EISHOCKEY: SC Weinfelden erzwingt Entscheidungsspiel

0:2 lag Weinfelden im Playout gegen Uzwil zurück. Der Fall in die 2. Liga schien besiegelt. Seither aber siegten die Thurgauer zweimal in Folge, zuletzt 3:2. Damit kommt es am Samstag in Uzwil zum Showdown.

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Der letzte Uzwiler Angriff ist abgewendet, die Weinfelder bejubeln den 3:2 Heimsieg. (Bild: Mario Gaccioli)

Der letzte Uzwiler Angriff ist abgewendet, die Weinfelder bejubeln den 3:2 Heimsieg. (Bild: Mario Gaccioli)

Mit einer disziplinierten und geschlossenen Mannschaftsleistung gewann der SC Weinfelden vor heimischem Publikum das vierte Playout-Spiel gegen den EHC Uzwil 3:2. Damit wehrten die Thurgauer auch den zweiten Matchpuck der St. Galler ab. Nun wird sich am Samstag um 18 Uhr in der Uzehalle entscheiden, welcher dieser beiden Mannschaften in die 2. Liga absteigt.

Nach einer ausgeglichenen Startphase jubelten am Mittwochabend die Weinfelder schon in der fünften Minute über das 1:0. Doch Uzwils Torhüter Valentin Bauer hatte Sekunden vorher das Tor verschoben. So war es nur die vermeintliche Führung für das Heimteam. Ab der 14. Minute wanderten kurz hintereinander gleich drei Uzwiler auf die Strafbank. Vorerst brachten die Gäste die Scheibe immer wieder geschickt aus der eigenen Zone, doch in der 17. Minute mussten sie sich dann doch geschlagen geben. Nico Maier traf auf Pass von Roman Dolana zum 1:0 für Weinfelden. Zu Beginn des Mitteldrittels machten die Uzwiler Druck und setzten sich zeitweise im Weinfelder Drittel fest. Nach und nach aber fanden auch die Thurgauer wieder ins Spiel. Nachdem Pascal Rietmann in der 27. Minute entwischt und regelwidrig gestoppt worden war, verwandelte er den zugesprochenen Penalty souverän zum 2:0. Ins Schlussdrittel starteten die Weinfelder in Unterzahl, doch die Uzwiler konnten keinen Profit daraus schlagen. Kurz darauf fiel der Anschlusstreffer aber doch. Die Weinfelder räumten nicht konsequent auf vor dem eigenen Tor, was Mischa Broder zum 1:2 nutzte. Nur kurz liess sich das Heimteam dadurch aus dem Konzept bringen und schon startete es seine nächste Angriffswelle. Nachdem Lukas Schläppi und Yannick Heid noch verpasst hatten, traf Nico König zum 3:1 (48.).

Es schien, als wäre die Equipe von Trainer Roman Diethelm dann am Besten, wenn sie das Messer am Hals hat. Doch machte sie sich das Leben mit zu vielen Strafen selber nochmals schwer. Fünf Minuten vor Schluss geriet der SCW in doppelte Unterzahl und kassierte durch Mirco Steiner prompt den Anschlusstreffer. In der letzten Minute ersetzten die Uzwiler Goalie Bauer durch einen sechsten Feldspieler. Doch Weinfelden hielt dem Druck stand.

Karin Reinert