WM-Final

So kann die Schweiz heute Abend Eishockey-Geschichte schreiben: Die fünf Schlüssel zum Weltmeistertitel

Heute Abend kämpft die Schweizer Eishockey-Nati in Kopenhagen gegen die Schweden um den WM-Titel. Die Schweiz ist Aussenseiter, hat aber ihre Chance, wenn sie fünf grundlegende Anforderungen erfüllt: Mut, Disziplin, Konzentration, Glück, Goalie.

Marcel Kuchta
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Kopie von Schweiz - Kanada, 19.05.2018
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Die Schweizer stehen nach dem 3:2 gegen Kanada im WM-Final gegen Schweden.
Impressionen aus dem Spiel.
Impressionen aus dem Spiel.
Impressionen aus dem Spiel.
Impressionen aus dem Spiel.
Impressionen aus dem Spiel.
Impressionen aus dem Spiel.
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Impressionen aus dem Spiel.
Impressionen aus dem Spiel.
Impressionen aus dem Spiel.
Impressionen aus dem Spiel.
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Impressionen aus dem Spiel.
Impressionen aus dem Spiel.
Impressionen aus dem Spiel.

Kopie von Schweiz - Kanada, 19.05.2018

SALVATORE DI NOLFI

Mut: Die Zeiten, in den sich die Schweizer gegen sogenannt „grosse“ Gegner versteckt und aus Reduit agiert haben, sind vorbei. Wir haben mittlerweile Spieler, die die Klasse haben, mit ihren Skills in der Offensive etwas zu kreieren. Deshalb: Vorwärtsgang rein, die Selbstsicherheit der Schweden so schnell wie möglich erschüttern.

Spieler wie Sven Andrighetto (l.) können in der Offensive den Unterschied zugunsten der Schweizer ausmachen.

Spieler wie Sven Andrighetto (l.) können in der Offensive den Unterschied zugunsten der Schweizer ausmachen.

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Disziplin: Ganz wichtig: keine unnötigen Strafen kassieren, so wie das gegen Kanada fast perfekt gelungen ist. Bei der 3:5-Niederlage gegen die Schweden in der Vorrunde brachten sich die Schweizer mit zwei dummen Strafen im ersten Drittel selber auf die Verliererstrasse. Wenn man gegen die Schweden mal mit zwei Toren im Rückstand liegt, dann wird es sehr schwierig.

Disziplin ist gefragt - vor allem von der Checker-Linie um Reto Schäppi.

Disziplin ist gefragt - vor allem von der Checker-Linie um Reto Schäppi.

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Konzentration: Man darf sich gegen die eiskalt berechnenden Schweden keine mentalen Durchhänger erlauben. Die Chance, dass ein Fehlpass in der neutralen Zone oder in der Angriffsauslösung zu einer gefährlichen Szene vor dem eigenen Tor führt, ist gegen diese Mannschaft enorm gross. Konzentration ist aber auch im Abschluss gefragt. Die Tormöglichkeiten, die sich bieten werden, müssen genutzt werden.

Verteidiger Mirco Müller muss heute wie gewohnt fast fehlerfrei agieren.

Verteidiger Mirco Müller muss heute wie gewohnt fast fehlerfrei agieren.

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Glück: Ohne Glücksgöttin Fortuna geht es gegen spielerisch grundsätzlich überlegene Mannschaften wie die Schweden nicht. Aber eben: Man kann das Glück erzwingen, indem jeder Schweizer Spieler seinen Job fehlerfrei erledigt. Das ist ihnen sowohl gegen Finnland als auch gegen Kanada sehr gut gelungen. Wieso nicht auch gegen Schweden?

Leonardo Genoni spielte an der WM in Dänemark bisher stark auf

Leonardo Genoni spielte an der WM in Dänemark bisher stark auf

KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Goalie: Spielt Leonardo Genoni so, wie im letzten Drittel gegen Kanada, als er die wütend angreifenden Canucks fast im Alleingang zur Verzweiflung brachte, dann haben die Schweizer heute Abend eine sehr gute Siegchance. Der SCB-Keeper wird wieder ein paar Big saves zeigen müssen. Dass er „in der Zone“ ist, hat er in den letzten beiden Spielen eindrücklich bewiesen.