolgreichste Nachwuchs-Nationaltrainer, den unser Handball jemals hatte, übernahm das Ruder und führte seine Aufbauarbeit auf der Elitestufe weiter.

Seither befindet sich die Schweiz im Steigerungslauf. Suter vertraut nur Personal, das voll auf den Sport setzt. Immer mehr Spieler holen sich in ausländischen Ligen das nötige Rüstzeug. Im Rückraum führt Weltklassemann Andy Schmid Regie. Die Schweizer Hallen füllen sich, das TV überträgt live, die Euphorie ist entfacht. Und nun hat das Schweizer Team nach dem Tief- und Wendepunkt einen ersten Höhepunkt erreicht. Es dürfte mit Blick auf das tiefe Durchschnittsalter nicht der letzte gewesen sein.

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