Eishockey

Der heisseste der Schweizer NHL-Exporte: Appenzeller Timo Meier überragt alle

Sharks-Stürmer Timo Meier ist aktuell der heisseste aller 13 Schweizer NHL-Exporte, während es bei Devils-Verteidiger Mirco Müller gewaltig harzt. Eine Zwischenbilanz.

Marcel Kuchta
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Ein gewohntes Bild: Timo Meier klatscht nach einem Torerfolg bei seinen Teamkollegen ab.

Ein gewohntes Bild: Timo Meier klatscht nach einem Torerfolg bei seinen Teamkollegen ab.

Keystone
Timo Meier, San Jose Sharks, Stürmer (22) Der Appenzeller hat in seinem dritten NHL-Jahr den grossen Durchbruch geschafft. 18 Tore in 32 Spielen sind ein herausragender Wert. Meier ist auf dem besten Weg, den Schweizer Torrekord von Nino Niederreiter (25 in der Saison 16/17) zu pulverisieren. Der Flügel gehört bei den San Jose Sharks zu den Schlüsselspielern. Sein Vertrag läuft Ende Saison aus. Es wartet ein Millionen-Angebot. (32 Spiele, 18 Tore, 15 Assists, 33 Punkte, +11-Bilanz, 23 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 17:11 Minuten)
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Roman Josi, Nashville Predators, Verteidiger (28) Der Captain der Predators bewegt sich punktemässig auf gewohnt hohem Niveau. Nashville ist trotz grossem Verletzungspech klar auf Playoff-Kurs. Auch, weil Roman Josi die Offensive mit seinen Spielmacher-Qualitäten ankurbelt. Der Berner ist und bleibt einer der absoluten Schlüsselspieler im Team des Titelfavoriten. Er gehört auch punkto Eiszeit zu den Top Ten der gesamten Liga. (35 Spiele, 7 Tore, 19 Assists, 26 Punkte, -1-Bilanz, 10 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 25:17 Minuten)
Nico Hischier (rechts), New Jersey Devils, Stürmer (19) In seinem zweiten NHL-Jahr bewegt sich der Nummer-eins-Draft punktemässig ungefähr auf dem Niveau der Vorsaison. Und doch hat er wie die ganze Mannschaft der Devils Mühe, das Niveau des letzten Jahrs zu erreichen. Die Teufel gehören zu den schlechtesten Teams der Liga. Hischier übernimmt als 19-Jähriger viel Verantwortung, aber das reicht wohl trotz allem nicht für die Playoff-Quali. (28 Spiele, 8 Tore, 13 Assists, 21 Punkte, –2-Bilanz, 4 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 18:10 Minuten)
Nino Niederreiter, Minnesota Wild, Stürmer (26) Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, ehe der Churer endlich seinen ersten Saisontreffer erzielte. Erst im 15. Spiel war es so weit. Seither läufts beim kräftigen Flügelstürmer nicht schlecht. Er gehört zu den Spielern der Wild, die in der Offensive viele Torchancen kreieren. Trotzdem bewegt sich seine Eiszeit mit unter 15 Minuten pro Spiel am unteren Limit. (33 Spiele, 7 Tore, 11 Assists, 18 Punkte, -7-Bilanz, 6 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 14:55 Minuten)
Kevin Fiala, Nashville Predators, Stürmer (22) Im Vorjahr gehörte der Ostschweizer zum selben Zeitpunkt zu den grossen Gewinnern. In dieser Saison kam der Flügelstürmer noch nicht wie gewünscht in Schwung und war zwischenzeitlich sogar mal nahe dran, überzählig zu sein. Nach den Verletzungen von Viktor Arvidsson und Filip Forsberg ist seine Rolle wieder wichtiger geworden. (35 Spiele, 6 Tore, 11 Assists, 17 Punkte, –10-Bilanz, 20 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 15:23 Minuten)
Denis Malgin, Florida Panthers, Stürmer (21) Der Oltner hält sich auch in seiner dritten NHL-Saison hartnäckig in der Mannschaft der Panthers. Im Oktober war der Mittelstürmer öfter überzählig. Aber seit der Verletzung von Schlüsselspieler Vincent Trochek gehört er zum Stammpersonal. Sein Vertrag läuft Ende Saison aus. Er muss sich in den kommenden Monaten für höhere Aufgaben empfehlen. (20 Spiele, 2 Tore, 5 Assists, 7 Punkte, +1-Bilanz, 6 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 12:39 Minuten)
