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EISHOCKEY: Von Ambrì, Kloten und Bern

Der HC Thurgau gibt erste Neuzuzüge für die Saison 2018/19 bekannt. Es sind vor allem junge Spieler mit Potenzial. Noch nicht verloren ist auch das Tauziehen um Jaedon Descheneau und Cam Braes.
Matthias Hafen
Ambrì-Piottas Verteidiger Franco Collenberg bringt die Erfahrung aus 664 NLA-Partien mit zum HC Thurgau. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Bern, 12. September 2017))

Ambrì-Piottas Verteidiger Franco Collenberg bringt die Erfahrung aus 664 NLA-Partien mit zum HC Thurgau. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Bern, 12. September 2017))

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

In den vergangenen Wochen wurde vor allem eines deutlich: Der sportliche Erfolg in dieser Saison ist für den HC Thurgau nicht nur ein Segen. Der NLB-Club aus Weinfelden sieht sich nach der besten Qualifikation seit 14 Jahren und einem begeisternden Playoff-Viertelfinal gegen Olten mit zahlreichen Abgängen konfrontiert.

Andri Spiller (zu Kloten), Toms Andersons (zu Langenthal) und Lars Neher (aus beruflichen Gründen zu den Pikes Oberthurgau) hinterlassen in der Offensive eine grosse Lücke.

Brunner schlägt neues Angebot aus

Nun steht auch fest, dass Adrian Brunner seine Karriere nicht im Thurgau fortsetzen wird. Er schlug ein neues Vertragsangebot des HCT aus, weil es eine beträchtliche Lohneinbusse für den Stürmer vorsah. In der Verteidigung wechselte Mike Küng aus freien Stücken zum Ligakonkurrenten EHC Winterthur, Sacha Wollgast erhielt vom HC Thurgau keinen neuen Vertrag mehr, obwohl er gerne geblieben wäre. Wollgast wird 2018/19 für La Chaux-de-Fonds spielen. Simon Schnyder, einer der besten Thurgauer Verteidiger dieser Saison, tritt vom Spitzensport zurück und nimmt einen Job bei den SBB an.

Bei so vielen Abgängen lechzten die Thurgauer Anhänger geradezu nach ersten Namen von Neuzuzügen für die kommende Saison. Die präsentierte der Club gestern Abend anlässlich des Saison-Abschlussfests im Thurgauer Dörfli in Weinfelden.

Franco Collenberg (bis 2020), Verteidiger, Ambrì-Piotta. Der 32-jährige Bündner bereiste während seiner 15-jährigen Karriere auf höchster Stufe die halbe Schweiz. Sein NLA-Début gab er 2003/04 beim HC Davos. Es folgten drei Jahre beim EHC Basel und vier bei Fribourg-Gottéron, ehe er mit dem Wechsel zum SC Bern seinen Karrierehöhepunkt erreichte. Nach einer Saison und dem Meistertitel 2013 folgten Engagements bei Rapperswil-Jona, Langenthal und Kloten. Die vergangenen zwei Jahre gehörte er Ambrì-Piotta an. Collenberg wurde von Thurgau als Leithammel in der Verteidigung und Ersatz für Simon Schnyder verpflichtet.

Nico Engeler (bis 2020), Verteidiger, Kloten Elite A. Der 19-jährige Frauenfelder spielte heuer schon seine vierte Saison für die Elite-A-Junioren des NLA-Clubs Kloten. Zuvor hatte der 1,88 Meter grosse und 90 Kilogramm schwere Defensivspieler dem Nachwuchs der Pikes Oberthurgau und seines Stammvereins Frauenfeld angehört. Engeler schaffte es in dieser Saison erstmals in eine Schweizer Nachwuchs-Auswahl. Er bestritt drei Partien für die U20-Nationalmannschaft.

Janik Loosli (bis 2020), Stürmer, Bern Elite A. Der 20-jährige Berner ist der Bruder von HCT-Stürmer Michael Loosli, der bereits seit 2016 beim NLB-Club aus Weinfelden spielt. Diese Saison amtete Janik Loosli als Captain von Berns Elite-A-Junioren. Mit 55 Skorerpunkten (32 Tore, 23 Assists) aus 45 Partien erwies er sich als äusserst treffsicher.

Adam Rundqvist (bis 2019), Stürmer, La Chaux-de-Fonds. Der 27-jährige Schwede mit Schweizer Lizenz ist der Sohn einer Legende. Sein Vater Thomas Rundqvist prägte in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren das schwedische Eishockey. In 14 Jahren beim Spitzenclub Färjestad gewann der jahrelange Teamcaptain zweimal WM-Gold, dreimal WM-Silber sowie zweimal Olympia-Bronze für sein Land. Seine Karriere liess Rundqvist senior von 1993 bis 1998 bei Feldkirch in Österreich ausklingen. Von 2008 bis 2012 amtete Thomas Rundqvist noch als General Manager von Färjestad. Sohn Adam, wie der Vater ein Center, verbrachte seine bisherige Karriere hauptsächlich in Schwedens dritthöchster Liga, bevor er vergangene Saison den Schritt in die Schweiz zum NLB-Club La Chaux-de-Fonds machte. Jedoch wurde Rundqvist junior mehrheitlich an Neuchâtel in die MySports-League ausgeliehen, wo er mit 39 Skorerpunkten (19 Tore, 20 Assists) in 37 Partien auf sich aufmerksam machte. «Er ist ein ausgezeichneter Bullyspieler», sagt HCT-Geschäftsführer Patrick Bloch über Adam Rundqvist, der den Abgang von Lars Neher kompensieren soll. «Und er ist auch defensiv stark.»

El Assaoui verlängert ohne Ausstiegsklausel

Mit der Weiterverpflichtung von Sami El Assaoui ist dem HC Thurgau zudem ein kleiner Coup gelungen. Der 26-jährige Romand wird auch kommende Saison für die Ostschweizer spielen – ohne Ausstiegsklausel. Der frühere NLA-Verteidiger war im Dezember von Sion aus der MySports-League zum HCT gestossen, musste die Saison mit einer durchtrennten Achillessehne Ende Januar aber bereits beenden. In seiner kurzen Zeit bei Thurgau erwies sich El Assaoui als sehr wertvoll – defensiv wie offensiv. Auch Verteidigerkollege Yannick Hänggi verlängerte seinen Vertrag bis 2019.

Gespräche mit weiteren, potenziellen Neuverpflichtungen seien im Gang, sagt Thurgaus Geschäftsführer Bloch. «Wir suchen jeweils für die Verteidigung und den Sturm noch einen oder zwei Spieler für die ersten zwei Linien.» Mit den bisherigen Vertragsunterzeichnungen sei er aber sehr zufrieden.

Noch nicht aufgegeben hat der HC Thurgau das Tauziehen um die beiden Kanadier Jaedon Descheneau und Cam Braes. «Wir sind sehr darum bemüht, dass wir auch ihre Verträge verlängern können», sagt Bloch. Aus dem Rennen sei der HCT diesbezüglich jedenfalls noch nicht.

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