EISHOCKEY: Sean Simpson droht Reporter mit K.o.

Sean Simpson, ehemaliger Trainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft, hatte nach dem Ausscheiden aus den Deutschen Playoffs schlechte Laune. Er drohte einem Journalisten Prügel an, noch ehe dieser seine erste Frage stellen konnte.

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Sean Simpson, hier noch als Trainer der Schweizer Nati. (Bild: JEAN-CHRISTOPHE BOTT (KEYSTONE, Archiv))

Sean Simpson, hier noch als Trainer der Schweizer Nati. (Bild: JEAN-CHRISTOPHE BOTT (KEYSTONE, Archiv))

"Eine dumme Frage von dir, und ich schlag dich K.o., dann liegst du hier am Boden", drohte Simpson dem Journalisten. Das 1:2 nach Verlängerung im siebten und entscheidenden Spiel gegen die Eisbären Berlin hat Titelkandidat Adler Mannheim tief frustriert. Vor allem beim Coach lagen die Nerven blank, auch wenn er sich nach seinem verbalen Ausrutscher schnell wieder gefangen hatte. Nach seinem Ausraster beruhigte sich Simpson aber wieder und gab dem SWR das gewünschte Interview, wie der Sender berichtete.

Simpson war von 2010 bis 2014 Trainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft. Zuvor war er bereits als Spieler und Trainer bei verschiedenen Schweizer Clubs tätig, zuletzt bei den ZSC Lions.

Genau wie die Lions in der Nationalliga A sind die Adler Mannheim in der DEL zuletzt zweimal in der ersten K.o.-Runde gescheitert - und das, obwohl sie 2015 den Titel gefeiert hatten. Diesmal galt das achtmalige Spengler-Cup-Teilnehmer vor allem nach einer überzeugenden letzten Qualifikationsphase neben München als Topfavorit. Ein Aus gegen den Rekordchampion Berlin war nicht erwartet worden.

Sean Simpson wird sich daran messen lassen müssen, wie das zweite Jahr unter ihm abläuft. Nach dem gescheiterten Experiment mit dem relativ unerfahrenen Coach Greg Ireland hatten die Verantwortlichen im vergangenen Sommer einen Umbruch vorgenommen. Simpson übernahm eine fertige Mannschaft, auch wenn er mit vier Neuen noch nachrüsten durfte.(jw/sda)