EISHOCKEY: Thurgau spielt, Rapperswil trifft

Trotz einer starken Leistung unterliegt Thurgau dem Leader Rapperswil-Jona 1:5. Der Sieg der Gäste fällt mindestens zwei Tore zu hoch aus. Mit etwas mehr Wettkampfglück wäre sogar ein Punktgewinn möglich gewesen.

Thomas Ammann
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Die Thurgauer belagern zeitweise das Tor von Marvin Nyffeler, doch mehr als ein Treffer bleibt ihnen verwehrt. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Thurgauer belagern zeitweise das Tor von Marvin Nyffeler, doch mehr als ein Treffer bleibt ihnen verwehrt. (Bild: Mario Gaccioli)

Thomas Ammann

sport@thurgauerzeitung.ch

Die SC Rapperswil-Jona Lakers kamen als unangefochtener Leader der NLB nach Weinfelden. Ihre Aufstiegsambitionen untermauerten die St. Galler unter der Woche im Cup, als sie den letztjährigen NLA-Playoff-Finalisten EV Zug gleich mit 5:1 bodigten. Doch der HC Thurgau glaubte an seine Chance, gegen den Ligaprimus punkten zu können. Furios startete er denn auch in die Partie, während die Gäste unkonzentriert wirkten. Zeitweise schnürte Thurgau die St. Galler im eigenen Drittel ein. Doch trotz bester Gelegenheiten schafften sie es nicht, in Führung zu gehen. Egal ob der Spieler Arnold, Descheneau, Neher oder Moser hiess, das Ergebnis war stets dasselbe: Endstation Melvin Nyffeler. Selbst einen Penalty nach 15 Minuten konnte Michael Loosli nicht verwerten.

Umstrittenes Tor für die Gäste

Und dann schlug Rapperswil-Jona im Stile einer Klassemannschaft zu. Innerhalb von 16 Sekunden stellten sie den Spielverlauf auf den Kopf. Zuerst entwischte in der Thurgauer Druckphase Jared Aulin. Seinen Abschluss wehrte Janick Schwendener zur Mitte ab, wo der Puck via Schlittschuh von Gianluca Zanzi ins Tor kullerte. Der Treffer war umstritten, doch der Schiedsrichter entschied, dass keine Kickbewegung vorlag.

Nach dem nächsten Anspiel war es Jan Mosimann, der eine feine Einzelleistung zur 2:0-Führung vollendete. Während sich die Thurgauer im Auslassen bester Gelegenheiten gegenseitig überboten, zeigten sich die St. Galler höchst effizient. So ging es auch im zweiten Drittel weiter: Thurgau spielte, Rapperswil-Jona traf. Steve Mason schloss einen weiteren Konter im Fallen zum 3:0 ab. Das erste Thurgauer Tor war dann symptomatisch für das Geschehen auf dem Eis. Mehrfach scheiterten die Gastgeber an Nyffeler, zu dritt lagen die Gäste im eigenen Torraum, ehe Simon Seiler mit einem satten Schuss traf. Das Spiel bewegte sich insgesamt auf hohem Niveau, vor allem die Thurgauer überzeugten mit schnellem Spiel.

Das dritte Drittel war erst wenige Sekunden alt, als Cyrill Geyer eine Scheibe von der Linie klärte. Es wäre der verdiente Anschlusstreffer gewesen. Doch es sollte nicht sein an diesem Abend. Thurgau dominierte zwar auch den Schlussabschnitt weitestgehend. Doch die Tore erzielten die anderen. Mosimann und Zanzi mit ihren jeweils zweiten persönlichen Treffern des Abends sorgten kurz vor dem Ende für einen zu hohen Sieg des Leaders. Der HC Thurgau hätte wohl noch Stunden weiterspielen können, ohne zu reüssieren. Das Glück war ihnen an diesem Abend nicht hold. Rapperswil auf der anderen Seite zeigte sich eiskalt und im Stile einer Spitzenmannschaft. Obwohl ihnen die Strapazen des Cupspiels anzumerken waren, waren sie clever genug, im 20. Saisonspiel den 17. Sieg einzufahren. Die Thurgauer können mit ihrer Leistung aber zufrieden sein.