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EISHOCKEY: Zu viel Spektakel: Thurgau gibt Heimvorteil wieder ab

1390 Zuschauer werden im zweiten Viertelfinalspiel zwischen dem HC Thurgau und Olten bestens unterhalten. Am Ende jubeln in Weinfelden aber die Gäste. Nach dem 4:6 steht es in der Best-of-7-Serie 1:1.
Matthias Hafen
Harte Duelle im Playoff-Spiel zwischen dem HC Thurgau und Olten. (Bild: Mario Gaccioli)

Harte Duelle im Playoff-Spiel zwischen dem HC Thurgau und Olten. (Bild: Mario Gaccioli)

Menschen machen die dümmsten Sachen. Selbst, wenn vor ihrer Nase ein grosses Warnschild hängt. Und auch die Spieler des HC Thurgau sind nur Menschen. Am Dienstagabend, im zweiten Spiel des Playoff-Viertelfinals gegen Olten, verloren sie mit zunehmender Spieldauer die Nerven und am Ende die Partie mit 4:6. Das, obwohl Trainer Stephan Mair vor dem Heimauftakt in der Best-of-7-Serie noch vor den Provokationen des Gegners gewarnt hatte.

Seine Mannen machten in der heimischen Güttingersreuti nicht nur eine 3:1-Führung nach dem ersten Drittel zunichte. Sie gaben auch den Vorteil des 4:2-Auswärtssiegs vom vergangenen Sonntag aus den Händen. In der Serie, die über maximal sieben Spiele geht, steht es nun 1:1.

Andersons mäht an der Bande Rouiller nieder

Toms Andersons erwies seiner Mannschaft einen besonderen Bärendienst. Der lettische Stürmer mit Schweizer Lizenz ging nach dem erfolgreichen Auftakt in Olten als Topskorer in die zweite Begegnung, verliess das Spiel aber nach 30 Sekunden im Schlussdrittel beim Stand von 4:5 vorzeitig. Emotional aufgeladen checkte Andersons Oltens Verteidiger und Provokateur Anthony Rouiller mit voller Wucht gegen den Kopf. Den Schiedsrichtern blieb gar nichts anderes übrig, als den Letten frühzeitig unter die Dusche zu schicken.

Während der Fünfminutenstrafe gegen Andersons erzielte der Ex-Thurgauer Silvan Wyss das 6:4. Er nutzte eine doppelte Überzahl, weil auch noch Jaedon Descheneau wegen Beinstellens auf der Strafbank sass. Anstelle einer Thurgauer Aufholjagd war das die Entscheidung zugunsten von Olten. Zwar drückte der HCT nochmals bis zum Schluss auf den Anschlusstreffer. Doch waren nun das Selbstvertrauen und die Effizienz weg.

Zwei Gegentreffer innert 96 Sekunden

Die Begegnung, die bis zur ersten Pause völlig unter Kontrolle des Heimteams war, gaben die Thurgauer allerdings schon früher aus der Hand. Nach 21 Sekunden im zweiten Drittel kassierten sie durch Oltens neuen Kanadier MacGregor Sharp – er ersetzte Brian Ihnacak – das 2:3. Und 95 Sekunden später erzielte Christopher Bagnoud, ebenfalls ein ehemaliger Thurgauer, das 3:3. Mairs Equipe wurde im eigenen Stadion ganz kalt erwischt.

In den völlig verrückten Startminuten des zweiten Drittels ging Thurgau durch Cam Braes wieder 4:3 in Führung (23.), musste drei Minuten später aber den neuerlichen Ausgleich durch Martin Ulmer hinnehmen. Das Spiel gewendet hatte Olten schliesslich mit Lukas Haas’ 5:4 in der 28. Minute. Er nutzte einen Ausschluss gegen Thurgaus Gianluca Zanzi mit einem Schuss ins hohe Eck.

Im ersten Drittel wie der sichere Sieger ausgesehen

Das Break, das der HCT am Sonntag in Olten geschafft hatte, konnte die Mannschaft zu Hause nicht bestätigen. Doch geben zumindest die ersten 20 Minuten der Partie vom Dienstagabend Anlass zur Hoffnung. Hoffnung auf einen neuerlichen Exploit am Freitag in Olten. Denn im Startdrittel knüpften die Thurgauer nahtlos an den Überraschungserfolg im Kleinholz an. Joel Moser erzielte mit grosser Entschlossenheit vor dem Tor das 1:0 (12.), Captain Patrick Parati doppelte mit seinem ersten Treffer der Saison fünf Minuten später nach. Und selbst Ulmers 1:2 in der 18. Minute korrigierte der HCT postwendend mit einem Powerplaytor durch Cam Braes. Mit etwas mehr Disziplin wäre so viel mehr dringelegen.

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