Yannick Weber, Nashville Predators, Verteidiger (30) Der unspektakuläre Verteidiger darf auf einen gelungenen Saisonstart zurückblicken. Weber kam in jedem Spiel zum Einsatz und hat bereits nach 35 Partien seine letztjährige Punkteausbeute erreicht. Mit etwas mehr als zwölf Minuten pro Spiel ist seine Rolle überschaubar, aber der Berner ist ein äusserst zuverlässiger Wert in der Defensive der Predators. 835 Spiele, 2 Tore, 5 Assists, 7 Punkte, +9-Bilanz, 12 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 12:18 Minuten)
Sven Bärtschi, Vancouver Canucks, Stürmer (26) Der Oberaargauer wird mal wieder vom Verletzungspech verfolgt. Im zehnten Saisonspiel am 24. Oktober erwischte ihn ein Gegner von den Vegas Golden Knights am Kopf. Seither fällt Bärtschi mit einer Gehirnerschütterung aus. Er könnte, wenn er wieder gesund wird, bei den Canucks eine wichtige Rolle spielen. (10 Spiele, 3 Tore, 3 Assists, 6 Punkte, –2-Bilanz, 4 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 15:22 Minuten)
Sven Andrighetto, Colorado Avalanche, Stürmer (25) Auch der Zürcher blieb in dieser Saison bisher nicht von Verletzungen verschont. Zweimal fiel er aus. Kein Wunder, hatte er bisher Mühe, bei den Avalanche eine wichtigere Rolle hinter dem überragenden Sturmtrio Rantanen/Landeskog/MacKinnon zu ergattern. Sein Vertrag läuft Ende Saison aus. 819 Spiele, 3 Tore, 1 Assist, 4 Punkte, +1-Bilanz, 2 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 12:08 Minuten)
Mirco Müller (links), New Jersey Devils, Verteidiger (23) Wie die ganze Mannschaft der Devils hat auch Mirco Müller Mühe, das Niveau der starken Vorsaison zu erreichen. Der Auftakt war mit drei Siegen und je einem Assist pro Spiel und im Schnitt über 20 Minuten Eiszeit vielversprechend. Seither harzt es gewaltig. Auch sein Vertrag läuft am Ende der aktuellen Saison aus. Keine einfache Situation für Müller. (26 Spiele, 0 Tore, 5 Assists, 5 Punkte, –7-Bilanz, 9 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 18:37 Minuten)
Jonas Siegenthaler, Washington Capitals, Verteidiger (21) Durfte erstmals NHL-Luft schnuppern und hinterliess einen guten Eindruck. (8 Spiele, 0 Tore, 1 Assist, 1 Punkt, +1-Bilanz, 2 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 13:13 Minuten)
Luca Sbisa, New York Islanders, Verteidiger (28) Erhielt erst kurz vor Saisonstart einen Vertrag und ist kein Stammspieler mehr. (6 Spiele, 0 Tore, 1 Assist, 1 Punkt, –2-Bilanz, 2 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 15:27 Minuten)
Dean Kukan, Columbus Blue Jackets, Verteidiger (25) Pendelt zwischen NHL und AHL. Darf die Geduld nicht verlieren. 86 Spiele, 0 Tore, 0 Assists, 0 Punkte, –1-Bilanz, 4 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 12:21 Minuten)

Timo Meier, San Jose Sharks, Stürmer (22) Der Appenzeller hat in seinem dritten NHL-Jahr den grossen Durchbruch geschafft. 18 Tore in 32 Spielen sind ein herausragender Wert. Meier ist auf dem besten Weg, den Schweizer Torrekord von Nino Niederreiter (25 in der Saison 16/17) zu pulverisieren. Der Flügel gehört bei den San Jose Sharks zu den Schlüsselspielern. Sein Vertrag läuft Ende Saison aus. Es wartet ein Millionen-Angebot. (32 Spiele, 18 Tore, 15 Assists, 33 Punkte, +11-Bilanz, 23 Strafminuten, Eiszeit pro Spiel: 17:11 Minuten)

Keystone/AP/ROSS D. FRANKLIN