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EISHOCKEY: Zwischen Krise und Aufstieg

Trotz der sportlichen Baisse Anfang Jahr hält der EHC Olten an seinen ambitionierten Zielen fest. Die Solothurner wollen zurück in die NLA. Das soll der HC Thurgau im Playoff-Viertelfinal zu spüren bekommen.
Matthias Hafen
Die Stürmer Brian Ihnacak (links) und Stanislav Horansky (Mitte) sind immer für ein Tor gut. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Olten, 18. Februar 2018))

Die Stürmer Brian Ihnacak (links) und Stanislav Horansky (Mitte) sind immer für ein Tor gut. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Olten, 18. Februar 2018))

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

Der EHC Olten hat in dieser Saison schon oft Sterne gesehen. Nur waren das nicht die erhofften Vorboten des NLA-Aufstiegs. Vielmehr wurden die Solothurner von Krisen nur so durchgeschüttelt. Vor der Meisterschaft als Aufstiegskandidat gehandelt, rutschte Olten Wochen vor dem Playoff in der NLB-Tabelle Platz um Platz ab. Zunächst hatte den Powermäusen, wie sie sich selber nennen, eine ganze Reihe von Verletzungen zu schaffen gemacht. Und just als die Leistungsträger wieder zurück waren, schlitterten die Nager aus dem Mittelland in die Tiefe.

Aus dem vermeintlich einzigen, ernsthaften Herausforderer von Qualifikationssieger Rapperswil-Jona wurde innert weniger Wochen ein Problemverein. Die sportliche Baisse führte dazu, dass die Anhänger Leib und Leben der eigenen Spieler bedrohten. Sie fingen das Team nach der Rückkehr von einem Auswärtsspiel in Visp ab, um die Spieler zu beschimpfen und zu bespucken.

Zukunft des Trainers hängt von Playoff-Ausgang ab

In Olten ist gut eben nicht gut genug. Und wer als Fernziel den Aufstieg in die höchste Spielklasse herausgibt, der verlangt vom Umfeld meist vergeblich Geduld. Das bekam auch Trainer Bengt-Ake Gustafsson zu spüren, der Anfang Februar seinen Posten räumen musste. Seitdem versuchen Chris Bartolone, vorher Gustafssons Assistent, und Goalietrainer Michael Tobler das Schiff mit den Powermäusen wieder auf Kurs zu bringen. Mit dem Heimvorteil im Playoff erkämpfte sich Olten im letzten Moment einen psychologischen Vorteil, der für die Solothurner nicht zu unterschätzen ist. Und an Motivation dürfte es ihnen auch nicht fehlen. Nicht nur für Trainer Bartolone steht in der Best-of-7-Serie gegen Thurgau die Zukunft auf dem Spiel.

HC Thurgau wird mit anderen Augen betrachtet

Zumindest gegen aussen ist Oltens Selbstvertrauen wieder zurück. «Wir haben zuletzt ein bisschen Probleme gehabt, aber jetzt sind wir wieder voll im Saft», sagte Stürmer Martin Ulmer gestern anlässlich der Topskorer-Ehrung in Erlenbach am Zürichsee. Der Österreicher mit Vergangenheit beim SC Rheintal erwartet trotzdem eine enge Viertelfinalserie. «Eine, in der die Details entscheiden werden.» Denn der HC Thurgau werde von den NLB-Konkurrenten mit anderen Augen betrachtet als noch vor wenigen Jahren. «Er hat einen grossen Schritt nach vorne gemacht und ist ein echter Prüfstein für uns.»

Ein Ausscheiden kommt für Ulmer und den EHC Olten gleichwohl nicht in Frage. «Wenn ich unser Kader anschaue, dann sind wir noch immer eine der besten Mannschaften der Liga», so der Topskorer mit Schweizer Lizenz. «Wir müssen ganz einfach das Ziel haben, Meister zu werden.» Fragt sich also, was für Sterne die ambitionierten Oltner als Nächstes sehen werden.

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