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EISHOCKEY: Spiel um alles oder nichts

Langnau und Servette streiten sich drei Runden vor Ende der Qualifikation um den letzten Playoff-Platz. Heute kommt es zur Direktbegegnung. Mittendrin auf Langnauer Seite ist der Gossauer Emanuel Peter.
Sergio Dudli
Emanuel Peter (Mitte) will heute Abend mit Langnau einen Schritt in Richtung Playoff-Qualifikation machen. (Bild: Marcel Bieri/KEY (Langnau, 1. Februar 2018))

Emanuel Peter (Mitte) will heute Abend mit Langnau einen Schritt in Richtung Playoff-Qualifikation machen. (Bild: Marcel Bieri/KEY (Langnau, 1. Februar 2018))

Sergio Dudli

Nach der Olympia-Pause gilt es in der NLA wieder ernst. Sechs Mannschaften stehen bereits als Playoff-Teilnehmer fest. Fribourg auf dem siebenten Platz wird mit acht Punkten Vorsprung auf Rang neun nichts mehr anbrennen lassen. Während in der oberen Tabellenhälfte um das Heimrecht im Playoff gekämpft wird – dazu muss eine Platzierung unter den ersten vier her – kommt es heute im Kampf um den letzten Playoff-Platz zum direkten Vergleich zwischen dem Tabellenachten Servette und dem zwei Punkte dahinter klassierten Langnau.

Aufseiten der Emmentaler wird der Gossauer Emanuel Peter auf dem Eis stehen. Der 33-Jährige spielt seit dieser Saison für Langnau. «Wir müssen uns für dieses Spiel nicht neu erfinden. Wir wollen in der Defensive gut stehen und über viel Kampf in die Partie kommen», so der Center, der seine Karriere beim EHC Uzwil lancierte. Mit Servette kommt ein Gast in die Ilfishalle, der sich seit Jahren durch seine harte Gangart auszeichnet. Doch Peter ist überzeugt, dass die Langnauer damit umzugehen wissen: «Wir sind körperlich auf der Höhe und werden dagegenhalten.»

Schwacher Start hier, finanzielle Probleme da

Zwei der drei bisherigen Vergleiche der beiden Mannschaften in dieser Saison konnte Langnau für sich entscheiden. «Wir waren gegen Servette immer bereit, den Kampf anzunehmen. Das wird auch dieses Mal der Fall sein», sagt Peter. Was beide Teams vereint, ist der Blick auf eine turbulente Saison. Langnau startete mit wenig Kredit und fünf Niederlagen am Stück in die Spielzeit. Peter: «Wenn du als Mannschaft aus so einer Krise findest, schweisst dich das zusammen.» Es habe zu Beginn gedauert, bis das Team seine Stärken ausspielen konnte. «Wir spielen kein spektakuläres Offensiveishockey, aber unser Stil mit einer stabilen Abwehr brachte uns die nötigen Punkte», so der ehemalige Nachwuchs-Internationale. Beim Gegner aus Genf sind die Probleme weniger sportlicher als viel mehr finanzieller Natur. Immer wieder war in dieser Saison von fehlenden Millionen die Rede. So beklagte sich beispielsweise die Stadt Genf über fehlende Zahlungen für die Stadionmiete in Höhe von einer Viertelmillion Franken.

Ende Januar folgte der Knall: Zehn Tage nachdem die Verwaltungsräte über eine Million eingespeist hatten, beugte sich Präsident Hugh Quennec dem Druck aus der Öffentlichkeit und nahm den Hut. «Es ist Einstellungssache, ob du dich als Spieler von solchen Nebenschauplätzen beeinflussen lässt», sagt Peter. Und ergänzt: «Letztlich kann es auch einfach eine einfache Ausrede für fehlende Leistungen sein.»

Es winkt das Berner Derby

Sollten die Langnauer das Spiel verlieren, bleiben ihre Chancen auf den letzten Playoff-Platz dennoch intakt. Während Servette die letzten beiden Partien gegen den Tabellenersten Bern bestreiten muss, trifft Langnau zweimal auf den Letzten Kloten. Noch verschwendet Peter keinen Gedanken daran, dass ausgerechnet der Kantonsrivale Schützenhilfe leisten könnte: «Wenn ein Spiel ansteht, gibt es kein morgen. Unser Fokus liegt voll auf Servette.»

Auch wenn Peter noch nicht weit vorausblicken mag. Ein Berner Derby im Playoff-Viertelfinal hat seinen Reiz für einen kleinen Club wie Langnau. Im Gegensatz zu den Emmentalern laufen die Spieler des Clubs aus der Hauptstadt aufgrund des grossen Vorsprungs an der Tabellenspitze schon länger auf Sparflamme. «Der Kampf um den letzten Playoff-Platz kostet viel Kraft», bestätigt Peter. «Aber wenn du es in extremis schaffst, setzt das sehr viel Energie frei.» Mit einer Mischung aus Spass und Ernst ergänzt er: «Das kann dann gegen Bern zum Faktor werden.»

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